"One Sony"

Neue Strategie: Sony setzt künftig auf Kameras, Gaming und Mobile

Der angeschlagene Unterhaltungskonzern Sony will künftig sein Geschäft auf die Bereiche Digital Imaging, Gaming und Mobile stützen. Die Entwicklung von Smartphones, Tablets und Notebooks soll zusammengelegt und unprofitable Tochtergesellschaften abgestoßen werden. Des Weiteren plant Sony, neue Geschäftsfelder im Bereich der Medizin-Technik und Biowissenschaften zu erschließen.

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Sonys neuer Chef Kazuo Hirai setzt künftig auf die Bereiche Kameratechnik, Gaming und Mobile. (Bild: netzwelt)
Sonys neuer Chef Kazuo Hirai setzt künftig auf die Bereiche Kameratechnik, Gaming und Mobile. (Bild: netzwelt)
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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Kamera und Gaming sind Stärken
  2. 2Entwicklung mobiler Produkte wird zusammengelegt
  3. 3Medizintechnik als neue Chance
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Wenige Tage nach seinem Amtsantritt hat Sonys neuer Chef Kazuo Hirai seine Strategie verkündet, um den angeschlagenen Unterhaltungskonzern aus der Krise zu führen. Unter dem Motto "One Sony" will der Konzern sich künftig vor allem auf die Entwicklung von Kameratechnik und auf das Geschäft mit Spielekonsolen sowie Smartphones, Tablets und Notebooks konzentrieren. In diesen drei Kernbereichen will Sony künftig ab dem Geschäftsjahr 2014 85 Prozent seines Betriebseinkommens erwirtschaften.

Kamera und Gaming sind Stärken

Vor allem im Bereich Kameratechnik sieht Hirai Potenzial. Sony habe hier bereits ausgezeichnete Produkte auf dem Markt und werde in die Weiterentwicklung dieser investieren. Bildsensoren, Blenden und weitere Kamera-Komponenten sollen dabei künftig nicht nur in Kameras des Konzerns zum Einsatz kommen, sondern auch in neuen Geschäftsbereichen wie Sicherheit und Medizin.

Im Gaming-Bereich will Sony die Attraktivität der Heimkonsole PlayStation 3 und des Handhelds PlayStation Vita durch zusätzliche Inhalte im Sony Entertainment Network steigern. Zudem sollen mehr Android-Geräte mit PlayStation-Zertifizierung erscheinen, um auch hier das Geschäft mit Download-Titeln anzukurbeln.

Entwicklung mobiler Produkte wird zusammengelegt

Die bislang getrennte Entwicklung mobiler Geräte wie Tablets, Smartphones und Notebooks wird zusammengelegt. Die mobilen Produkte sollen zudem mit Techniken aus dem Kamera- und Gaming-Bereich angereichert werden. Auch Sonys Entertainment Network mit seiner Vielfalt an Multimedia-Inhalten will Sony stärker mit den tragbaren Geräten verknüpfen.

Das TV-Geschäft will Hirai wieder ankurbeln. Eine Schlüsselrolle kommt ihm in der "One Sony"-Strategie aber nicht zu. Künftig sollen die Bravia-Fernseher aber stärker mit den Mobile-Produkten von Sony verknüpft werden. Auch in Zukunftstechniken wie OLED und "Crystal LED Display" will Sony investieren.

Medizintechnik als neue Chance

Dafür sollen unprofitable Bereiche abgestoßen oder ausgelagert werden. Der Verkauf seiner Anteile an einem LCD-Display-Joint-Venture mit Samsung ist ein erster Schritt in diese Richtung. Wachstum erhofft sich Sony dagegen in neuen Geschäftsbereichen wie Medizintechnik oder Biowissenschaften, in denen der Konzern derzeit nur sporadisch vertreten ist. Auch das Geschäft in Entwicklungsländern soll weiter intensiviert werden.

Sony musste zuletzt einen Verlust von fast fünf Milliarden Euro vermelden.

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