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D-Link Powerline-Adapter DHP-P501AV im Test
Im Set für rund 90 Euro

von Alexander Zollondz Uhr veröffentlicht

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D-Link hat mit dem Powerline-Adapter DHP-P501AV ebenfalls ein Modell am Start, das brutto 500 MBit pro Sekunde Datendurchsatz liefert. Netzwelt hat das Modell näher angeschaut.

Der Powerline-Adapter D-Link DHP-P501AV will - wie viele seiner Konkurrenten - mit Plug-and-Play-Installation und hoher Durchsatzrate punkten. Letzteres soll auch HD-Übertragungen und andere Anwendungen ermöglichen. Hält das Modell, was es verspricht? Erfahren Sie mehr im netzwelt-Test.

Das weiße Powerline-Adapterset des Herstellers ist unter der Bezeichnung PowerLine Homeplug AV 500 Passthrough Starter Kit auf dem Markt und wird unter der Modellbezeichnung DHP-P501AV von D-Link geführt. Wie das bereits getestete Modell von AVM FRITZ! Powerline 520E besitzen die Geräte eine Steckdose an der Front, die Netzwerkgeräte direkt aufnimmt. Sinnvoll für Haushalte, in denen pro Raum jeweils nur eine einzelne Steckdose in der Wand installiert ist. Ethernet-Anschluss und Kopplungstaste befinden sich im Unterschied zum Powerline-Adapter von AVM an der Seite der Hardware.

Die Installation erfolgt einfach per Plug-and-Play: Ein Adapter, der als Sender fungiert, wird in eine Wandsteckdose gesteckt, den anderen Empfänger-Adapter nimmt eine weitere Steckdose auf - nach Angaben von D-Link auch über größere Entfernungen bis zu 200 Metern hinweg. Weitere Adapter können durch den Verbindungsschalter an der Seite des Modells hinzugefügt werden. Nach Angaben des Herstellers ist die Kompatibilität zu Geräten mit Intellon-Chipsatz gewährleistet. Für den Nutzer eine recht intransparente Angabe, weil die meisten Hersteller nicht über ihre verbaute Elektronik informieren.

D-Link Powerline-Adapter DHP-P501AV im Test

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Zwei Ethernetkabel sind im Lieferumfang enthalten. (Bild: netzwelt)

Installation per Knopfdruck

Durch den Kopplungsbutton sichert man die Adapter mit einem Schlüssel ab. Dazu muss man den seitlichen Schalter kurz gedrückt halten (nicht länger als drei Sekunden) und anschließend am anderen Adapter den Button ebenfalls kurz drücken (ebenfalls nicht länger als drei Sekunden). Die Power-LED fängt am Sender- und Empfängermodell an zu blinken. Nach kurzer Zeit tauschen die Adapter den gemeinsamen Schlüssel aus. Die Absicherung erfolgt per 128-bit AES-Codierung.

D-Link hat seinem Powerline-Adapter auch ein Netzwerk-Programm zur Konfiguration der Geräte beigelegt, das auf der freien WinPcap-Software basiert. Zum Zeitpunkt des Testberichtes fehlte auf der deutschen Support-Seite des Herstellers leider ein Link zum Herunterladen der Software.

Datendurchsatz

Auf der Vorderseite der Adapter informieren LEDs über ihren Betriebszustand. Die mittige Powerline-LED zeigt dabei nicht nur an, ob eine Verbindung zu einem Stromnetzwerk besteht oder nicht. Die Farbe der Diode soll auch über den Datendurchsatz aufklären: Grün steht für eine Geschwindigkeit von mehr als 80 Megabit pro Sekunde, gelb für ein Tempo zwischen 50 und 80 Megabit pro Sekunde. Leuchtet die LED rot, muss man mit einer Datenübertragung von weniger als 50 Megabit pro Sekunde vorliebnehmen.

In der Theorie schaffen die Adapter sogar 500 Megabit pro Sekunde; in der Praxis sind diese Werte allerdings nicht erreichbar. Der durchschnittliche Datendurchsatz lag im Test bei rund 87 Megabit pro Sekunde, wobei wir Messungen an drei verschiedenen Steckdosen vornahmen, die in unterschiedlichen Räumen installiert sind. Wie auch bei den FRITZ!Powerline 520E-Adaptern eignen sich die D-Link-Geräte auch zur Ausreizung von schnellen VDSL- und Kabel-Internet-Anschlüssen, für das Online-Gaming und HD-Streaming.

Der Stromverbrauch der D-Link-Adapter lag im verbundenen Zustand pro Gerät bei rund 2 Watt. Damit ergibt sich wie beim Modell von AVM ein Jahresverbrauch von rund vier Euro, wobei wir mit einem Kilowatt-Preis von 23 Cent pro Stunde rechneten. Im Standby-Zustand maßen wir eine Leistungsaufnahme von unter einem Watt.

Fazit

Wer auf der Suche nach Powerline-Adaptern zur Vernetzung ist, macht mit den DHP-P501AV-Adaptern von D-Link nichts falsch. Der Durchsatz ist beachtlich, sodass die Geräte auch schnelle Internetanschlüsse ausreizen. Hinzugefügt werden muss allerdings, dass sich in anderen Umgebungen auch andere Messwerte ergeben können. Das gilt aber für alle Powerline-Adapter.

Kommentare zu diesem Artikel

D-Link hat mit dem Powerline-Adapter DHP-P501AV ebenfalls ein Modell am Start, das brutto 500 MBit pro Sekunde Datendurchsatz liefert. Netzwelt hat das Modell näher angeschaut.

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  • Ma. schrieb Uhr
    AW: Guter Durchsatz: Powerline-Adapter von D-Link im Test

    Und wer lieber Drahtlosnetzwerke nutzen möchte, die die Bundesnetzagentur nach ein paar Wochen, wegen Störungen auf anderen Frequenzen (PLC = Störsender) nicht abschalten lässt, betreibt doch lieber W-Lan! Ihr bleibt auf den Kosten sitzen und dürft diese PLC-Stecker nicht mehr benutzen. (Der Handel gibt keine Informationen darüber preis, da sie sonst nichts verdienen.)

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D-Link Powerline-Adapter DHP-P501AV im Test
Integrierte Steckdose, hoher Brutto-Durchsatz: D-Link wirft den Powerline-Adapter DHP-P501AV in unserem netzwelt-Test ins Rennen.
http://www.netzwelt.de/news/91778-d-link-powerline-adapter-dhp-p501av-test.html
2012-04-16 16:55:01
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/gallery/2012/4909/37390.jpg
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