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Einführung in Drupal 7
Professionelles CMS für Webdesigner

von Markus Franz Uhr veröffentlicht

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Drupal ist eines der beliebtesten Content-Management-Systeme auf Basis von PHP. Im Vergleich zu WordPress und anderen Programmen wirkt es auf den ersten Blick durchaus schwierig, besonders für Einsteiger.

Drupal ist ein weitverbreitetes Content-Management-System, das besonders für erfahrene Anwender geeignet ist: Im Vergleich zu anderen Programmen sind Front- und Backend nicht klar getrennt, was ihnen sehr viel Freiheit bei der Entwicklung einer ansehnlichen Webseite gibt. Netzwelt zeigt, wie der Einstieg in Drupal gelingt.

Drupal ist eines der besten Content-Management-Systeme auf PHP-Basis.

Kaum ein Hosting-Provider kann es sich leisten, Tarife ohne PHP-Unterstützung und MySQL-Datenbank anzubieten. Mittlerweile gibt es für unter fünf Euro im Monat ausreichend Speicherplatz und Funktionen, um ein professionelles Content-Management-System selbst für kleine Seiten zu verwenden - zum Beispiel Drupal.

Datenbanken

Seit Jahren gehört Drupal zu den beliebtesten CMS-Lösungen. Gründe für die Popularität gibt es viele: Zunächst einmal ist Drupal vollkommen kostenlos und im Vergleich zur Blog-Software WordPress durch und durch modular aufgebaut. Ferner kommt es mit mehr Datenbanken zurecht als die meisten anderen Systeme - das bedeutet im Klartext, dass Nutzer nicht auf MySQL festgelegt sind, sondern auch PostgreSQL und mit etwas Handarbeit auch den Microsoft SQL Server oder Datenbanken von Oracle verwenden können. Außerdem glänzt Drupal traditionell durch seine Stabilität und exzellente Geschwindigkeit.

Installation

Die meisten Hosting-Provider bieten die Möglichkeit, Drupal direkt über die Verwaltungskonsole zu installieren. Zum Beispiel bieten 1&1, Strato und Host Europe das CMS einem Großteil ihrer Kunden an. Wer Drupal eigenhändig installieren will, muss sich zunächst das ZIP-Archiv mit dem Drupal-Kern herunterladen und dessen Inhalt per FTP auf den eigenen Server übertragen. Anschließend müssen Anwender den Setup-Assistenten (install.php im Hauptordner) aufrufen, der alle notwendigen Einstellungen (Name und Adresse der Datenbank, Passwort für den Administrator und weitere Informationen) abfragt und Drupal fertig installiert.

Ein Assistent führt durch die Installation von Drupal.

Oberfläche

Nach erfolgreicher Installation finden Anwender eine aufgeräumte Internetpräsenz vor, auf der nur eine einzige Seite mit einem kurzen Test angelegt ist. Über die Seitenleiste ist die Anmeldung am sogenannten Drupal Dashboard möglich, das in Form einer Menüleiste am oberen Rand des Bildschirms erscheint. Die jeweiligen Menüs werden über den eigentlichen Seiteninhalt gelegt, sodass Nutzer insbesondere Änderungen am Design sofort nachvollziehen können - eine klare Trennung zwischen Front- und Backend bietet Drupal aber nicht. Das Dashboard gliedert sich in Inhalt, Struktur, Benutzer, Module, Konfiguration sowie die Berichte.

Die Knoten

Neben der Tatsache, dass die Oberfläche zur Verwaltung des CMS nicht eindeutig von der eigentlichen Seite abgetrennt ist, macht Einsteigern noch ein anderes Konzept Schwierigkeiten: Während in anderen Programmen klar zwischen Blog-Artikel, einfacher Seite und zum Beispiel einem Eintrag im Kalender unterschieden wird, kennt Drupal keine festen Inhaltstypen, sondern verwendet einfach nur Knoten. Darunter müssen sich Nutzer eine lose Hülle vorstellen, die eine eine eindeutige Nummer erhält und beliebige Inhalte aufnehmen kann - unabhängig, ob es sich um Texte, Bilder oder andere Dinge handelt. Ab Werk gruppiert Drupal alle Knoten - also alle Inhalte, die der Nutzer irgendwie ins CMS eingibt - in zwei Gruppen: Den "Seiten" und "Artikeln". Erstere sind für statische Seiten gedacht, während letztere für Blog-Einträge vorgesehen sind.

Drupal kennt unterschiedliche Typen für den Inhalt, der in Form von Knoten gespeichert wird.

Funktionen

Drupal bringt bereits ab Werk eine ganze Reihe von Modulen mit, die den Kern des CMS um zahlreiche interessante Funktionen erweitern. So können Nutzer zum Beispiel einen Aggregator aktivieren, der Inhalte dritter Seiten über einen RSS- oder Atom-Feed einsammelt. Mithilfe des Contact-Moduls können Nutzer auf ihrer Internetpräsenz ein Formular anbieten, über das Besucher sie direkt anschreiben können. Für noch mehr Interaktion mit den Surfern bietet sich das Forum an, das Drupal ebenfalls enthält. Alle Erweiterungen können mit nur einem Klick an- und abgeschaltet werden, Module aus dritter Quelle können leicht nachgerüstet werden.

Fazit

Drupal ist für Anfänger deutlich schwieriger zu verstehen, als WordPress oder Contao - und trotzdem erheblich intuitiver als das Spitzenprodukt TYPO3. Hat man sich erst einmal erfolgreich durch den grundlegenden Aufbau des CMS gekämpft, können Nutzer mit Drupal 7 praktisch jede Webseite kinderleicht umsetzen.

Drupal kann ganz einfach und schnell hier auf netzwelt heruntergeladen werden.

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