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Software für das Screen-Recording
Freeware-Tools für bewegte Screenshots

von Markus Franz Uhr veröffentlicht

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Wer ein Video seines Bildschirms erstellen will, kommt mit dem Snipping Tool von Windows nicht mehr weiter. Es gibt aber zahlreiche Alternativen, die teilweise kostenlos sind.

Es gibt viele Gründe, den Inhalt seines Bildschirms aufzunehmen - zum Beispiel um ein Problem zu dokumentieren oder eine Anleitung für ein Programm zu erstellen. Netzwelt gibt einen Überblick über die im Moment beste Screen-Recording-Software, die kostenlos ist oder sich preislich zumindest im Rahmen hält.

Netzwelt zeigt die besten Screen-Recording-Tools. (Monatge: netzwelt, Bilder: Hersteller)

Das sogenannte Snipping Tool leistet unter Windows Vista und Windows 7 gute Dienste, wenn ein Foto des Bildschirminhalts aufgenommen werden soll. Allerdings hat es einen gewaltigen Makel: Es können im Moment nur statische, aber keine bewegten Bilder aufgenommen werden. Für Screen-Videos gibt es aber eine Reihe exzellenter alternativer Programme, die netzwelt in der folgenden Übersicht zusammengestellt hat.

TipCam

TipCam besitzt wohl die einfachste Oberfläche aller Programme dieser Übersicht. (Quelle: Screenshot)

Einer der beliebtesten Vertreter der Kategorie Screen-Recording-Software ist TipCam, das in der Free-Variante kostenlos ist. Die Pro-Fassung, die Videos auch in HD-Auflösung aufnehmen kann, kostet 99 US-Dollar. Das Programm besticht vor allem durch seine Einfachheit: Im Hauptfenster werden lediglich neun Knöpfe angezeigt, die gesamte Steuerung kann alternativ auch über die Funktionstasten der Tastatur erfolgen. Als Speicherformat steht sowohl FLV als auch AVI zur Wahl, auf Wunsch können Videos auch direkt ins Internet hochgeladen werden. Auch eine Zoom-Funktion zur Hervorhebung wichtiger Video-Inhalte ist vorhanden.

Camtasia

Camtasia bietet einen großen Funktionsumfang, ist allerdings auch nicht ganz billig. (Quelle: Screenshot)

Im Gegensatz zu TipCam, das unter zehn Megabyte groß und nur für Windows verfügbar ist, wirkt Camtasia geradezu gigantisch. Das Programm, das mehr als hundert Megabyte groß ist, läuft nicht nur unter Windows sondern auch auf Mac OS X und besitzt so viele Funktionen, dass die Einarbeitung auf den ersten Blick sehr schwierig wirkt. Haben sich Nutzer erfolgreich durch die Vielfalt an Möglichkeiten der Anwendung gekämpft, können sie Bildschirm-Videos auf fast jede nur erdenkliche Weise bearbeiten. Leider ist Camtasia Studio mit einem Listenpreis von 285 Euro nicht ganz billig, das kleine Schwesterprogramm SnagIt ist dafür kostenlos.

Bandicam

Bandicam eignet sich besonders für Spieler. (Quelle: Screenshot)

Bandicam bietet zwar einen deutlich kleineren Funktionsumfang als Camtasia, ist aber umfangreicher als die Software TipCam: So kann nicht nur eingestellt werden, wieviele Bilder pro Sekunde aufgenommen werden, sondern auch die Megahertzrate und Qualität der Audiodaten können frei gewählt werden. Bandicam unterstützt eine große Auswahl an Dateiformaten und zeichnet sich dadurch aus, dass auch Spieler damit arbeiten können: Nach Informationen des Herstellers können Nutzer mit Bandicam problemlos Minecraft oder WoW mitschneiden. Wer die Grenze von zehn Minuten langen Videos abstellen möchte, muss einen geringen Betrag an den Hersteller zahlen.

HyperCam

HyperCam 2.0 ist kostenlos, für die neuere Version 3 muss bezahlt werden.

HyperCam ist traditionell eine der beliebtesten Lösungen, um den Inhalt des Bildschirms aufzunehmen. Allerdings gibt es einige Verwirrung um die verfügbaren Ausgaben: Die Version 2.0, die früher von Hyperionics angeboten wurde, ist mittlerweile kostenlos erhältlich. Es wird ausdrücklich vom Einsatz der deutschen Fassung abgeraten, da nur die englische Variante neuer und stabiler ist. HyperCam 3.0, das deutlich breiter als HyperCam 2.0 aufgestellt ist, stammt von einem ganz anderen Hersteller und kostet etwa 30 Euro - und nur diese Fassung wird aktiv weiterentwickelt. HyperCam 3 lässt sich auch über die Kommandozeile steuern.

QuickTime

Auch QuickTime ist in der Lage, den Inhalt des Bildschirms als Video aufzunehmen.

Neben den zahlreichen Windows-Programmen, mit denen der Inhalt des Bildschirms aufgenommen werden kann, gibt es entsprechende Anwendungen natürlich auch für Mac OS X. Mithilfe von QuickTime sind Snow Leopard und Lion in der Lage, Videos des Bildschirms aufzunehmen: Dazu müssen die Anwender lediglich QuickTime starten und aus dem Ablage-Menü den Punkt "Neue Bildschirmaufnahme" auswählen. Alternativ ist es möglich, eine Aufnahme durch Drücken der Tastenkombination Alt+Command+N zu beginnen. Die Speicherung eines Films erfolgt im QuickTime-Format, andere Dateitypen sind leider praktisch nicht möglich.

CamStudio

CamStudio ist eines der wenigen Open-Source-Werkzeuge dieser Zusammenstellung. (Quelle: Screenshot/Hersteller)

Die meisten Screen-Recording-Produkte haben den Nachteil, dass sie - auch wenn sie kostenlos abgegeben werden - nicht quelloffen sind. Damit kann sich der Nutzer nie so ganz sicher sein, was das Programm im Hintergrund eigentlich genau macht, wenn der Inhalt des Bildschirms aufgenommen wird. CamStudio ist da zum Glück ganz anders: Als einziges Programm im Testfeld steht es unter der General Public License (GPL) und liegt damit komplett offen, sodass jeder interessierte Anwender Einblick in den Quellcode nehmen kann. Obwohl die letzte Version von CamStudio schon mehrere Jahre alt ist, leistet es bis heute gute Dienste.

Screen2Exe

Screen2Exe wandelt Videoaufnahmen in ausführbare Dateien um. (Quelle: Screenshot/Hersteller)

Screen2Exe ist das letzte Programm dieser Zusammenstellung - und vollkommen kostenlos. Wie sein Name schon andeutet, nimmt die Anwendung nicht einfach nur den Inhalt des Bildschirms auf, sondern erstellt aus einem Video eine ausführbare Datei. Damit können Anwender eine Aufnahme weitergeben, ohne sich Gedanken machen zu müssen, ob der Empfänger den gewählten Dateityp abspielen kann. Screen2Exe überzeugt durch seine sehr einfache Oberfläche, die klar in die Schritte Aufnahme, Nachbearbeitung und Sicherung gegliedert ist. Pfeile, Hinweise und andere Effekte lassen sich einfach in ein Projekt einfügen.

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Wer ein Video seines Bildschirms erstellen will, kommt mit dem Snipping Tool von Windows nicht mehr weiter. Es gibt aber zahlreiche Alternativen, die teilweise kostenlos sind.

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Netzwelt zeigt einen Überblick der besten Programme, mit denen der Inhalt des Bildschirms aufgenommen werden kann.
http://www.netzwelt.de/news/91861-software-screen-recording.html
2012-04-21 10:06:28
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2012/netzwelt-zeigt-besten-screen-recording-tools-monatge-netzwelt-bilder-hersteller-13882.jpg
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