Vorteile durch die Cloud-Anbindung

Berührungen erwünscht: Kindle Touch 3G von Amazon im Test

In Deutschland ist seit Kurzem der Kindle Touch erhältlich. Der Name spielt schon auf den wichtigsten Unterschied zu den Vorgängermodellen an: Der neue E-Book-Reader von Amazon besitzt einen Touchscreen. Auf Wunsch und gegen einen gewissen Aufpreis gibt es den Kindle Touch auch in einer 3G-Variante.

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Kindle Touch: Der berührungsempfindliche Bildschirm des Kindle Touch erwies sich im netzwelt-Test als praktische Neuerung, die sich besonders in einer intuitiven und einfachen Bedienung bemerkbar macht. Zum Video: Kindle Touch

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Display und Setup
  2. 2Die Bedienoberfläche, der Shop und die Tastatur
  3. 3Mit dem Kindle Touch lesen
  4. 4Übertragen von Dateien und PDF-Dokumente lesen
  5. 5Cloud-Anbindung und Zusatzfunktionen
  6. 6Fazit
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Zum Test stand netzwelt ein solcher Kindle Touch 3G zur Verfügung. Rein äußerlich ähnelt die Touchvariante dem Kindle sehr, durch die fehlenden Bedienelemente lassen sich die beiden E-Book-Reader aber doch relativ einfach unterscheiden. Farblich setzt Amazon wieder auf Anthrazit, der Rand ist etwas dunkler gestaltet. Der vier Gigabyte große interne Speicher reicht laut Hersteller für bis zu 3.000 Bücher, erweiterbar ist er nicht.

Display und Setup

Das Display arbeitet wie gewohnt mit der E-Ink-Technologie, sodass Nutzer den Kindle Touch problemlos auch im Freien bei strahlendem Sonnenschein einsetzen können. Beim Lesen nachts im Bett muss dagegen eine Lampe angeschaltet werden, da das Display keine Leuchtkraft besitzt. Der Bildschirm selbst besitzt mit einer Diagonalen von sechs Zoll eine typische Größe für E-Book-Reader.

In der Regel müssen Nutzer kein Setup beim Kindle Touch durchführen. Bestellen Sie den E-Book-Reader für sich selbst, wird er noch vor dem Verschicken mit dem Amazon-Konto des Nutzers verknüpft. Ein Vorteil der 3G-Version ist, dass Nutzer direkt nach dem Anschalten mit dem Stöbern nach E-Books und dem Herunterladen der digitalen Bücher anfangen können. Das Einrichten eines WLAN-Netzwerks wird hierfür nicht benötigt. Allerdings empfiehlt Amazon das Nutzen von WLAN, da der Download von E-Books dann schneller abgeschlossen ist.

Die Bedienoberfläche, der Shop und die Tastatur

Die Bedienoberfläche des Kindle Touch ist wie beim Kindle recht schlicht gehalten. Im Gegensatz zu anderen Oberflächen setzt Amazon nicht auf optische Elemente wie zum Beispiel kleine Symbole oder das Anzeigen der Buchcover. Auf der Startseite werden die Dokumente angezeigt, die der Nutzer auf seinem Kindle besitzt. Außerdem gelangt er von hier aus in das Menü und eine Suchleiste ist hinterlegt. Über das Einkaufswagensymbol gelangt der Nutzer direkt in den E-Book-Shop von Amazon.

Im Shop selbst sieht der Nutzer bei der Auflistung leider nicht direkt den Preis. Stattdessen werden das Cover, der Titel, der Autor und die Bewertung von Amazon-Nutzern angezeigt. In den Kindle-Bestsellern können Nutzer allerdings die Liste so filtern, dass nur kostenlose Titel angezeigt werden. Da der Kindle Touch bereits mit dem Konto des Nutzers verknüpft ist, muss er seine Daten für einen Kauf nicht erneut eingeben.

Die Bedienung erfolgt über den Touchscreen sehr intuitiv, vor allem für Nutzer, die im Umgang mit Smartphones oder Tablets geübt sind. Auf der virtuellen Tastatur, die unter anderem aufgerufen wird, wenn der Nutzer etwas in die Suchleiste eingibt, lässt es sich ganz gut tippen. Die Buchstaben, die der Nutzer anwählt, leuchten kurz schwarz auf, sodass direkt eingeschätzt werden kann, ob der richtige getroffen wurde. Die ausgewählten Buchstaben tauchen auch ohne große Verzögerung im Eingabefeld auf. Außerdem gibt es eine Autovervollständigungsfunktion, über die der Nutzer vorgeschlagene Begriffe auswählen kann. Zudem unterstützt die Tastatur auch Umlaute.

Mit dem Kindle Touch lesen

Der Kindle Touch liegt beim Lesen gut und mit einem Gewicht von 213 Gramm auch leicht in der Hand. Nach vorne blättert der Nutzer mit einem Tippen auf den Touchscreen, hierfür ist der größte Teil der Displayfläche vorgesehen. Eine Berührung des linken Bildrands blättert eine Seite zurück und wird der obere Displayrand berührt, erscheint oben und unten jeweils eine Funktionsleiste. Hierüber gelangt der Nutzer beispielsweise in das Menü, er kann den Shop aufrufen oder die Schriftgröße und Schriftart verändern. Falls gewünscht, kann der Nutzer über das Menü ins Querformat wechseln - einen Lagesensor besitzt der Kindle Touch nicht.

Da es schwierig wird, den linken Bildschirmrand mit dem Daumen zu erreichen, wenn der Kindle Touch mit einer Hand gehalten wird, empfiehlt es sich zum Zurückblättern statt des einfachen Antippens die Alternative zu nutzen: Der Nutzer kann von links nach rechts über den Touchscreen streichen. Diese Variante des Umblätterns eignet sich auch besser für Linkshänder. Ein Umgreifen ist aber auf jeden Fall nötig, wenn der Nutzer den oberen Bildschirmrand berühren möchte, um die Funktionsleisten aufzurufen.

Der Kindle Touch bietet Nutzern die Möglichkeit, Lesezeichen hinzuzufügen, Textstellen zu markieren oder eine Notiz anzulegen. Letzteres funktioniert dank des Touchscreens und der gut reagierenden Tastatur sehr gut. Sobald der Nutzer ein Lesezeichen, eine Markierung oder eine Notiz anlegt, erscheint auf dem Startbildschirm der Punkt "Mein Clipboard". Hierüber gelangt der Nutzer schnell zu den gewünschten Stellen. Standardmäßig werden auch Markierungen anderer Kindle-Nutzer angezeigt. Dies lässt sich über die Leseoptionen aber ausschalten. Hier kann der Nutzer auch einstellen, ob das E-Ink-Display bei jedem Umblättern aktualisiert werden soll.

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