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TP-Link: Gigabit Powerline-Adapter Starterkit TL-PA511KIT im Test
Für rund 50 Euro erhältlich

von Alexander Zollondz Uhr veröffentlicht

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Einen sehr guten Kompromiss zwischen Preis und Leistung bietet TP-Links Powerline-Adapter-Set TL-PA511KIT. Das Paar ist für rund 50 Euro erhältlich und lockt mit hohen Übertragungsraten. Das Set im netzwelt-Test.

Highspeed-Übertragung, bis zu 300 Meter Reichweite: Die Powerline-Adapter TL-PA511 von TP-Link bieten nicht mehr als die Konkurrenz mit ihren aktuellen Geräten fürs Bereitstellen eines Stromnetzwerks. Dafür überzeugt aber der günstige Preis. Muss der Anwender Abstriche in Kauf nehmen?

Anwender müssen keine 140 Euro ausgeben, wie für Devolos hochwertiges dLAN 500 AVtriple+-Set, um ein Heimnetzwerk über die Stromleitung mit Powerline-Adaptern einzurichten. Es geht auch billiger, wie das günstige Starter-Set TL-PA511KIT für 50 Euro beweist.

An dem schwarz-weißen Paar fehlt allerdings eine Durchleitungssteckdose, die Anwender immer mit Aufpreis bezahlen müssen. Wer den Anschluss am Adapter weiter betreiben will, findet bei TP-Link das Set TL-PA251, das auf dem Papier allerdings nur einen Datendurchsatz von bis zu 200 Megabit pro Sekunde liefert. Es wäre angebracht, wenn der Hersteller eine Frontsteckdose auch in einem Set mit höherer Übertragungsrate anbietet. Beim TL-PA511KIT mit Datenraten von bis zu 500 Megabit pro Sekunde auf dem Papier fehlt übrigens auch ein Gigabit-Switch wie beim Devolo-Gerät. Das erklärt ebenfalls den vergleichsweise günstigen Preis.

Powerline-Adapter Starterkit TL-PA511KIT von TP-Link im Test

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TP-Link liefert das Set mit Ethernet-Kabeln aus. (Bild: netzwelt)

Verschlüsselung per Knopfdruck

Mehr Abstriche in Sachen Leistung und Funktionen müssen Anwender aber nicht in Kauf nehmen. Wie alle anderen Geräte im Test informiert auch das TP-Link-Modell mit drei LEDs an der Front über Stromzustand, LAN-Aktivität und Powerline-Bereitschaft. Die Farbe der Powerline-Anzeige verrät dabei den Datendurchsatz: Grün steht für ein Tempo höher oder gleich 80 Megabit pro Sekunde, Orange signalisiert einen Datendurchsatz zwischen 48 und 80 Megabit pro Sekunde und Rot bedeutet, dass weniger oder gleich 48 Megabit pro Sekunde abrufbar sind.

Bevor Netzwerkgeräte LAN-Verbindungen über die Stromleitung herstellen, müssen die beiden Adapter zunächst in den Kopplungszustand zum Austausch eines sicheren Kennworts versetzt werden. Dazu betätigt der Anwender - wie bei allen anderen Geräten im Test auch - einen Button am Powerline-Gerät, im Falle des TP-Link-Modell für jeweils eine Sekunde auf Sender- und Empfängerseite. Die Power LED-Anzeige beginnt zu blinken; nach ungefähr einer Minute sollte eine Verbindung hergestellt worden sein - sichtbar an durchgängig leuchtenden Strom-LEDs am Gerät.

Software mit Schwächen

Die unkomfortable Powerline-Managing-Software für Windows-Rechner, die TP-Link seinen Geräten auf einer CD beilegt oder die alternativ über die Herstellerseite heruntergeladen werden kann, zeigt im Netzwerk befindliche Adapter an, misst den Datendurchsatz, dient der Vergabe eines sicheren Netzwerknamens und bietet auch einfaches Quality of Service-Management. Letzteres bietet Einstellungsmögichkeiten, um bestimmte Datenverbindungen wie Online-Gaming zu priorisieren.

Leider findet die Software nur per LAN-Kabel ins Netzwerk. Im Test zeigte das Programm, das übrigens die Netzwerk-Bibliothek WinPcap ab Version 4.1.1 voraussetzt, auch nicht den zweiten Adapter an, der in einem anderen Raum mit dem Powerline-Netzwerk und dem Internet verbunden war. Manuelles Hinzufügen führte darüber hinaus zu regelmäßigen Abstürzen der Software. Einfacher installiert der Anwender neue Adapter per Kopplungsbutton. Das funktionierte im Test problemlos mit einem Powerline-Gerät von Conrad.

Datendurchsatz und Stromverbrauch

Der Datendurchsatz der TP-Link-Adapter lag bei durchschnittlichen 85 Megabit pro Sekunde. Der Wert ergibt sich aus drei Messreihen an Steckdosen in drei unterschiedlichen Räumen: Als bestes Ergebnis stellten wir einen Durchsatz von rund 93 Megabit pro Sekunde fest, als mittleres Ergebnis knapp 88 Megabit pro Sekunde. Der niedrigste gemessene Durchsatzwert lag bei rund 77 Megabit pro Sekunde.

Der durchschnittliche Stromverbrauch im Betrieb lag bei rund 4,75 Watt unter Volllast. Damit schlagen die TP-Link-Adapter mit einem Jahresverbrauch von rund 9,57 Euro auf der Stromrechnung zu Buche. Im Standby ergaben sich Messwerte von unter einem Watt.

Fazit: Günstige Adapter

Das Adapterset TP-Link TL-PA511KIT gehört zu den günstigsten Powerline-Sets im Test. Abgesehen von der Software muss man dafür aber kaum Abstriche in Kauf nehmen: Der Durchsatz liegt im guten Bereich und taugt für Anwendungsszenarien von Internet-Surfen über Online-Gaming bis hin zu Multimedia-Streaming in HD-Qualität.

Netzwelt hat eine Testserie zu Powerline-Adaptern gestartet. Bisher wurden das Set FRITZ! Powerline 520E von AVM, D-Links Powerline-Adapter DHP-P501AV, die Icy Box-Adapter IB PL500D von Raidsonic und das Powerline-Set dLAN 500 AVtriple+ von Devolo unter die Lupe genommen.

Kommentare zu diesem Artikel

Einen sehr guten Kompromiss zwischen Preis und Leistung bietet TP-Links Powerline-Adapter-Set TL-PA511KIT. Das Paar ist für rund 50 Euro erhältlich und lockt mit hohen Übertragungsraten. Das Set im netzwelt-Test.

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  • distefano2 schrieb Uhr
    AW: Günstig: Powerline-Adapter von TP-Link für schnelle Übertragungen im Test

    Seit kurzem habe ich auch die Powerline Adapter von TP Link im Einsatz. 2 funktionieren einwandfrei und ein dritter an dem ich über den TP Switch mehrere Geräte angeschlossen habe bricht nach 2-3 Stunden einfach die Netzwerkverbindung ab. Lösung zur Zeit: den TP-511 aus der Steckdose zuehen und wieder reinstecken. Nach 10 sec ist auch die Netzwerkverbindung wieder da. Das ist aber auf Dauer keine Lösung. Hat jemand eine Idee was da schief läuft?
  • L.Gerlach schrieb Uhr
    AW: Günstig: Powerline-Adapter von TP-Link für schnelle Übertragungen im Test

    ... Ausfall ... Hast Du schon versucht die beiden Adapter neu zu pairen? Klick zunächst den Pair-Button beim ersten (der, wenn ich Dich richtig verstehe noch funktioniert?) und dann den Pair-Button vom zweiten Gerät. Mitunter scheinen die TP-Link-Geräte aber Probleme mit dem Druckpunkt zu haben. Pass auf, dass der Klick auf den Knopf auch richtig funktioniert hat. Wenn das nicht hilft: Vielleicht hilft in dem Fall ein Geräte-Reset. Entweder über die Software über den PC. Dort müsste auf der ersten Seite unterhalb vom "Connect-Button" oben rechts ein "Reset-Button" zu finden sein. Ansonsten kannst Du anscheinend auch über den Pair-Knopf am Gerät resetten, indem Du diesen zehn Sekunden lang gedrückt hältst. Weitere Informationen findest Du in der Bedienungsanleitung ab Seite 16: www.tp-link.com/Resources/document/PA511_511KIT_V1_User_Manual.pdf
  • Detlef Krause schrieb Uhr
    AW: Günstig: Powerline-Adapter von TP-Link für schnelle Übertragungen im Test

    Hallo an das Team,habe mir vor einem halben Jahr den TP-LINK TL-PA111 gekauft. Bis vor ein paar Tagen alles in Ordnung,jetz Ausfall des einen Gerät. Macht sich bemerk bar kein blinken,der Dioden,kein senden oder empfangen, da durch kein Internet empfang, am Receiver. Bitte mich über meine eMAIL benachrichtigen. Mit freundlichen Grüssen Detlef Krause

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TP-Link: Gigabit Powerline-Adapter Starterkit TL-PA511KIT im Test
TP-Link: Gigabit Powerline-Adapter Starterkit TL-PA511KIT im Test
Das Powerline-Paar von TP-Link ist für 50 Euro erhältlich und damit eines der günstigsten Sets im Test.
http://www.netzwelt.de/news/91936-tp-link-gigabit-powerline-adapter-starterkit-tl-pa511kit-test.html
2012-04-23 17:02:26
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