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CamOne Infinity im Test: Mini-Kamera mit Outdoor-Gehäuse
Fürs Skifahren, Fallschirmspringen, Skaten oder Tauchen

von Jan Johannsen Uhr veröffentlicht

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Egal ob man mit dem Mountainbike durch den Wald heizt, mit dem Kajak den Gebirgsbach durchpflügt oder mit dem Paraglider durch die Lüfte schwebt: Mit einem normalen Camcorder lassen sich die Outdoor-Aktivitäten nur schwer festhalten. Deutlich besser soll dies mit der kleinen Action-Kamera CamOne Infinity samt ihrem wasserdichten Gehäuse und den beigelegten Halterungen gelingen.

Kleiner Sensor und hilfreicher Bildschirm

In der CamOne Infinity befindet sich ein nicht genauer beschriebener Bildsensor mit einer Auflösung von fünf Megapixeln, der aber angesichts der Abmessungen der winzigen Kamera nicht größer als die Chips in Kompaktkameras sein dürfte. Neben Fotos soll er vor allem Videos in Full-HD-Auflösung mit 30 Bildern in der Sekunde und in HD-Auflösung mit 60 Bildern in der Sekunde liefern.

Bei der Linse der CamOne Infinity handelt es sich um eine Festbrennweite mit fixem Fokus, die je nach Aufnahmeformat den Blickwinkel ändert. Bei Full-HD-Videos beträgt das Sichtfeld 127 Grad, bei HD-Aufnahmen sind es sogar 170 Grad. Bei Bedarf soll sich die Linse austauschen lassen, sie ließ sich im Test aber ohne weitere Hilfsmittel nicht herausnehmen.

Hilfsmittel wie verschiedene Aufnahmeprogramme, Filter oder eine Gesichtserkennung fehlen der CamOne Infinity - das stört in der Praxis aber nicht weiter, da die Kamera ja vor allem Videos liefern soll.

Auf der Rückseite befindet sich ein 1,5 Zoll kleiner Bildschirm, auf dem zwar die Farben verwaschen wirken und nicht besonders viele Details zu erkennen sind, der aber trotzdem sehr hilfreich ist. Er hilft als Sucher bei der Auswahl des Bildausschnitts und erleichtert die Bedienung, indem er das Menü der CamOne Infinity anzeigt. Der Monitor ist zwar nicht besonders leuchtstark, bietet aber ausreichend große Betrachtungswinkel.

Sechs Tasten für mehr Komfort

Die Bedienung der CamOne Infinity erfolgt über sechs Tasten auf der Oberseite der Kamera. Sofern die Funktion der Tasten nicht durch ihre Beschriftung klar wird, lässt sich ihre Bedeutung, zum Beispiel im Menü oder durch einfaches Ausprobieren, schnell herausfinden. Die Druckpunkte fallen deutlich aus, für einige Funktionen muss der Nutzer bestimmte Tasten länger gedrückt halten - zum Beispiel um das Menü zu verlassen.

In der Regel muss der Nutzer nur wenig bei der Kamera einstellen. Die Belichtungseinstellungen nimmt sie automatisch vor und andere Werte, wie die Video-Auflösung, verändern die meisten Anwender nur selten.

  • Die kleine CamOne Infinity liefert schön anzusehende Videos in HD- und Full-HD-Auflösung. (Bild: netzwelt)
  • Die Bedienung erfolgt über sechs Tasten auf der Oberseite. (Bild: netzwelt)
  • Das 1,5 Zoll große Display dient als Sucher und erleichtert durch das Anzeigen der Menüs die Bedienung. (Bild: netzwelt)
  • Die Kamera verfügt über zwei Steckplätze für je eine SD-Speicherkarte mit einer Kapazität von jeweils 32 Gigabyte sowie über einen HDMI- und einen USB-Anschluss. (Bild: netzwelt)
  • Die Kamera im Größenvergleich mit einer Hand eines Erwachsenen. (Bild: netzwelt)
  • Mit dem Unterwassergehäuse (Tauchtiefe: 40 Meter) lässt sich die Action-Kamera an Halterungen befestigen. (Bild: netzwelt)
  • Auch wenn die Kamera im Gehäuse steckt verändert sich an der Bedienung nichts. (Bild: netzwelt)
  • Mit diesem Zubehör lässt sich die Kamera schon an vielen Gegenständen anbringen, aber auch noch lange nicht überall. (Bild: netzwelt)

Die CamOne Infinity ist aufgrund ihrer Trägheit nicht für Schnappschüsse geeignet, sondern nur für geplante Aufnahmen, in deren Vorfeld der Nutzer die Einstellungen in Ruhe vornimmt. Besonders praktisch ist die Möglichkeit, das Bild zu drehen, sodass - wenn die Kamera sich zum Beispiel nur kopfüber anbringen lässt - das Video dennoch richtig herum auf dem Rechner erscheint.

Durch den Bildschirm und die insgesamt sechs Tasten gestaltet sich die Bedienung der Outdoor-Kamera CamOne Infinity deutlich komfortabler als etwa bei der GoPro HD Hero2.

Weitwinkel, Full HD und schön anzusehen

Die CamOne Infinity liefert Videos in Full-HD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Pixeln, die durch den großen Blickwinkel einen Fish-Eye-Effekt aufweisen. Zur Auswahl stehen die Aufnahmeformate MOV und MPEG. Die bewegten Bilder überzeugen mit natürlich wirkenden Farben und einer mehr als ausreichenden Detailgenauigkeit. Konturen und Kontraste gefallen ebenfalls und insgesamt spricht nichts dagegen, die Videos vorzuzeigen.

Bei Dunkelheit nimmt die Bildqualität ab, aber bei den Filmen nicht so rapide wie bei den Fotos. Die CamOne Infinity eignet sich maximal für Schnappschüsse, die jedoch oft verwackeln, da der Auslöser kräftig gedrückt werden muss und die Kamera eine lange Auslöseverzögerung aufweist. Sie kann zwar auch Ton aufnehmen, jedoch ist das Mikrofon nicht besonders sensibel. Bei den Testvideos waren kaum Geräusche zu hören.

Gehäuse, Halterungen und Anschlüsse

Die CamOne Infinity bringt 77 Gramm auf die Waage und verfügt über ein Kunststoffgehäuse. Es wirkt insgesamt ordentlich verarbeitet, nur die Abdeckung über den zwei Schächten für die MicroSD-Speicherkarten, den HDMI- und den USB-Anschluss schließt beim Testgerät nicht mehr richtig. In der Praxis ist dies weniger schlimm, da die Kamera meistens eh in ihrem wasserdichten Gehäuse steckt.

Die Speicherkarten können jeweils eine Kapazität von 32 Gigabyte haben. Zusammen bieten sie dann genug Platz, um etwa 90 Minuten lang Videos aufzuzeichnen. Dies ist die vom Hersteller angegebene Laufzeit des Lithium-Polymer-Akkus, den der Nutzer über ein USB-Kabel direkt in der Kamera auflädt.

Im Lieferumfang der CamOne Infinity befinden sich neben der Kamera und dem Gehäuse noch Halterungen für Helme, Fahrradlenker und glatte Flächen sowie eine kurze und eine lange Verlängerung, mit der sich der Blickwinkel der Kamera auch um 90 Grad drehen lässt. Im direkten Vergleich mit der GoPro HD Hero2 überzeugten die mitgelieferten Halterungen nicht - sie wirkten weniger stabil, was bei den Action-Aufnahmen nicht unwichtig ist, und deckten weniger Befestigungs-Szenarien ab als die Konkurrenz-Kamera.

Fazit: Kamera, Gehäuse, Action!

Wer nicht vor ein wenig Bastelarbeit zurückschreckt, kann die CamOne Infinity eigentlich überall befestigen und seine Abfahrten, Sprünge oder Wegstrecken festhalten. Die Kamera liefert schöne Bilder in Full-HD-Auflösung und lässt sich unkompliziert bedienen. Zudem fällt ihr Preis vergleichsweise niedrig aus.

Die unverbindliche Preisempfehlung für die CamOne Infinity beträgt 249 Euro - inklusive Gehäuse und Halterungen. Bisher halten sich die Online-Händler im Internet an diese Vorgabe.

Im direkten Vergleich mit der GoPro HD Hero2 ist die CamOne Infinity nicht nur günstiger, sondern dank des Bildschirms und der vier zusätzlichen Tasten auch deutlich bequemer zu bedienen. Zudem fällt ihre Speicherkapazität mit zwei MicroSD-Karten größer aus als bei der GoPro mit nur einer SD-Karte. Einzig bei den mitgelieferten Halterungen erhält die Hero2 den Plus-Punkt.

Kommentare zu diesem Artikel

Wer seine Outdoor-Aktivitäten in bewegten Bildern festhalten will, kann zu einer Action-Kamera wie der CamOne Infinity greifen. Der kleine Kasten liefert Full-HD-Bilder und verfügt über ein wasserdichtes Gehäuse sowie mehrere Halterungen.

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CamOne Infinity im Test: Mini-Kamera mit Outdoor-Gehäuse
CamOne Infinity im Test: Mini-Kamera mit Outdoor-Gehäuse
Wer seine Outdoor-Aktivitäten in bewegten Bildern festhalten will, kann zu einer Action-Kamera wie der CamOne Infinity greifen. Der kleine Kasten liefert Full-HD-Bilder und verfügt über ein wasserdichtes Gehäuse sowie mehrere Halterungen..
http://www.netzwelt.de/news/91934-camone-infinity-test-mini-kamera-outdoor-gehaeuse.html
2012-04-20 16:52:52
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CamOne Infinity im Test: Mini-Kamera mit Outdoor-Gehäuse