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Android Versionen: Welche sollte mein Smartphone haben?
Fragen und Antworten zur Update-Problematik

von Jan Kluczniok Uhr veröffentlicht

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Android-Handys dominieren mittlerweile den Markt, ein Update auf die neueste Android-Version 4.0 erhalten aber die Wenigsten. Lohnt der Kauf eines günstigen Android 2.x-Handys dennoch oder gehört das vermeintliche Schnäppchen bald zum alten Eisen? Dieser und anderen Fragen rund um die Android-Update-Problematik geht netzwelt nach.

Die Vielzahl unterschiedlicher Android-Versionen am Markt ist immer noch ein Problem - nicht nur für Entwickler, sondern vor allem für die Nutzer. Wird es ein Update auf Android 4.0 geben? Ergibt der Kauf eines älteren Android-Gerätes auch dann noch einen Sinn, wenn es keine Aktualisierungen mehr gibt? Netzwelt gibt Antworten auf brennende Fragen rund um die Android-Update-Problematik.

Am Markt existieren immer noch mehrere Android-Versionen parallel.

Wer mit dem Kauf eines Android-Handys liebäugelt, wird früher oder später mit dem Versionswirrwarr von Googles Handy-OS in Berührung kommen. Froyo, Gingerbread, Honeycomb und Ice Cream Sandwich sind nicht nur englische Begriffe für Leckereien, sondern auch verschiedene Android-Versionen. Welche Unterschiede zwischen ihnen bestehen und welche Version Ihr Android-Handy auf jeden Fall haben sollte - diese und andere Fragen beantwortet netzwelt nachfolgend.

Funktionen

Wie unterscheiden sich die einzelnen Android-Versionen voneinander?

Ähnlich wie bei den Desktop-Betriebssystemen Windows oder Mac OS X bringt eine neue Android-Version neue Funktionen und oftmals auch ein neues Design mit sich. Worin die Hauptunterschiede der verschiedenen Versionen liegen, verrät der netzwelt-Android Update Guide.

Zu beachten ist jedoch: Auch wenn ihr Handy nur eine ältere Android-Version nutzt, können Sie mitunter dennoch Funktionen einer neueren Android-Version zur Verfügung haben. Hersteller wie Sony, HTC oder Samsung integrieren oftmals in ihre eigenen Nutzeroberflächen zusätzliche Funktionen, die Google in das Android-System erst später einbaut, etwa Tethering oder die Möglichkeit, Screenshots zu machen. Im Umkehrschluss gilt aber auch: Nicht jedes Handy kann alle Funktionen neuerer Android-Versionen nutzen, mitunter limitiert die Hardware die Anwendungsmöglichkeiten.

Apps

Muss man damit rechnen, dass es bald keine neuen Apps mehr für ältere Android-Handys gibt? 

Während Android 4.0 Ice Cream Sandwich in aller Munde ist, läuft die neueste Version von Googles Handy-OS noch auf kaum einem Gerät. Aktuell weist Google den Marktanteil mit 2,9 Prozent aus. Zum Vergleich: Das angestaubte Android 2.1 hält derzeit noch 6 Prozent am Android-Markt. Android 2.2 Froyo kommt auf 23,1 Prozent, die einzelnen 2.3-Versionen vereinen 63,7 Prozent auf sich. Die Statistik beruht dabei laut Google auf der Zahl der Geräte, die in den letzten 14 Tagen den Google Play Store besucht haben. Die Zahlen sollen Entwicklern als Orientierung dienen und zeigen, welche Versionen noch relevant und unterstützenswert sind.

Gingerbread ist die verbreiteste Android-Version. (Quelle: Android.com)

Dementsprechend ist nicht damit zu rechnen, dass es bald nur noch Apps für Android 4.0 gibt. Solche Apps sind derzeit noch für keinen Entwickler wirtschaftlich interessant. Eine Auswertung der zehn Top-Neuheiten und der zehn erfolgreichsten Apps bei Google Play durch netzwelt zeigt, dass die meisten Android-Apps sehr genügsam sind. Rund ein Viertel der Top-Neuheiten als auch der erfolgreichsten Apps läuft bereits ab Android-Version 1.6. Die derzeit verbreitetste Version 2.3 setzte keine einzige der betrachteten Apps voraus, maximal wurde Version 2.2 verlangt. In die Auswertung mit einbezogen wurden jeweils kostenlose und kostenpflichtige Applikationen.

Updates

Welche Android-Version sollte ein Handy mindestens haben?

Mit Android 2.2 können Sie nahezu alle Apps nutzen, die Funktionsunterschiede zu neueren Android-Versionen fallen zudem gering aus. Allerdings sind in den neueren Versionen zahlreiche Sicherheitslücken gestopft worden. Daher sollte Ihr Android-Handy mindestens mit Android 2.3, am besten in der Version 2.3.4 oder höher laufen.

Für welche Geräte sind Updates verfügbar? Welche Modelle werden Updates erhalten?

Diese Frage beantwortet der netzwelt Update-Fahrplan. Die Übersicht wird stetig aktualisiert und ist nach Herstellern gegliedert.

Wieso dauert es so lange, Android-Updates zu veröffentlichen?

Die Aktualisierungen brauchen einige Zeit, da während des Entwicklungsprozesses diverse Abhängigkeiten bestehen. So müssen die Hersteller warten, bis Google den Quellcode einer neuen Android-Version veröffentlicht. Zwischen der Vorstellung einer neuen Android-Version und der Veröffentlichung des Quellcodes können schon mal einige Wochen vergehen.

Dann müssen Hersteller die Software an ihre Geräte anpassen. Haben sie zuvor an Android tiefere Änderungen vorgenommen, beansprucht dies einiges an Zeit. Es folgen interne Tests sowie Tests in den Netzen verschiedener Netzbetreiber, bis schließlich die fertige Version für die Nutzer freigegeben wird.

Was kann ich tun, wenn mein Handy kein Update mehr erhält?

Wenn der Hersteller entscheidet, kein Update mehr für ein Android-Handy zu veröffentlichen, heißt das nicht unbedigt, dass die Geräte zu schwach sind, um die nächste Version des Betriebssystems zu nutzen. Ob ein Gerät ein Update erhält, hängt nicht allein von der Hardware ab, sondern auch von weiteren Faktoren wie Verkaufserfolg und Produktstrategie.

Sollte Ihr Handy kein Android-Update mehr vom Hersteller erhalten, haben Sie noch immer die Möglichkeit, selbst Hand anzulegen und eine neuere Android-Version aufzuspielen, schließlich ist Android ein frei verfügbares System. Ganz bei Null anfangen müssen Sie aber nicht: Mit dem Cyanogen Mod und MIUI gibt es zwei Android-Distributionen im Open-Source-Bereich, die auf vielen Geräten genutzt werden können. Für die Installation wird aber das Rooten des Handys vorausgesetzt.

Fazit

Eine ältere Android-Version wie 2.1, 2.2 oder 2.3 ist derzeit im Alltag nicht unbedingt von Nachteil, ein Update oder gar das Einspielen einer alternativen Firmware samt Rooten des Handys ist zumeist nicht nötig. Die Mehrheit der Android-Apps ist abwärtskompatibel, viele Funktionen neuerer Versionen bieten bereits die Nutzeroberflächen der Hersteller, andere lassen sich per Drittanbieter-App nachrüsten. Beschränkungen bestehen hier eher durch die Hardware. Auch wenn der Hersteller keine Updates veröffentlicht, gehört ein Android 2.x-Handy also nicht automatisch zum alten Eisen.

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Android-Handys dominieren mittlerweile den Markt, ein Update auf die neueste Android-Version 4.0 erhalten aber die Wenigsten. Lohnt der Kauf eines günstigen Android 2.x-Handys dennoch oder gehört das vermeintliche Schnäppchen bald zum alten Eisen? Dieser und anderen Fragen rund um die Android-Update-Problematik geht netzwelt nach.

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Welche Android-Version sollte mein Handy haben? Ergibt der Kauf eines Smartphones auch ohne Update auf Android 4.0 Sinn? Netzwelt beantwortet alle Fragen rund um Android Updates.
http://www.netzwelt.de/news/91769-android-versionen-welche-sollte-smartphone-haben.html
2012-04-11 16:56:42
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2012/markt-existieren-immer-noch-mehrere-android-versionen-parallel-bilder-google-montage-netzwelt-13747.jpg
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