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BGH-Urteil zum Online-Banking: Nutzer haften für Schäden Experten sehen in Entscheidung kein Grundsatzurteil

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Streitfrage: Ab wann handelt der Nutzer grob fahrlässig?

Solmecke geht aber davon aus, dass der Kläger auch nach neuem Recht nicht sein Geld zurück bekommen würde, da bei zehnmaliger Eingabe einer TAN-Nummer von grober Fahrlässigkeit auszugehen sei. "Wie Kunden ihre Zugangsdaten schützen müssen, bleibe aber trotz des Urteils nach wie vor umstritten", sagt der Medienanwalt.

Kollege Stadler weist beispielsweise in seinem Blog daraufhin, dass das Landgericht Landshut in einem vergleichbaren Fall selbst die 100malige Eingabe einer TAN-Nummer nach neuem Recht nicht als grob fahrlässig wertete. Solmecke hofft daher, dass das BGH im ausführlichen Urteil noch einmal auf diese Frage eingeht.

Gesunde Vorsicht walten lassen

"Allgemein ist Kunden zu raten, ein Abhandenkommen oder einen Missbrauch der Konto-Zugangsinformationen schnell dem Kreditinstitut zu melden. Nach der Meldung ist eine Haftung komplett ausgeschlossen", sagt Solmecke.

Damit es gar nicht so weit kommt, mahnt der Branchenverband BITKOM Nutzer zur Vorsicht: "Beim Online-Banking sollten Kunden auf drei Dinge achten: Das sicherste Überweisungsverfahren ihrer Bank wählen, aktuelle Sicherheitssoftware einsetzen und gesunde Vorsicht walten lassen. Dann bietet Online-Banking ein sehr hohes Sicherheitsniveau", sagt BITKOM-Sicherheitsexperte Lutz Neugebauer.

Tipps des BITKOM

Der Verband rät, niemals auf E-Mails zu reagieren, in denen der Nutzer aufgefordert wird, Bankdaten einzugeben. Die Internetadresse der Bank sollte stets von Hand in den Browser eingegeben werden, zudem sollten Nutzer darauf achten, dass in der Adresszeile nach dem Einloggen eine sichere Verbindung angezeigt wird - entweder durch das Kürzel "HTTPS", ein Schloss-Symbol oder eine grün hinterlegte Adressleiste.

Des Weiteren sollten Nutzer nie Zugangsdaten auf dem PC speichern oder das Online-Banking-Passwort noch für andere Internet-Dienste nutzen. Kommt es doch zu einem Schadensfall, sollten Nutzer unbedingt die Polizei einschalten. Dies sei Grundlage, um später das Geld zurückzufordern. Auch die Banken sollten Kunden umgehend informieren, womöglich könnten betrügerische Transaktionen dann noch gestoppt werden.

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