Musikalischer Langfinger

Im Kurztest: Rhythm Thief & der Schatz des Kaisers

Hätte Nintendos rätselwütiger Professor Layton einen kleinen Bruder, dann wäre es vermutlich Segas "Rhythm Thief": Der mit schniekem Anzug und Hut posierende Teenie Raphael (nebst französisch bellendem Köter Fondue - "Woeuf!") führt ein aufregendes Doppelleben: Nachts wird aus dem unscheinbaren Streber das gefeierte "Phantom R". Der erleichtert Museen und Ausstellungen um Kunst- und Kulturschätze, verleibt die Artefakte dann seiner Sammlung ein und will auf diese Weise seinem verschollenen Vater auf die Spur kommen.

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Rhythm Thief & Der Schatz des Kaisers - Story Trailer: Mit Rhythm Thief & Der Schatz des Kaisers kommt ein buntes Action-Adventure im Anime-Stil auf die Nintendo DS Handheld-Konsole. Dieser Trailer gibt hierzu einen ersten optischen Eindruck und zeigt das Spielgeschehen, das den Spieler erwartet. Zum Video: Rhythm Thief & Der Schatz des Kaisers - Story Trailer

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Anders als das erzählerisch und inszenatorisch verwandte "Professor Layton" spielt "Rhythm Thief" nicht in London. Stattdessen lädt ein alternatives Paris zur Erkundung ein. Die Stadt der Liebe wird wie die "Layton"-Schauplätze vor allem in Form von filigran gezeichneten Standbildern und kleinen Filmchen erforscht: Während der Spieler die feschen Manga-Illustrationen auf dem unteren 3DS-Display mit dem Stylus nach Medaillen und anderen versteckten Extras durchstöbert oder durch Antippen mit Passanten plauscht, wechselt er oben per Übersichtskarte den Standort.

Sieht sich der kleine Gentleman-Ganove mit einer Herausforderung konfrontiert, wird aber nicht wie beim britischen Detektiv gerätselt und messerscharf kombiniert. Vielmehr sind Rhythmusgefühl, Reaktionsschnelligkeit und zumindest ein Hauch von Musikalität gefragt. Ob rasante Verfolgungsjagd über die Dächer, Code-Knackerei, das Servieren von Wein, das Kicken von Fußbällen oder Ausweichmanöver beim Schleichgang durch den Museums-Korridor: Aus jedem Abenteuer des charmanten Banditen wird ein flottes Pop-Stück, bei dem man im Takt eingeblendete Touchscreen-Felder begrabbelt, Symbole nachzeichnet oder die übrigen Buttons der Hosentaschenkonsole bemüht.

Aber auch abseits dieser tanz- und rhythmuswütigen Einlagen dreht sich alles um Töne und ihre Komposition: Dieb Raphael muss "unpassende" Noten aussortieren, außerdem nimmt er jeden interessanten Klang auf, um ihn später wieder parat zu haben. So schlägt er mit dem Bellen einer Bulldogge einen nervösen Polizisten in die Flucht oder trickst mit dem Schnarchen eines Wachmanns die Spracherkennungssoftware im Louvre aus.

Im Kurztest: Rhythm Thief & der Schatz des Kaisers

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Obwohl "Rhythm Thief" nicht mit der Rätselfinesse des großen Nintendo-Vorbilds "Professor Layton" auftrumpft und die 3D-Grafiken in den nicht allzu anspruchsvollen Action- und Tanzsequenzen hinter den Möglichkeiten der kleinen Hardware zurückbleiben, ist das Gesamtpaket überzeugend: Wer alberne Spiele aus Japan mag und der absurden Geschichte um einen wiederbelebten Napoleon Bonaparte etwas abgewinnen kann, wird sich sofort in Raphael und Fondue verlieben.

Weitere Spieletests finden Sie an dieser Stelle.

Datenblatt

Rhythm Thief & der Schatz des Kaisers
SpielnameRhythm Thief & der Schatz des Kaisers
HerstellerSega
VertriebNintendo
GenreSonstiges / Besonderes
Erhältlich ab05.04.2012
Preisca. 40 Euro
EAN Code0045496522087
SchwierigkeitFür Einsteiger und Fortgeschrittene
Alterab 6 Jahren
Multiplayernein
Sonstiges 
Bewertung Grafikgut
Bewertung Steuerunggut
Bewertung Soundsehr gut
Bewertung Spielspassgut
Bewertung Gesamtgut
System3DS

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