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Conrad Powerline Adapter PL500D mini im Test
Für 88 Euro beim Händler

von Alexander Zollondz Uhr veröffentlicht

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Auch der Elektronikhändler Conrad bietet Powerline-Adapter zur Installation eines Strom-Netzwerkes an. Netzwelt hat das schwarze Gerätepaar PL500D mini unter die Lupe genommen.

Conrads Powerline-Adapterpaar PL500D mini soll sich dank hohem Durchsatz auch für das Übertragen größerer Datenmengen via Stromleitung eignen. Im Test fiel die Datenrate ein wenig gegenüber den bisher getesteten Modellen ab. Ansonsten zeigte die Hardware aber keine Schwächen.

Die kleinen schwarzen Adapter des Elektronikhändlers sind ähnlich wie die bereits getesteten Powerline-Adapter Icy Box IB-PL500D von Raidsonic äußerst flach gebaut. Deshalb lässt sich die Hardware auch an Steckdosen hinter Mobiliar betreiben.

Aufgrund der kompakten Bauweise fehlen eine durchleitende Steckdose und ein integrierter Switch, der zusätzliche Netzwerkgeräte verbindet. Wie bei den meisten hier getesteten Powerline-Adaptern ist ein LAN-Anschluss an der Unterseite der Hardware verbaut. Conrad liefert eine Schnellanleitung zur Installation in Papierform und zwei Ethernet-Kabel mit. Auf der beigelegten Mini-CD befinden sich die umfangreichere Bedienungsanleitung und eine Windows-Software von Devolo zur sicheren Verschlüsselung der Adapter per 128 Bit AES.

Conrad Powerline Adapter PL500D mini im Test

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Neben Ethernet-Kabeln legt der Hersteller dem Set eine Mini-CD mit Windows-Konfigurationssoftware und Bedienungsanleitung bei. (Bild: netzwelt)

Software auch von Devolo einsetzbar

Zur Verschlüsselung via Software müssen die Adapter per LAN-Schnittstelle mit dem Netzwerk verbunden sein. Alternativ vergeben Anwender neue Kennwörter mittels des Devolo-Programms Cockpit für Windows, Mac und Linux. Das Programm ist auf der Conrad-Seite oder direkt bei Devolo herunterladbar. Es machte schon bei den bereits getesteten Adaptern dLAN 500 AVtriple+ des Aachener Herstellers einen guten Eindruck.

Die Verschlüsselung gelingt alternativ per Knopfdruck. Dazu drückt man den Kopplungsbuttton an beiden Adaptern jeweils eine Sekunde lang innerhalb von zwei Minuten. Eine leuchtende Powerline-LED zeigt anschließend die Betriebsbereitschaft des Adapters an. Eine grüne Anzeige signalisiert, dass sich die Netzwerkverbindung für HD-Videostreaming eignet. Bei orange leuchtender LED reichen die Datenverbindungen für Videostreaming in SD-Qualität und fürs Online-Gaming. Bei Rot eignet sich die Netzwerkverbindung immerhin noch für einfachen Datentransfer sowie zum Surfen im Internet. An der Frontseite informieren neben der Powerline-LED auch eine Ethernet- und eine Strom-Anzeige über den Betriebsstatus der Adapter.

Hinzufügen weiterer Adapter

Neue Adapter fügen Nutzer leicht per Knopfdruck an einem der bereits im Netzwerk bestehenden Conrad-Adapter hinzu. Nach Betätigung des Kopplungsbutttons am neuen Adapter dürfte das Powerline-Gerät im Netzwerk zur Verfügung stehen. Das klappte im Test problemlos mit den bereits getesten Devolo-Adaptern und der Powerline-Hardware von Netgear.

Die Datenrate ermittelten wir wie bei den anderen Tests an drei verschiedenen Steckdosen in drei unterschiedlichen Räumen. Dabei lag der Durchsatz im Durchschnitt bei rund 68 Megabit pro Sekunde. Als höchsten Wert ermittelten wir rund 75 Megabit pro Sekunde, als niedrigsten 59 Megabit pro Sekunde, der mittlere Wert lag bei knapp 73 Megabit pro Sekunde. Im Vergleich zum Durchsatz der anderen Powerline-Adapter im Test fallen die PL500D damit etwas ab, können aber VDSL-Anschlüsse mit bis zu 50 Megabit pro Sekunde ausreizen und taugen auch fürs HD-Videostreaming.

Nach Angaben des Herstellers verbrauchen die Adapter maximal sechs Watt. Im Test ermittelten wir einen Verbrauch in Höhe von durchschnittlich vier Watt unter Volllast. Demnach ergibt sich ein Jahresverbrauch von rund 8,1 Euro auf der Stromrechnung für den durchgehenden Betrieb der Powerline-Adapter. Im Standby-Zustand ermittelten wir einen recht hohen Verbrauch von rund 1,5 Watt.

Fazit: Klein und kompakt

Die flache Bauweise kommt Nutzern entgegen, die die Adapter hinter Mobiliar wie Schränken installieren wollen. Der Durchsatz reicht noch für ein "gut" aus, fällt aber gegenüber den bisher getesteten Powerline-Sets ein wenig ab. Ansonsten zeigen die Geräte keine Schwächen - eine integrierte Steckdose ist praktisch, wird aber unter Umständen nicht von jedem Anwender benötigt.

In der Testreihe von netzwelt zu Powerline-Adaptern wurden bereits mehrere Modelle unter die Lupe genommen: das Set FRITZ! Powerline 520E, D-Links Powerline-Adapter DHP-P501AV, die Icy Box-Adapter IB PL500D von Raidsonic, das Devolo-Paar dLAN 500 AVtriple+ und das Set von TP-Link TL-PA511.

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Auch der Elektronikhändler Conrad bietet Powerline-Adapter zur Installation eines Strom-Netzwerkes an. Netzwelt hat das schwarze Gerätepaar PL500D mini unter die Lupe genommen.

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Conrad Powerline Adapter PL500D mini im Test
Conrad Powerline Adapter PL500D mini im Test
Der Elektronikhändler Conrad wirft seine Powerline-Adapter PL500D mini ins Rennen. Das Set fällt durch seine kompakte Bauweise auf.
http://www.netzwelt.de/news/91974-conrad-powerline-adapter-pl500d-mini-test.html
2012-04-24 16:35:54
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/gallery/2012/4937/37612.jpg
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