Günstig aber nicht gut

Kein Roboter für alle Fälle: Der Staubsauger-Roboter mit Wisch-Funktion von Sichler im Test

Mit dem PCR-3350.UV von Sichler vertreibt das Versandhaus Pearl seit kurzer Zeit ein besonders günstiges Staubsauger-Roboter-Modell, das zudem auch noch wischen kann. Klingt erst einmal nützlich, im Praxis-Test stellte sich jedoch schnell Ernüchterung ein. Der unschlagbare Preis von gerade einmal knapp 200 Euro deutet zudem bereits an, dass Nutzer bei der Qualität des Geräts Abstriche machen müssen.

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Sichler Staubsauger-Wisch-Roboter: Der Sichler Reinigungs- und Staubsauger-Roboter PCR-3305.UV ist mit knapp 200 Euro unschlagbar günstig. Allerdings zeigten sich beim Test zahlreiche Probleme mit dem Modell. Zum Video: Sichler Staubsauger-Wisch-Roboter

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Der Roboter stinkt
  2. 2Navigation mit Infrarot
  3. 3Vorsicht bei Treppen
  4. 4Fehler beim Auto-Modus
  5. 5Chaotisch am Schmutz vorbei
  6. 6Gründlicher Spot-Modus
  7. 7Die Wisch-Funktion
  8. 8Fazit
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Der PCR-3350.UV wirkt auf den ersten Blick wie ein Haushaltsgerät aus den frühen 90er Jahren. Das rotglänzende Kunststoff-Gehäuse ruft Erinnerungen an gleichfarbige Glitterhosen aus damals trendigen Hip-Hop-Videos in Erinnerung. Ist das Design des Roboters sicherlich Geschmackssache, lassen sich einige Verarbeitungsmängel nicht wegdiskutieren.

Der Roboter stinkt

Die Plastik-Knöpfe auf der Oberseite des Sichler-Modells wirken sehr billig und die Bestätigungs- und Alarmtöne sind sehr durchdringend bis nervtötend. Außerdem fällt eins gleich beim ersten Auspacken des Roboters auf - das Gerät stinkt. Der Geruch verflüchtigt sich zwar an der frischen Luft, zu dicht sollte man seine Nase aber trotzdem nicht an das Gehäuse halten. Die wesentlichen Bestandteile des Roboters wie die Hauptrolle und Seitenbürste sind jedoch gelungen. Positiv ist die einfache Entnehmbarkeit der Rolle, was für die Säuberung des Roboters nötig ist.

Eine Reinigung der Hauptrolle und Entleerung des Auffangbehälters empfiehlt sich nach jedem Saugvorgang, denn - wie bei allen Staubsauger-Robotern, die netzwelt bisher testete - verwickeln sich besonders lange Haare um die Rolle und deren Aufhängung, bis sich nichts mehr dreht. Ärgerlich ist, dass beim Umdrehen des Roboters auf den Rücken immer etwas des aufgesaugten Schmutzes aus dem Staubsauger rieselt.

Navigation mit Infrarot

Seinen Weg findet der Roboter mithilfe von Infrarot-Sensoren an der Unterseite, an der Vorderseite und am Kopf des Modells. Die Bezeichnung UV im Produktnamen des Sichler-Geräts ist übrigens nicht zufällig, sondern steht für die integrierte UV-Lampe an der Unterseite des Roboters. Diese soll zur Reduzierung von Bakterien auf dem Boden beitragen, heißt es vonseiten des Herstellers.

Des Weiteren ist im Lieferumfang neben der Ladestation eine Fernbedienung, eine Ersatz-Seitenbürste und eine spezielle Bürste zur Reinigung des Roboters enthalten. Auch eine Infrarot-Sperre findet sich in dem Paket, die den PCR-3350.UV daran hindert, in Räume zu fahren, die nicht gesaugt werden sollen, beziehungsweise ihn vor Gefahren wie Treppen schützt.

Vorsicht bei Treppen

Diese Unterstützung hat der Roboter auch bitter nötig, denn Treppen und andere Abgründe erkennen seine Sensoren oft nicht rechtzeitig, sodass akute Absturzgefahr besteht. Das Sichler-Modell kann also nur in Räumen verwendet werden, die durch Infrarot-Sperre oder andere Hilfsmittel gesichert sind - auch unter Berücksichtigung des günstigen Preises ist dies ein schwerwiegender Minuspunkt.

Dass die integrierten Sensoren offenbar weniger zuverlässig arbeiten als bei anderen Staubsauger-Robotern macht sich auch bei dem Auto-Saug-Modus des Sichler-Modells bemerkbar.

Fehler beim Auto-Modus

Der Roboter verfügt über drei unterschiedliche Auto-Modi: Entweder fährt er, bis seine Akku-Kapazität sich nach 50 bis 70 Minuten dem Ende zuneigt oder man lässt ihn 30 beziehungsweise 15 Minuten lang seine Bahnen ziehen und dann zur Ladestation zurückkehren. Im Test gelang die selbstständige Rückkehr allerdings nicht.

Bei drei Versuchen, den Roboter im Auto-Modus sich selbst zu überlassen, brach das Gerät jedes Mal den Putzvorgang vor Beendigung ab und zeigte die Fehlermeldung "Sensoren verschmutzt" an. Diese wurden jedoch zuvor gereinigt, was die Vermutung nahelegt, dass Dreck auf dem Boden die Sensoren so schnell verschmutzt, dass der Roboter funktionsuntüchtig wird - unglücklich bei einem Staubsauger.

Schickt der Nutzer den Sichler-Staubsauger per Fernbedienung zurück, gelingt die Heimkehr in der Regel einwandfrei, dauert jedoch ein wenig, da sich das Modell in chaotischen Bahnen durch den Raum bewegt. Er merkt sich also nicht, wo die Basisstation zu finden ist.

Sichler Reinigungs- und Staubsauger-Roboter PCR-3350.UV

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