"Liga total!" gefährdet

Fußball-Bundesliga: Deutsche Telekom geht bei Rechte-Vergabe leer aus

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat die Übertragungsrechte für die Spielzeiten 2013/14 bis 2016/17 der 1. und 2. Bundesliga vergeben. Der Pay-TV Sender Sky sicherte sich die Live-Übertragungsrechte für alle Übertragungswege und setzte sich gegen den Konkurrenten Deutsche Telekom durch. Diesem droht nun das Aus für sein IP-TV-Angebot "Liga total!". Die ARD Sportschau ist dagegen gerettet.

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Das IP-TV-Angebot "Liga total!" der Deutschen Telekom steht nach dem Verlust der Rechte vor dem Aus. (Bild: Screenshot telekom.de)
Das IP-TV-Angebot "Liga total!" der Deutschen Telekom steht nach dem Verlust der Rechte vor dem Aus. (Bild: Screenshot telekom.de)
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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Verhandlungen mit Sky
  2. 2ARD Sportschau bleibt bestehen
  3. 3Axel-Springer-Verlag erhält erstmals Rechte
  4. 4DFL ist zufrieden
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Der Bonner Netzbetreiber zeigte sich von der Entscheidung enttäuscht. Man sei mit seinem Angebot bis an die Schmerzgrenze gegangen und das habe nicht gereicht, kommentierte Stephan Althoff, Leiter Kommunikation bei der Deutschen Telekom den Zuschlag für Sky im Unternehmensblog. Man respektiere aber die Entscheidung der DFL. In der aktuellen und in der kommenden Saison ändere sich zudem für Kunden erst einmal nichts, erklärte die Deutsche Telekom. 

Verhandlungen mit Sky

Wie es über die Spielzeit 2012/2013 hinaus mit dem Angebot "Liga total!" weitergeht, ist offen. "Wir werden alles daran setzen, dass unsere Kunden bei Entertain auch über 2013 hinaus die Bundesliga-Spiele live sehen können", sagte Althoff und kündigte Gespräche mit Sky an. Die Deutsche Telekom hofft dabei auf ein faires Angebot des Rechteinhabers.

Stephan Althoff, Leiter Kommunikation Telekom Deutschland kommentiert die Entscheidung der DFL. (Quelle: blogs.telekom.com)

Durch den Verkauf der TV-Rechte für die Spielzeiten 2013/14 bis 2016/17 erzielen die Clubs der 1. und 2. Bundesliga einen neuen Rekorderlös. Rund 628 Millionen Euro pro Jahr zahlen die Rechteinhaber Sky, ARD, ZDF, Sport 1 und der Axel-Springer-Verlag für die Übertragung von Bewegtbildern der Fußballspiele. Bislang erhielten die Vereine pro Jahr durchschnittlich 412 Millionen Euro.

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