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Icy Box-Adapter IB-PL500D im Test
Für rund 70 Euro

von Alexander Zollondz Uhr veröffentlicht

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Raidsonics kompaktes Powerline-Adapter-Set versorgt Haushalte mit Bruttodatenraten von bis zu 500 MBit pro Sekunde per Stromleitung. Aber mit welcher Geschwindigkeit können Nutzer in der Praxis rechnen? Netzwelt macht den Test.

Drittes Gerät im netzwelt-Powerline-Test ist das Adapter-Paar Icy Box IB-PL500D von Raidsonic mit Bruttowerten von bis zu 500 Megabit pro Sekunde. Im Handel ist das Set schon für rund 70 Euro erhältlich. Muss der Anwender dafür Abstriche bei der Bedienung oder beim Durchsatz in Kauf nehmen?

Das Raidsonic-Modell IB-PL500 ist kleiner als die anderen Powerline-Adapter im Test, weil keine integrierte Steckdose verbaut ist. Wer mit einem Paar mit durchleitender Steckdose von Raidsonic liebäugelt, sollte einen Blick auf die Adapter IB-PL550 werfen. Sie sind mit einem Preis von rund 96 Euro etwas teurer als das hier getestete Set. Die IB-PL500-Adapter gehen für knapp 70 Euro über die Ladentheke.

Wie auch andere Powerline-Hersteller legt Raidsonic pro Adapter ein Netzwerkkabel bei sowie eine gedruckte Schnellanleitung. Ein längeres Handbuch wird nicht mitgeliefert, sondern steht lediglich digital auf der Herstellerseite zur Verfügung.

Raidsonic Icy Box-Adapter IB-PL500D im Test

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Der Hersteller liefert die Adapter mit Ethernet-Kabel aus. (Bild: netzwelt)

Netzwerkverbindung

Die Raidsonic-Adapter sind ab Werk betriebsbereit, allerdings kommunizieren die Adapter standardmäßig nicht per individuellem Kennwort, sondern stellen eine Verbindung über den Netzwerk-Gruppennamen HomePlugAV her. Vor allem wegen der Gefahr, dass die Datenverbindung auch in die Nachbarwohnung hineinreicht, sollte zunächst ein privates Netzwerk hergestellt werden.

Wie bei anderen Powerline-Adaptern auch drückt der Anwender dazu den Kopplungsschalter, der im Falle des Raidsonic-Adapters unterhalb des Geräts sitzt. Nach Angaben des Herstellers hält man die Taste mehr als zehn Sekunden gedrückt, damit der Adapter einen neuen Netzwerknamen erhält. Nach erneuter Betätigung des Schalters für ein bis drei Sekunden wird er in den Pairing-Modus versetzt. Der neue Adapter soll das Kennwort nach Betätigung des Kopplungsschalters für ein bis drei Sekunden entgegennehmen. Damit ist das private Netzwerk eingerichtet. Die Verschlüsselung erfolgt per AES 128 Bit.

Anzeige für Datendurchsatz

Im Test schlugen unsere Versuche, ein privates Netzwerk einzurichten, allerdings regelmäßig fehl. Erst als wir den Hinweis aus der Bedienungsanleitung befolgten, die Adapter während der Einrichtung nebeneinander in Steckdosen zu schalten, konnten wir eine Netzwerkverbindung erfolgreich herstellen. Auffallend: Die Adapter geben im Betriebszustand einen nervigen, hochfrequenten Fiepston von sich.

Die erfolgreiche Einrichtung des Netzwerks wird durch eine grün leuchtende Powerline-LED an der Gerätefront angezeigt. Wie bei anderen Adaptern auch befinden sich an der Vorderseite zudem noch Leuchten für den LAN-Anschluss und für die Stromzufuhr. Bei einer blinkenden Power-LED befinden sich die Adapter im Standby-Zustand.

Wenn Daten über das Netzwerk transferiert werden, gibt die Powerline-LED Aufschluss über den Durchsatz. Ein schnelles Blinken der Leuchte steht dabei für Raten höher als 60 Megabit pro Sekunde, ein normales Blinken für einen Durchsatz zwischen zehn und 60 Megabit pro Sekunde und ein langsames Blinken signalisiert Verbindungen von weniger als zehn Megabit pro Sekunde.

Relativ hoher Stromverbrauch

Im Test maßen wir einen Durchsatz von erfreulichen 87 Megabit pro Sekunde im Durchschnitt. Damit liegt der Raidsonic-Adapter gleichauf mit dem bereits getesteten Powerline-Gerät von D-Link. Die Unterschiede zwischen den Messpunkten in verschiedenen Räumen sind gering: Als höchsten Wert ermittelten wir 93 Megabit pro Sekunde, als mittleren Wert 86 Megabit pro Sekunde und als niedrigsten Wert 81 Megabit pro Sekunde.

Zum bestehenden Netzwerk können neue Adapter leicht per Knopfdruck hinzugefügt werden. Dazu versetzt der Anwender einen bereits eingebundenen Adapter in den Kopplungsmodus und drückt am neuen Adapter ebenfalls die Verbindungstaste. Im Test klappte das mit dem getesteten DHP-P501AV von D-Link problemlos.

Raidsonic gibt als Stromverbrauch unter Last 3,8 bis 4,3 Watt an - je nachdem, mit welcher Stromspannung das Gerät betrieben wird. Unser Messgerät zeigte einen Verbrauch von 3,5 Watt an. Damit fallen für den Verbrauch insgesamt rund 7,1 Euro pro Jahr an, ein relativ hoher Wert im Vergleich zu den konkurrierenden Geräten. Im Bereitschaftsmodus maßen wir allerdings eine Leistungsaufnahme unter einem Watt.

Fazit

Der Durchsatz des Raidsonic-Adapters liegt im guten Bereich und reicht aus für Multimedia-Übertragungen im Netzwerk - auch für Dateien in HD-Auflösung. Allerdings fielen der relative hohe Stromverbrauch und die hochfrequenten Geräusche aus dem Gehäuseinneren auf. Dafür sind die Icy Box-Adapter IB-PL500D schon für 70 Euro zu haben.

Powerline stellt eine Alternative zum WLAN daheim dar. Im großen Powerline-Test vergleicht netzwelt 14 aktuelle Modelle. Neben dem Icy Box-Adapter IB-PL500D wurden bereits das Adapter-Set FRITZ! Powerline 520E von AVM und der Powerline-Adapter D-Link DHP-P501AV getestet.

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Icy Box-Adapter IB-PL500D im Test
Icy Box-Adapter IB-PL500D im Test
Sofort betriebsbereit: Raidsonics günstiges Powerline Adapter-Set Icy Box IB-PL500D ist für rund 70 Euro erhältlich. Wie macht sich das Set im Test?
http://www.netzwelt.de/news/91851-icy-box-adapter-ib-pl500d-test.html
2012-04-18 16:55:50
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/gallery/2012/4926/37517.jpg
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