Klarstellung von Google-Mitbegründer
Guardian-Interview: Sergey Brin fühlt sich falsch zitiert
Google-Mitbegründer Sergey Brin fühlt sich in der Medienberichterstattung über sein Guardian-Interview falsch zitiert. Die größte Bedrohung für die Freiheit im Netz seien Regierungen, die abweichende Meinungen filtern, schreibt er in seinem Google+-Account. Digitale Ökosysteme, die nicht ganz so offen wie das Netz seien, könne man damit nicht vergleichen, schreibt er in Anspielung auf Apple und Facebook. Diese bewundere er übrigens sehr.
"Ich glaube, das Internet ist eine der größten Kräfte der letzten 25 Jahre, um weltweit Gutes zu bewirken", teilt Brin per Google+ mit. Deshalb habe er es auch als wichtig empfunden, einer Interview-Anfrage der britischen Zeitung Guardian zuzustimmen. Der Artikel sei gut geschrieben. Bei dem Text handele es sich um eine kurze Zusammenfassung einer langen Diskussion. Allerdings sei der Artikel in anderen Medien verdreht worden, weshalb er nun mit einem Google+-Eintrag die Dinge richtig stellen möchte. Brin wird in dem Text unter anderem mit der Aussage zitiert, Apple und Facebook würden restriktive "eingezäunte Gärten" bauen, indem die Unternehmen Software stark kontrollierten.
Brin bewundert Apple und Facebook sehr
Die bei weitem größte Bedrohung für die Freiheit im Netz seien Regierungen, die abweichende Meinungen filterten, teilt Brin desweiteren per Google+ mit. Dies erfolgt in manchen Ländern viel effektiver, als er es je für möglich gehalten habe. Auch die USA mache sich indes ähnliche Methoden zur Bekämpfung von Piraterie zu eigen.
Im Hinblick auf seine Haltung zu Apple und Facebook fühle er sich missverstanden. Die Methoden dieser Unternehmen seien nicht mit Regierungszensur vergleichbar. Darüber hinaus bewundere er die beiden Unternehmen sehr. Er selbst habe den Google+-Beitrag auf einem Mac-Rechner mit Apple-Tastatur geschrieben. Facebook habe zudem geholfen, Hunderte Millionen Menschen zu verbinden. Es sei ein Schlüsselwerkzeug zum Ausdruck politischer Meinungen, etwa beim Arabischen Frühling. Beide Unternehmen hätten entscheidend zum freien Fluss von Informationen weltweit beigetragen.
Worauf er in dem Guardian-Interview eigentlich hinaus wollte, sei der Wandel des Internets seit den 90ern gewesen, schreibt Brin. Damals sei Yahoo in der Lage gewesen, alle Webseiten zu listen, die es finden konnte, ohne um Erlaubnis zu fragen. Ebay, Paypal und Amazon wurden gegründet. Heute müssen bei der Gründung solcher Dienstes etliche neue Hürden überwunden werden. Und auch Google, dessen Prinzip Offenheit laute, könne sich in einigen Bereichen verbessern.


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