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Toshiba Qosmio DX730 im Test
Geforce-Grafikkarte und ein Terabyte Speicherplatz

von Jan Johannsen Uhr veröffentlicht

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Der All-in-One-PC Qosmio DX730 von Toshiba vereint nicht nur einen Windows-Rechner mit einem Bildschirm, sondern spart auch noch den Fernseher und einen externen Blu-ray-Player ein. Wie sich das vielfältige Gerät in der Praxis schlägt, erfahren Sie in unserem Test.

23 Zoll Touchscreen und Blu-ray-Laufwerk

Der Toshiba Qosmio DX730 verfügt über einen 23 Zoll großen Touchscreen mit Full-HD-Auflösung. Die detailreiche Anzeige mit intensiven Farben ist nicht entspiegelt, sodass je nach Standort und vorhandenen Lichtquellen stark störende Reflexionen auftreten können. Davon abgesehen bietet der Monitor ein fehlerfreies Bild.

In unserem Testgerät mit der genauen Produktbezeichnung Qosmio DX730-10K verbaut Toshiba einen mit 2,4 Gigahertz getakteten Core i5-2430M-Prozessor sowie die über ein Jahr alte Notebook-Mittelklasse-Grafikkarte Geforce GT 540M.

Darüber hinaus verfügt der Rechner über vier Gigabyte Arbeitsspeicher und eine Festplatte mit einer Speicherkapazität von einem Terabyte. Als Betriebssystem ist auf dem Qosmio DX730 Windows 7 Home Premium vorinstalliert und mit dem Blu-ray-Laufwerk lassen sich hochaufgelöste Filme ansehen.

Multimedia ja, Gaming nein

Im Benchmarkt-Test Cinebench 11.5 erreichte der Core i5-Prozessor 2,25 Punkte, die Geforce-Grafikkarte schafft 24,73 Bilder pro Sekunde. Full-HD-Videos spielt der Rechner ruckelfrei ab und auch andere Multimedia-Anwendungen laufen einwandfrei. Für aktuelle Spiele wie L.A. Noire oder Batman: Arkham City in hoher Auflösung sowie die regelmäßige Erstellung von Multimedia-Inhalten fällt die verbaute Hardware allerdings zu schwach aus.

Festplattengeschwindigkeit 1000 GB HDD (HD Tune)
MinimumMaximumDurchschnittZugriffszeit
57,5 MB/sek.137,2 MB/sek.98,6 MB/sek.13,8 ms

Die Festplatte im 3,5-Zoll-Format dreht bis zu 7.200 Mal in der Minute und erreicht für einen herkömmlichen Speicher schnelle Transferraten. Unter Last ist der Lüfter des Qosmio DX730 deutlich zu vernehmen, lässt sich aber mit Musik in Zimmerlautstärke übertönen.

Maus, Tastatur und Fernbedienung

Toshiba legt dem Qosmio DX730 eine Tastatur, eine Maus und eine Fernbedienung bei. Die drahtlosen Geräte sind wie so viele Beigaben für den Anfang brauchbar, aber nicht so hochwertig, dass man mit ihnen ewig arbeiten möchte.

Die Maus kommt mit zwei Tasten und einem Mausrad aus. Die Tastatur bietet einen Zahlenblock und große Tasten, die einen weichen Hub und unpräzise Druckpunkte aufweisen. Die Fernbedienung verfügt im ersten Moment über verwirrend viele Tasten, aber bereits nach kurzer Zeit hat der Nutzer herausgefunden, welche er davon häufig benötigt.

  • Der All-in-One-PC entpuppt sich mit Blu-ray-Laufwerk und TV-Tuner als potentielle Multimediazentrale. (Bild: netzwelt)
  • Der 23 Zoll große Full-HD-Touchscreen ist nicht entspiegelt. (Bild: netzwelt)
  • Der Bildschirm lässt sich um etwa fünf Grad nach unten und etwa 30 Grad nach oben neigen. (Bild: netzwelt)
  • In der getesteten Variante verfügt der Rechner über ein Blu-ray-Laufwerk. (Bild: netzwelt)
  • An der Seite befinden sich die Tasten zur Steuerung des Bildschirms sowie ein Kartenlesegerät, zwei Audio-Buchsen und zwei USB-3.0-Anschlüsse. (Bild: netzwelt)
  • Auf der Rückseite des Rechners befinden sich ein LAN-, ein Antennen-, zwei HDMI- und vier USB-Anschlüsse. (Bild: netzwelt)
  • Dem Rechner liegen eine Maus, eine Tastatur und eine Fernbedienung bei. (Bild: netzwelt)

USB, HDMI und ein DVB-T-Tuner

Der Toshiba Qosmio DX730 steckt in einem weißen Kunststoffgehäuse, das eine gewisse Eleganz ausstrahlt und auch ordentlich verabeitet zu sein scheint. Für Farben sensiblen Nutzern wird auffallen, dass das Weiß von Gehäuse und der beiliegenden Tastatur sowie der Maus nicht identisch sind. Dass die Fernbedienung schwarz ist, erscheint dagegen als gewollter Bruch und stört weniger.

In dem All-in-One-PC befindet sich ein DVB-T-Tuner für die Umwandlung der Signale des digitalen Antennenfernsehens. Der Nutzer muss nur noch eine Antenne auf der Rückseite des DX730 anschließen, um zum Beispiel über das Windows Media Center fernsehen zu können.

Auf der Rückseite des Qosmio DX730 hat Toshiba neben dem Antennenanschluss noch vier USB- und zwei Audioanschlüsse sowie einen LAN-Anschluss angebracht. An der linken Seite des Gehäuses befinden sich darüber hinaus zwei USB-3.0-Anschlüsse, zwei Audio-Buchsen und ein Kartenlesegerät. Die Webcam in der Mitte des oberen Rahmens eignet sich für Videochats und die Lautsprecher am unteren Rand des Bildschirms liefern einen brauchbaren Klang

Fazit: All-in-One-PC ersetzt den Fernseher

Trotz der Reflexionen erfreuen sich spiegelnde Bildschirme größerer Beliebtheit und so hat der Toshiba Qosmio DX730 nicht nur das Potential, einen Desktop-Rechner sowie einen Bildschirm zu ersetzen. Er kann auch als Multimedia-Zentrale dienen und den Fernseher überflüssig machen.

Verarbeitung und Bedienung erweisen sich als zufriedenstellend und die Hardware reicht für die meisten Multimedia-Anwendungen aus. Nur wer auf seinem PC viel spielen will, sollte einen Bogen um den DX730 machen.

Die unverbindliche Preisempfehlung von Toshiba für den Qosmio DX730 beträgt 1.099 Euro. Einige Online-Händler bieten ihn sogar schon für rund 1.000 Euro.

Als mögliche Alternativen ohne Fernsehempfang bieten sich der Asus EeeTop ET2210 oder der Dell Inspiron One 2320 an.

Kommentare zu diesem Artikel

Dieser All-in-One-PC macht den Fernseher überflüssig: Im Qosmio DX730 von Toshiba steckt ein TV-Tuner, an den der Nutzer nur noch eine Antenne anschließen muss, um eine Multimedia-Zentrale zu erhalten.

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Toshiba Qosmio DX730 im Test
Toshiba Qosmio DX730 im Test
Dieser All-in-One-PC macht den Fernseher überflüssig: Im Qosmio DX730 von Toshiba steckt ein TV-Tuner, an den der Nutzer nur noch eine Antenne anschließen muss, um eine Multimedia-Zentrale zu erhalten..
http://www.netzwelt.de/news/91880-toshiba-qosmio-dx730-test.html
2012-04-21 10:22:11
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Toshiba Qosmio DX730 im Test