Verbreitung über Word-Dokumente

Datenspionage: Neuer Mac-Trojaner entdeckt

Innerhalb weniger Tage ist erneut ein Mac-Trojaner aufgetaucht. Dieser infiziert Apple-Rechner über Word-Dokumente, wie Kaspersky mitteilt. Das Software-Unternehmen Kaspersky nennt die Schadsoftware SabPub, von Sophos wird sie Sabpab genannt.

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Hacker nutzen erneut eine Sicherheitslücke bei Java, um Schadsoftware zu verbreiten. (Bild: sxc.hu)
Hacker nutzen erneut eine Sicherheitslücke bei Java, um Schadsoftware zu verbreiten. (Bild: sxc.hu)
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Die Schadsoftware ist in der Lage, Informationen zur Datenspionage an Kontroll-Server zu verschicken. SabPub wird über Word-Dokumente verbreitetet und nutzt - ähnlich wie der Flashback-Virus - die Java-Schwachstelle CVE-2009-0563 unter Mac OS X aus, wie Kaspersky mitteilt.

Kaspersky: Hacker interessieren sich zunehmend für Mac-Rechner

"Cyberkriminalität ist ein Geschäft und das Geschäft folgt immer dem Geld," erklärt Eugene Kaspersky, CEO von Kaspersky Lab, die derzeitigen Attacken auf Mac-Nutzer. "Ab einem Marktanteil von fünf bis sieben Prozent - wie es derzeit für Mac OS X der Fall ist - kann das Ganze wirtschaftlich interessant werden."

Laut Eugene Kaspersky seien gerade Mac-Rechner verwundbar, da die Nutzer oft keine Sicherheitssoftware einsetzten und sich (bisher) weniger mit dem Thema IT-Sicherheit auseinander setzen mussten als PC-Anwender. Sophos geht indes davon aus, dass die Verbreitung weniger schlimm ausfällt als beim Flashback-Trojaner.

In der vergangenen Woche sorgte der Flashback-Trojaner für Aufregung. Kaspersky zufolge sollen über 700.000 Mac-Rechner infiziert worden sein. Apple hat inzwischen ein Sicherheits-Update veröffentlicht, um den Virus zu entfernen.  

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