Drittes Urteil gesprochen

Kino.to: Fast vier Jahre Haft für Chefprogrammierer

Im Fall Kino.to ist ein weiteres Urteil gesprochen worden. Das Landgericht Leipzig entschied, dass der 29-jährige ehemalige Chefprogrammierer des Filmportals sich der massenhaften Verletzung des Urheberrechts schuldig gemacht habe.

?
?

Die ersten Urteile im Fall Kino.to wurden gesprochen. (Bild: sxc.hu)
Die ersten Urteile im Fall Kino.to wurden gesprochen. (Bild: sxc.hu)
Werbung

Das Urteil gegen den Chefprogrammierer bestätigte eine Pressesprecherin des Leipziger Landgerichts gegenüber netzwelt. Das Strafmaß legten die Richter auf drei Jahre und zehn Monate fest. Damit liegt nun ein weiteres Urteil im Fall Kino.to vor. Bereits im Dezember wurde ein 27-jähriger KfZ-Mechaniker wegen gemeinschaftlich begangener, gewerbsmäßiger Urheberrechtsverletzungen in 1,1 Millionen Fällen verurteilt.

GVU: Die Nummer zwei bei Kino.to

Wie in der Pressemitteilung der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverfolgungen (GVU) zu lesen ist, die zu Beginn des Prozesses herausgegeben wurde, stand der Chef-Programmierer in der Hierarchie direkt hinter dem Hauptverantwortlichen Dirk B. Der 29-Jährige habe Kino.to 2008 in seiner ursprünglichen Form programmiert und seitdem finanziell von dem Portal profitiert. Seine Arbeit habe zudem stetig zur Ausweitung des Angebots auf Kino.to beigetragen, schreibt die GVU.

Auch im Fall Megaupload steht demnächst eine juristische Entscheidung an. Der Server-Hoster Carpathia fordert eine Entscheidung darüber, was mit den Inhalten der ehemaligen Megaupload-Nutzer geschehen soll.

Mehr zum Thema »

Links zum Thema



Forum