Sie sind hier:
 

Core Temp zeigt die CPU-Temperatur
Mögliche Überhitzung frühzeitig erkennen

von Markus Franz Uhr veröffentlicht

Diesen Artikel weiterempfehlen
SHARES

Core Temp ist ein kleines, aber dennoch leistungsstarkes Programm, mit dessen Hilfe sich die Prozessor-Temperatur des Rechners und andere Daten wie Taktfrequenz und Prozessorauslastung überwachen lassen.

Mit Core Temp lässt sich die Prozessor-Temperatur des Computers jederzeit in Echtzeit überprüfen. Die kostenlose Software hebt sich insofern von den meisten anderen Programmen ab, dass es die Temperatur jedes einzelnen Kerns des zum Computer gehörenden Prozessors in Grad Celsius (°C) oder Fahrenheit darstellen kann.

Core Temp gibt Aufschluss über die Temperatur des Prozessors. (Quelle: Screenshot)

Wenn der Rechner insbesondere bei wärmeren Außentemperaturen im Sommer wieder einmal ächzt und stöhnt und der Lüfter lautstark jedes andere Geräusch im Raum übertönt, sollte der Nutzer die Systemtemperatur überprüfen, bevor es zu einer Überhitzung und damit möglicherweise irreparablen Schäden kommt.

Präzise Messung

Die Software Core Temp vom Hersteller ALCPU funktioniert auf der Basis des sogenannten DTS-Systems (Digital Thermal Sensor), welches in allen moderneren Produkten der großen Prozessor-Hersteller enthalten ist. Konkret wird die Funktion von allen aktuellen x86-Prozessoren der Marken Intel, AMD und VIA unterstützt (Mindestanforderung ist ein Intel Core beziehungsweise AMD Athlon64). Der Digital Thermal Sensor liefert genauere Temperaturmessungen als herkömmliche thermische Sensoren, die zur allgemeinen Temperaturanzeige im BIOS abgerufen werden können.

DTS wird seit einigen Jahren standardmäßig in der Nähe der Hardwareteile eingebaut, die sich am meisten während ihres Betriebs erwärmen. Eine genaue Liste aller unterstützten Geräte ist auf der Webseite des Herstellers abrufbar. Die Benutzeroberfläche der Software ist auch auf Deutsch erhältlich, die Website gibt es nur in englischer Version. Wer die Temperatur seines Rechners über einen längeren Zeitraum dokumentieren möchte, kann eigens eine Protokolldatei (Log-File) anlegen.

Schutz vor Hitze

Die vom Prozessor-Hersteller festgelegte Maximaltemperatur, die der heißeste Teil eines Prozessor-Kerns nicht überschreiten sollte, wird im Anzeigefenster unter dem Punkt Tj. Max (Tjunction Max) angegeben. Wenn der Wert beispielsweise mit 85 °C für Tj. Max bewertet ist und die Temperatur des Prozessors nähert sich diesem, ist dies ein Zeichen einer Überhitzung. Als Faustregel benennt Core-Temp-Entwickler Arthur Liberman, dass die Temperatur bei voller Auslastung des Rechners etwa 15-20 °C unter dem Tj. Max-Wert liegen sollte.

Dabei differenziert das Programm sogar zwischen den einzelnen Kernen. (Quelle: Screenshot)

Im Menü des Programms lässt sich ein Überhitzungsschutz aktivieren, der entweder eine drohende Überhitzung in Form einer Sprechblase signalisiert oder aber bei entsprechender Einstellung das System gleich automatisch herunterfährt. Die kritische Temperatur kann vom Nutzer selbst definiert werden. Als weitere Besonderheit haben externe Entwickler des Weiteren die Chance, neue Funktionen in Form von eigenen Plug-ins hinzuzufügen und die Funktionalität von Core Temp so beliebig zu erweitern.

Überwachung von unterwegs

Installiert der Nutzer ein zusätzliches Plug-in, kann er sich die ermittelten Werte bezüglich Prozessorauslastung, Temperatur sowie Speicherauslastung zudem in einer anschaulichen graphischen Ansicht mit unterschiedlicher farblicher Kennzeichnung anzeigen lassen. Unterstützt werden die Betriebssysteme Windows XP, Vista und 7. Für Windows 7 und Vista stehen außerdem eine Minianwendung für die Seitenleiste sowie ein Add-on bereit, welches eine Statusüberwachung des Prozessors direkt über das Windows Media Center gestattet. Mithilfe einer App für Android-Smartphones lässt sich die Temperatur des Systems sogar mobil überwachen.

Den Temperaturverlauf können Nutzer übersichtlich in einer Grafik beobachten. (Quelle: Screenshot)

Fazit

Core Temp ist einfach zu bedienen und verschafft einen tiefen Einblick in die Auslastung und Temperaturschwankungen der Prozessorkerne des Systems, die infolge der unterschiedlichen Auslastungen auftreten können. Sogenannte Übertaktungen lassen sich so kontrollieren, um Schäden am System zu vermeiden.

Die Freeware Core Temp kann direkt hier bei netzwelt heruntergeladen werden.

Kommentare zu diesem Artikel

Core Temp ist ein kleines, aber dennoch leistungsstarkes Programm, mit dessen Hilfe sich die Prozessor-Temperatur des Rechners und andere Daten wie Taktfrequenz und Prozessorauslastung überwachen lassen.

Deine Meinung ist gefragt. Diskutiere im Forum zu diesem Artikel.

Jetzt diskutieren!

DSL- & LTE-Speedtest

Testen Sie mit unserem Speedtest Ihre tatsächliche DSL- oder LTE-Geschwindigkeit. Test auch mit Smartphone und Tablet möglich.

Jetzt Testen!

Der große Android-Update-Fahrplan

Welche Android-Version ist für mein Smartphone oder Tablet-Computer aktuell? Der große Android-Update-Fahrplan bringt Licht ins Dickicht der Versionen.

Jetzt ansehen!

Ashampoo-Download-Logo
article
34312
Core Temp zeigt die CPU-Temperatur
Core Temp zeigt die CPU-Temperatur
Core Temp zeigt zu jedem Prozessorkern die aktuelle Temperatur an, um Überhitzungen frühzeitig zu erkennen.
http://www.netzwelt.de/news/91940-core-temp-zeigt-cpu-temperatur.html
2012-05-07 16:40:18
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2012/core-temp-gibt-aufschluss-ueber-temperatur-prozessors-bild-screenshot-14003.jpg
News
Core Temp zeigt die CPU-Temperatur