Um die Ecke gedacht

Im Kurztest: Fez

Inmitten lautstarker Krawallproduktionen mit Hochglanzgrafik, Effektfeuerwerk und zweistelligem Millionenbudget sind es immer öfter die vermeintlich kleinen Download-Spiele, die begeistern, verzaubern, das Medium voranbringen. "Fez" ist eines dieser Spiele mit Herz und Hirn. Ein Statement gegen das Schema-F in der Branche.

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Im Kurztest: Fez - "Fez" hat beim diesjährigen Independent Games Festival den Hauptpreis gewonnen. (Bild: Polytron)
"Fez" hat beim diesjährigen Independent Games Festival den Hauptpreis gewonnen. (Bild: Polytron)

"Fez" ist auch das Ergebnis eines finanziellen und mentalen Kraftakts des Entwicklers Phil Fish, der seit der Erstankündigung im Jahr 2008 mit Vorschusslorbeeren überhäuft wurde, an den hohen Erwartungshaltungen aber fast zerbrochen wäre. Doch nach über vier Jahren harter Arbeit ist es vollbracht: Sein raffiniertes Puzzle-Game steht auf der Online-Plattform "Xbox Live" zum Download bereit und wurde beim diesjährigen Independent Games Festival mit dem Hauptpreis ausgezeichnet.

Man kann es drehen und wenden, wie man will: Wer sich auf "Fez" einlässt, bekommt eine andere Sicht der Dinge. Geneigte Xbox-360-Besitzer übernehmen die Kontrolle des kleinen Gomez - ein flaches Pixelwesen mit großem Kopf, dessen virtuelle Welt komplett aus den Angeln gehoben wird, als eines Tages ein goldener Würfel am Himmel auftaucht und in seine Einzelteile zerspringt. Die mysteriöse Folge: Bildfehler. Absturz. Neustart. Xbox 360? Sieht eher nach 286er-PC aus.

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