12 Titel müssen aus dem Angebot entfernt werden

Landgericht Hamburg: GEMA siegt gegen YouTube (Update)

Das Landgericht Hamburg hat im Rechtsstreit zwischen der Musikverwertungsgesellschaft GEMA und dem zu Google gehörenden Videoportal YouTube ein Urteil gefällt. Die Richter folgten der Ansicht der GEMA, dass YouTube zu wenig tue, um das Hochladen von urheberrechtlich geschützten Werken zu verhindern. Die Video-Plattform muss nun die zwölf im Verfahren exemplarisch angeführten Werke aus ihrem Angebot entfernen. Update: Google begrüßt das Urteil des Landgerichts Hamburg.

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Ein Musterverfahren, in dem die GEMA die Löschung von zwölf Werken fordert, hat die Musikverwertungsgesellschaft gewonnen. (Bild: Screenshot/YouTube)
Ein Musterverfahren, in dem die GEMA die Löschung von zwölf Werken forderte, hat die Musikverwertungsgesellschaft gewonnen. (Bild: Screenshot/YouTube)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Rechtsstreit schwillt seit Jahren
  2. 2Neue Verhandlungsrunde erwartet
  3. 3Update 16:29 Uhr: Google äußert sich
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Das Update vom 20. April um 16:29 Uhr finden Sie am Ende des Artikels.

Das meldet die Technik-Redaktion der Deutschen Presse Agentur (dpa) via Twitter. YouTube haftet dem Gericht zufolge als Störer für illegal hochgeladene Inhalte seiner Nutzer. Allerdings konnten die Richter von den zwölf angeführten Werken nur noch sieben auf der Video-Plattform finden, meldet dpa-Redakteur Christoph Dernbach via Twitter. Die anderen fünf sind offenbar bereits vollständig entfernt worden.

YouTube nutzt bereits seit Längerem ein Content-ID genanntes System, um hochgeladene Inhalte mit urheberrechtlich geschützten Werken abzugleichen. Allerdings sieht die GEMA das System als nicht effektiv genug an. Karaoke-Versionen oder Konzertaufnahmen von Liedern werden beispielsweise nicht gefunden. Deshalb hatte die GEMA YouTube aufgefordert, zusätzlich einen Wortfilter einzusetzen. Dem hat das Gericht zugestimmt, twittert der bei der Verhandlung anwesende Medienrechtsanwalt Markus Kompa. Der Filter soll Interpret und Songtitel enthalten. Die Prüfpflicht gelte aber nur für künftige Uploads und nicht für bereits hochgeladene Videos. Zudem forderte das Gericht YouTube auf, in Zukunft schneller auf gemeldete Urheberrechtsverletzungen zu reagieren und nicht wie in den angeführten Fällen erst anderthalb Monate später.

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