Für Einhaltung des Pressekodex
Online-Aktion: Fast 100.000 Bürger wehren sich gegen Gratis-Bild-Zeitung
Gegen die geplante Gratis-Auslieferung der Bild zum 60. Geburtstag der Zeitung regt sich zunehmend Widerstand im Netz. Bei einer Online-Aktion haben innerhalb weniger Tage fast 100.000 Menschen erklärt, dass sie am 23. Juni keine Gratis-Ausgabe in ihrem Briefkasten wünschen. Mit der Kampagne will die Initiative "Alle gegen Bild", unterstützt vom Kampagnennetzwerk Campact, eine Diskussion über die nach ihrer Meinung fragwürdigen Methoden der Bild-Zeitung anstoßen.
"Keine andere Zeitung wird so oft vom Deutschen Presserat wegen Verstößen gegen den Pressekodex gerügt wie die Bild-Zeitung", sagt Susanne Jacoby von Campact. "Regelmäßig verdreht die Bild-Zeitung Tatsachen und tritt ohne jede Skrupel Persönlichkeitsrechte mit Füßen". Durch eine Verweigerung der Zustellung würden Teilnehmer der Aktion deutlich zeigen, was sie von diesen Methoden halten.
Aktion von Anwälten geprüft
Die Aktion startete am 12. April und binnen 24 Stunden registrierten sich bereits über 55.000 Menschen. Am heutigen Montag, den 16. April, waren es bereits über 98.500 und die Zahl wächst weiter.
Die Aktion sei vorab von einer Anwaltskanzlei geprüft worden. "Sollte der Springer-Verlag die Widersprüche ignorieren, kann er kostenpflichtig abgemahnt werden", erläutert Jacoby. Je mehr Menschen die Zustellung verweigern, desto größer werde der logistische Aufwand für den Springer-Verlag. Im besten Fall wird die Bild-Auslieferung an alle Haushalte undurchführbar.
Endgültige Entscheidung über Gratis-Aktion noch nicht gefallen
Doch ein Verzicht auf die Gratis-Zustellung der Jubiläums-Ausgabe genüge nicht. "Wir verlangen, dass sich die Bild-Zeitung künftig an den Pressekodex hält. Das sollte doch eigentlich nicht zu viel verlangt sein", sagt Jacoby.
Dabei ist beim Axel-Springer Verlag noch keine endgültige Entscheidung über die Auslieferung der Zeitung an 41 Millionen Haushalte getroffen worden, wie WDR.de berichtet. "Es ist richtig, dass Bild über solch eine Geburtstagsaktion nachdenkt und derzeit Gespräche mit potentiellen Anzeigenkunden führt", sagte ein Verlagssprecher WDR.de. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht gefallen.


Der Playboy und eine Zeitung aus Singapur wollen der Medienkrise mit 3D-Bildern trotzen. In der amerikanischen Juni-Ausgabe klettert das Playmate des Monats quasi aus der Seite.
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Apple und Samsung befinden sich in einem nicht enden wollenden Rechtsstreit. Im australischen Sydney möchte Samsung jetzt Nutzer auf seine Seite ziehen, indem das Galaxy S2 zum Spottpreis angeboten wird, kurz bevor das iPhone 4S auf den Markt kommt.
Medienmogul Ruport Murdoch beendet sein Tablet-Experiment. Mangels Erfolg wird die iPad-Zeitung The Daily Mitte Dezember eingestellt.





Beiträge
insgesamt 7 BeiträgeWenn man sich in kürzester Zeit über das aktuelle Tagesgeschehen informieren will, ist die Bildzeitung ideal. Ich les sie gern, bin Naturwissenschaftler.
Ich persönlich lese die Bild nicht, aber ich habe auch nichts gegen die Zeitung und ich bevormunde niemanden, der diese Zeitung liest. Jeder soll doch lesen und konsumeiren, was er möchte!
Ich habe nichts gegen Gratiszeitungen. Diese sind gute Lektüre für ein gewisses Örtchen. Danach kommt sie in den Altpapiercontainer der Schule oder des Kindergartens in unserem Ort und erfüllt da...
Zitat: Es gilt als chic, sich gegen Bild auszusprechen. Fragt man nach Gründen, hört man, es gibt genug. Bohrt man weiter, spürt man eine große Leere. Das sollte reichen,...
Ich habe meinen Antrag bereits abgeschickt.