Mögen die Spiele schon jetzt beginnen
Im Kurztest: Summer Stars 2012
Bewusster Frühstart: Um nicht gegen Segas "London 2012 - Das offizielle Videospiel der Olympischen Spiele" antreten zu müssen, bringt Publisher Deep Silver seinen Sporttitel "Summer Stars 2012" schon jetzt für PS3, Xbox 360 und Wii auf den Markt. Und auch wenn die Ringe und der Segen des IOC fehlen: Union Jack, Tower Bridge und Fackelträger im Hauptmenü machen unmissverständlich klar, dass man auch ohne teure Lizenz ein Olympia-taugliches Spiel auf die Beine stellen kann.
Insgesamt 18 Disziplinen werden in "Summer Stars 2012" simuliert - und gut die Hälfte davon ist in der Leichtathletik angesiedelt: Hoch-, Weit-, Drei- und Stabhochsprung, Sprints über 100, 200 und 400 Meter, Hürdenlauf sowie Speer und Hammerwurf - die übliche Auswahl. Dazu gesellen sich ein paar Exoten: Florett-Fechten etwa, Trampolin- und Turmspringen, Bogenschießen oder auch Mountainbiking, bei dem man mit dem Rad bergab brettert und nebenbei allerlei Tricks vollführt, um einen zusätzlichen Geschwindigkeitsschub zu bekommen.
Die Fahrten über Stock und Stein sollen sicherlich für etwas Abwechslung sorgen, erweisen sich allerdings als grafisch äußerst dröge Veranstaltung. Nur hier und da gibt's fernab der Strecke einen Pappaufsteller-Baum in der matschigen Textur-Pampa zu bewundern. Stadien und Athleten wurden mit deutlich mehr Mühe gestaltet.
Sämtliche Wettbewerbe lassen sich einzeln, in zahlreichen vorgefertigten und selbsterstellten Cups sowie in einer umfangreichen und motivierenden Karriere bestreiten, die über 90 Herausforderungen bereithält. Darin müssen meist vorgegebene Höhen, Weiten und Zeiten erzielt werden, um weiterzukommen. Gelegentlich werden aber auch die Regeln abgeändert. Dann wabern beim Bogenschießen plötzlich kleine weiße Kreise über die Scheibe und geben bei jedem Treffer mehr Punkte.
Erfolgreich absolvierte Karriere-Events werden mit Erfahrungspunkten belohnt, mit deren Hilfe nach und nach zahlreiche Fähigkeiten freigeschaltet werden können, die sich in späteren Wettkämpfen als ungemein nützlich erweisen. So lassen sich beim Hochsprung etwa zusätzlich ein paar Zentimeter herauskitzeln, weil man die Haltung in der Luft noch korrigieren kann. In Duellen mit besonders starken Gegnern gibt's obendrein leistungssteigerndes Equipment zu gewinnen. Keine Spritzen und Hormonpflaster - vielmehr bessere Schuhe, Bögen und Trikots.
PlayStation 3- und Xbox-360-Spieler haben die Wahl, ob sie klassisch ihren Controller oder doch lieber ihren eigenen Körper quälen wollen. "Summer Stars 2012" unterstützt auf beiden Systemen optional die Bewegungssteuerungen Move und Kinect. Die Gamepad-Steuerung ist bei manchen Disziplinen wie dem Speerwurf, bei dem ohnehin nur das aufleuchtende Wurfgerät darüber Auskunft gibt, ob man den idealen Winkel erwischt hat, deutlich präziser. Auch beim Fechten und Hochsprung werden nicht alle Manöver von Move und Kinect sauber erkannt. Im Gegenzug lassen sich durch wildes Armrudern beim Schwimmen Traumzeiten erreichen, beim Bogenschießen durch die ruhige Haltung deutlich mehr Punkte erzielen - und beim 400-Meter-Lauf jede Menge Kalorien verbrennen. Amüsanter ist's ohnehin, wenn sich jeder vor der Konsole zum Affen macht.
Video: Summer Stars 2012
Denn "Summer Stars 2012" läuft vor allem in geselliger Runde zu Höchstform auf - zumal die Steuerung bewusst einfach gehalten wurde und Entwickler 49Games an einen Splitscreen-Modus gedacht hat.
Im Kurztest: Summer Stars 2012
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Bild vergrößern Deep Silver erklärt mit "Summer Stars 2012" die Sommerspiele für eröffnet. (Bild: Deep Silver) - Bild 2 von 9
Bild vergrößern Beim Hochsprung kommt es vor allem auf ein gutes Timing an. (Bild: Deep Silver) - Bild 3 von 9
Bild vergrößern Beim Bogenschießen lassen sich mit Kinect und Move deutlich bessere Ergebnisse erzielen als mit dem Gamepad. (Bild: Deep Silver) - Bild 4 von 9
Bild vergrößern Mountainbiking ist die grafisch schwächste Disziplin in "Summer Stars 2012". (Bild: Deep Silver) - Bild 5 von 9
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Fazit: "Summer Stars 2012" ist ein ebenso familientaugliches wie spaßiges Sportspiel geworden, das mit einer letztlich überzeugenden Bewegungssteuerung aufwartet und deshalb höllischen Muskelkater verursachen kann.
Datenblatt
| Summer Stars 2012 | |
| Spielname | Summer Stars 2012 |
| Hersteller | 49Games |
| Vertrieb | Koch Media |
| Genre | Sport |
| Erhältlich ab | 30.03.2012 |
| Preis | ca. 40 Euro |
| EAN Code | 4020628089146 |
| Schwierigkeit | Für Einsteiger und Fortgeschrittene |
| Alter | ab 0 Jahren |
| Multiplayer | 2-4 |
| Sonstiges | |
| Bewertung Grafik | befriedigend |
| Bewertung Steuerung | gut |
| Bewertung Sound | gut |
| Bewertung Spielspass | gut |
| Bewertung Gesamt | gut |
| System | PlayStation3 |
| System | Xbox 360 |
| System | Wii |
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Testbericht: Nintendo Wii
Sie ist schwächer als Microsofts Xbox 360 oder Sonys Playstation 3, sie ist kleiner, günstiger, anders, irgendwie merkwürdig. In anderen Ländern nehmen Menschen üble Verletzungen in Kauf, um eine zu bekommen. Eine Konsole für die ganze Familie, verspricht Hersteller Nintendo. Wir meinen, Wii ist auch etwas für alle Netzweltler. ~ Michael Knott
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