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Apple versus Samsung: Schlichtungsgespräche in San Francisco Richterin ordnet Schlichtungsversuch an

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Samsung und Apple unternehmen auf Anordnung von US-Richterin Lucy Koh einen letzten Versuch, ihre Rechtsstreitigkeiten außergerichtlich beizulegen. In San Francisco wollen die Chefs beider Unternehmen in den nächsten 90 Tagen verhandeln.

Apple und Samsung haben einem Vorschlag der US-Richterin Lucy Koh zugestimmt und werden innerhalb der nächsten 90 Tage versuchen, ihre juristischen Auseinandersetzungen in richterlichen Schlichtungsgesprächen beizulegen, meldet die Nachrichtenagentur Reuters. An den Verhandlungen werden sowohl Apple-Chef Tim Cook als auch Samsungs CEO Choi Geesung teilnehmen. Ein Ende des Patentkriegs bedeutet dies aber noch nicht.

Der Patentstreit zwischen Apple und Samsung könnte bald ein Ende finden. (Quelle: bluegum via sxc.hu)

Entsprechende Gespräche hatte es auch im Patentstreit zwischen Oracle und Google gegeben. Doch die Differenzen zwischen beiden Parteien waren so groß, dass Richter Paul Grewal dem US-amerikanischen Technikblog AllThingsDigital zufolge die Gespräche vorzeitig abbrach. Der Streit zwischen Google und Oracle wird aktuell in San Francisco vor Gericht ausgetragen.

In der Stadt im US-Bundesstaat Kalifornien werden auch die "Friedensgespräche" zwischen Apple und Samsung stattfinden. Geleitet werden die Schlichtungsverhandlungen von Joseph C. Spero, meldet AllThingsDigital. Neben Cook und Choi Geesung werden auch die beiden Anwälte der Unternehmen an den Verhandlungen teilnehmen. Kommt es zu keiner Einigung, dürfte Richterin Lucy Koh den Prozess im Juli eröffnen.

Juristische Auseinandersetzungen weltweit

Samsung und Apple liefern sich seit über einem Jahr einen weltweiten Rechtsstreit um Patente und Produktdesigns. Die Auseinandersetzung begann mit einer Klage von Apple in den USA. Der Hersteller aus Cupertino warf seinem Konkurrenten vor, sklavisch das Design diverser Apple-Produkte zu kopieren. Samsung konterte die Vorwürfe seinerseits mit einer Gegenklage. Den Südkoreanern zufolge verletzt Apple diverse Mobilfunkpatente von Samsung.

Laut Reuters stehen sich beide Parteien mittlerweile in über zwanzig juristischen Auseinandersetzungen in 10 Ländern gegenüber. Zudem beschäftigen sich Wettbewerbshüter in den USA und der Europäischen Union mit den Vorwürfen.

Tiefe Geschäftsbeziehungen

Ironischerweise unterhalten Apple und Samsung trotz der Differenzen umfangreiche Geschäftsbeziehungen. Der iPhone-Hersteller zählt zu den besten Kunden des südkoreanischen Konzerns und kauft bei Samsung unter anderem Speicherchips, Prozessoren und Displays für seinen Tablet-PC iPad.

Experten wie der auf Patentstreitigkeiten spezialisierte Blogger Florian Müller stehen den Verhandlungen skeptisch gegenüber und erwarten nicht, dass es zu einer Einigung kommt. Allerdings berichtete bereits Anfang April die südkoreanische Wirtschaftszeitung Maeil Business Newspaper von Gesprächen zwischen hochrangigen Mitarbeitern beider Parteien über die Beilegung des Konfliktes.

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Jan Kluczniok
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