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Dell XPS 13 im Test
13,3 Zoll großer Bildschirm und SSD-Speicher

von Jan Johannsen Uhr veröffentlicht

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Das Dell XPS 13 bietet alles was ein Ultrabook braucht - im Test kann es aber trotz einiger Highlights nicht auf ganzer Linie überzeugen.

Das XPS 13 markiert den Einstieg von Dell in den Ultrabook-Bereich. Der flache und leichte Laptop verfügt über eine klassentypische Ausstattung, einen schicken Bildschirm, kostet jedoch auch viel Geld und bietet nur wenige Anschlüsse.

Ultrabook in drei Varianten

Der 13,3 Zoll große Bildschirm des Dell XPS 13 verfügt über eine Auflösung von 1.366 x 768 Pixeln. Auf dem nicht entspiegelten Display treten je nach Beleuchtung störende Reflexionen auf. Aber trotzdem überzeugt der Monitor mit einem klaren, deutlichen Bild und kräftigen Farben - das Lob gilt allerdings nur für einen kleinen Blickwinkelbereich. Verlässt der Betrachter diesen, verliert die Anzeige schnell und deutlich an Kraft.

Dell bietet das XPS 13 in drei Varianten an, wobei unser Testgerät das günstigste Modell darstellt. In ihm stecken der mit 1,6 Gigahertz getaktete Intel Core i5-2467M sowie der zugehörige HD-Grafikchip 3000. Das Ultrabook verfügt über vier Gigabyte Arbeitsspeicher und einen 128 Gigabyte großen SSD-Speicher. Als Betriebssystem installiert der Hersteller Windows 7 Home Premium.

Dell XPS 13 im Test

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Das Ultrabook bringt 1,375 Kilogramm auf die Waage. (Bild: netzwelt.de)

Die teureren Modelle verfügen über einen SSD-Speicher mit größerer Kapazität oder einen Core i7-Prozessor sowie ebenfalls einen 256-Gigabyte-SSD-Speicher.

Schnelle Festplatte, brauchbare Hardware und enttäuschender Akku

Im Benchmark-Test Cinebench 11.5 erreicht der Core i5-Prozessor 1,91 Punkte und der interne Grafikchip des Dell XPS 13 schafft 9,53 Bilder pro Sekunde. Videoschnitt oder grafisch anspruchsvolle Spiele sind damit nicht zu bewältigen, aber zum Surfen, Schreiben und mobilen Arbeiten reicht die Leistung der Hardware aus.

Im Härtetest - maximale Bildschirmhelligkeit, WLAN eingeschaltet und Rechner im Dauerbetrieb - blieb das Dell XPS 13 weit von den für Ultrabooks angedachten acht Stunden Akkulaufzeit entfernt. Egal ob wir einen Film geschaut oder einen Text geschrieben haben: Nach rund drei Stunden musste der Laptop wieder an die Steckdose. Aktiviert der Nutzer Stromsparfunktionen, verlängert sich Laufzeit der Batterie.

Festplattengeschwindigkeit 128 GB SSD (HD Tune)
MinimumMaximumDurchschnittZugriffszeit
306,3 MB/sek.335,8 MB/sek.316,7 MB/sek.0,1 ms

Die Festplatte im XPS 13 erreicht selbst für einen SSD-Speicher sehr schnelle Übertragungsgeschwindigkeiten. Die Komponenten des Ultrabooks arbeiten sehr leise, der Nutzer muss sein Ohr direkt an das Gehäuse drücken, um ein Geräusch zu hören. Typische Lärmquellen wie ein Lüfter, ein optisches Laufwerk oder eine sich drehende Festplatte sind nicht vorhanden.

Glatte Tasten und warme Handballen

Durch die gummierte Oberfläche sind die Handballenablagen des Dell XPS 13 nicht so kühl wie bei komplett in Metall gehaltenen Ultrabooks. Auf den großzügig zugeschnittenen Flächen finden die Hände des Nutzers bequem Platz.

Die Tastatur kommt ohne Zahlenblock daher und bietet ein typisches Layout mit schmalen F-Tasten als oberste Zeile. Die Oberflächen der Tasten sind sehr glatt, zudem fallen sie vergleichsweise klein aus. Im Gegenzug sind aber die Zwischenräume deutlich größer als bei anderen Notebooks. Die Druckpunkte der Tasten sind gut zu spüren, könnten aber ruhig noch knackiger ausfallen.

Das Touchpad ist zwar in der gleichen Farbe gehalten wie die umliegenden Handballenablagen, trennt sich aber spürbar und optisch deutlich von diesen ab. Es reagiert schon auf leichte Berührungen und bewegt den Mauszeiger den Wünschen des Nutzers entsprechend. Die Touchpadtasten sind nahtlos angeschlossen. Ein Strich in der Mitte zwischen ihnen gibt dem Nutzer zum Glück Orientierung, wie hoch sie reichen. Ihr Hub fällt kurz und ihre Druckpunkte knackig aus.

Wenige Anschlüsse

Das Gehäuse des 1,375 Kilogramm schweren Dell XPS 13 ist ordentlich verarbeitet. Während der Deckel aus Aluminium besteht sind die Unterseite und die Handballenablage mit warmem, weichem Gummi überzogen.

Dem Nutzer bietet das XPS 13 allerdings nur wenige Schnittstellen. Der Anwender muss sich mit je einem USB-2.0- und USB-3.0-Anschluss sowie einer Audio-Buchse und einer Mini-DisplayPort-Schnittstelle zufriedengeben.

Fazit

Mit dem XPS 13 hat Dell ein Ultrabook vorgelegt, das in einigen Punkten überzeugt und an anderen Stellen Kopfschütteln verursacht. So ist zum Beispiel der Bildschirm schön anzusehen, aber nicht entspiegelt, was mobiles Arbeiten erschwert. Die Hardware ist gut auf mobiles Arbeiten ausgelegt, aber der Akku für Dauerbelastungen zu schwach.

Im Vergleich zu anderen Ultrabooks bietet das XPS 13 zudem weniger Schnittstellen und ist vergleichsweise teuer. Dell verkauft die getestete Konfiguration im hauseigenen Online-Shop für 1.149 Euro. Andere Online-Händler unterbieten diesen Preis bisher nicht.

Günstiger und im Gesamtpaket nicht schlechter und teilweise sogar besser sind die Ultrabooks Aspire S3 von Acer und Zenbook UX31 von Asus.

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