Verfahrensfehler
Megaupload: Kim Dotcom wird womöglich nicht in die USA ausgeliefert
Megaupload-Gründer Kim Dotcom muss sich womöglich doch nicht vor einem US-Gericht verantworten. Ursache seien formelle Verfahrensfehler, wie die Tageszeitung New Zealand Herald berichtet. Dotcoms Unternehmen habe nie eine Anzeige von US-Behörden erhalten. Dies könnte zu einer Einstellung des Auslieferungsprozesses in Neuseeland führen.
Dotcoms Anwalt erklärte die Nicht-Überstellung der Papiere durch US-Behörden folgendermaßen: "Meiner Erkenntnis nach ist der Grund, warum sie das nicht getan haben, dass sie es nicht können", sagte Ira Rothken. "Wir glauben nicht, dass Megaupload wegen krimineller Machenschaften belangt werden kann, weil es sich nicht im Rechtsgebiet der USA befindet." Die Vorwürfe gegen Dotcom würden nicht vom Auslieferungsgesetz abgedeckt. Selbst der zuständige US-Richter wisse nicht, ob es zu einem Prozess kommen werde, berichtet The New Zealand Herald.
Dotcom ist außer sich vor Wut
Megaupload wurde im Januar geschlossen und der Besitz von Gründer Dotcom beschlagnahmt. Seither steht er in Neuseeland unter Hausarrest. Ihm werden unter anderem Urheberrechtsverletzungen vorgeworfen.
Kim Dotcom reagierte äußerst verärgert auf die Neuigkeiten. Die US-Regierung habe sein Unternehmen zerstört und Hunderte Menschen arbeitslos gemacht, sagte er dem Filesharing-Blog TorrentFreak. Dies sei das Ergebnis von "Korruption auf höchster Ebene".


Auch führende Unternehmen der Unterhaltungsindustrie hatten Megaupload-Accounts und luden dort Dateien hoch. Dies verkündet Internet-Millionär Kim Dotcom in einem Interview mit TorrentFreak und erklärt sich selbst für unschuldig.
Noch mindestens neun Monate wird sich das Verfahren um Megaupload und Kim Dotcom hinziehen. Das zuständige Gericht in Neuseeland hat die nächste Anhörung auf März 2013 gelegt. Grund sind die rechtlichen Ungereimtheiten des Falls. Was passiert nun mit Dotcoms neuem Projekt Megabox?
Prügelnde Polizisten und unmoralische Angebote im Gefängnis: Kim Dotcom beschwert sich über Avancen von Unbekannten. Derweil wurde eine Freilassung auf Kaution erneut abgelehnt.
Der vorsitzende Richter David Harvey hat sein Amt im Prozess gegen das Filesharing-Portal Megaupload niedergelegt. Grund ist eine Aussage, die Zweifel an seiner Unvoreingenommenheit aufkommen ließ.
Illegale Ausfuhr? Im Fall Megaupload beschuldigte Kim Dotcoms Anwalt Willie Akel zwei FBI-Agenten illegalerweise Kopien von Beweismaterial angefertigt und selbige in die USA gebracht zu haben.
Bei der Beschlagnahmung seines Vermögens hatte Megaupload-Gründer Kim Dotcom keine Möglichkeit, sich zu verteidigen. Wegen des Fehlers könnte er seine Besitztümer zurückerhalten.
Vor Gericht erzielte Kim Schmitz einen weiteren Erfolg. Er darf wieder ins Internet, in seiner alten Villa schwimmen und sein Album fertigstellen.




