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ESA verliert Kontakt zu Envisat-Satellit Mission gilt als Meilenstein der Erdbeobachtung

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Der Satellit Envisat gilt als Meilenstein der Erdbeobachtung. Zehn Jahre lieferte er Bilder von Land, Eis und Ozeanen. Nun hat die ESA den Kontakt zu dem Satelliten verloren.

Die europäische Weltraumbehörde ESA hat den Kontakt zu dem Satelliten Envisat verloren. Die Mission gilt als Meilenstein der Erdbeobachtung und dauerte mit zehn Jahren bereits doppelt so lang wie ursprünglich geplant, wie die ESA mitteilt. Um die Zeit bis zum Start des Nachfolge-Satelliten Sentinel-1 zu überbrücken, wird versucht, den Kontakt wieder herzustellen.

Dies ist eine der letzten Aufnahmen, bevor der Kontakt zum Satelliten Envisat abbrach. (Quelle: ESA)

Erste Anzeichen für Probleme traten bereits am 8. April auf, als der Kontakt zum Satelliten unerwartet abbrach und beim Überflug der schwedischen Bodenstation Kiruna keine Daten empfangen werden konnten. Das ESA-Missionskontrollteam in Darmstadt erklärte daraufhin einen "Raumfahrzeug-Notfall" und erbat sofort Hilfe von weiteren ESA-Bodenstationen weltweit. Obwohl sich Envisat in einer stabilen Erdumlaufbahn befindet, sind bislang alle Versuche, den Kontakt wieder aufzunehmen, gescheitert.

50.000 Erdumrundungen lieferten Tausende Bilder

Seit seinem Start 2002 hat der Satellit die Erde mehr als 50.000 Mal umkreist und lieferte dabei Tausende Bilder und Daten. Envisat sendete wichtige Informationen über Land- und Eismassen, Ozeane und die Atmosphäre. Die Mission gilt als Meilenstein der Umweltbeobachtung aus dem Weltraum, wie die ESA mitteilt. Mehr als 4.000 Projekte in über 70 Ländern wurden dadurch mit Daten versorgt.

Sollte das Problem weiter fortbestehen, trete ein Krisen-Abkommen mit der kanadischen Raumfahrtbehörde in Kraft. Die ESA könnte dann vorerst einen kanadischen Erdbeobachtungssatelliten nutzen. "Die Unterbrechung des Envisat-Dienstes zeigt, dass der Start der GMES Sentinel-Satelliten, die Envisat ersetzen sollen, eilt", sagt Volker Liebig, ESA-Direktor für Erdbeobachtungsprogramme. Der erste Satellit der neuen Sentinel-Missionen wird derzeit vorbereitet und soll laut Planung 2013 starten.

Hier finden Sie die Pläne von ESA-Direktor Thomas Reiter für das Raumfahrtjahr 2012.

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Lisa Hemmerich
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