Malware erkennen und löschen
Flashback-Trojaner: Soforthilfe für infizierte Macs
Seit September 2011 sind die Sicherheitslücken in Java bekannt, die eine Installation der Schadsoftware Flashback auf Macs ermöglichen. Doch Apple reagierte spät. Anti-Virus-Software-Anbietern zufolge sind inzwischen weit über 600.000 Macs betroffen - 4.000 davon offenbar auch in Deutschland. Wie Sie herausfinden, ob Ihr Mac betroffen ist und was Sie gegen Flashback tun können, erklärt Ihnen netzwelt.
Inhaltsverzeichnis
- 1Wie kommt Flashback auf den Mac?
- 2Kritik an Apple
- 3Was macht Flashback auf dem Mac?
- 4Wie finde ich heraus, ob mein Mac betroffen ist?
- 5Wo finde ich meine UUID?
- 6Was tun bei Flashback?
Wie kommt Flashback auf den Mac?
Die Analysen von Kaspersky und Dr.Web haben unabhängig voneinander ergeben, dass zu 98 Prozent Macs von Flashback betroffen sind. Nutzer, der Apple-Rechner können sich die Schadsoftware einfangen, indem sie im Internet auf eine Webseite gelangen, die von den Flashback-Autoren entsprechend manipuliert wurde, schreibt Kaspersky auf einer eigens eingerichteten Webseite.
Dort wird der Anwender aufgefordert, eine neue Version des Flash Players zu installieren. Stimmt der Nutzer dieser Aufforderung zu, verlangt Flashback das Administrator-Passwort und installiert sich auf dem System. F-Secure zufolge installiert sich der Trojaner jedoch auch, wenn der Anwender das gewünschte Passwort nicht eingibt. Einmal im System verankert, startet sich Flashback immer wieder neu, bei jedem Neustart des Computers.
Kritik an Apple
Die über 600.000 Mac-Infektionen seien hauptsächlich auf Sicherheitslücken in Oracle's Java Software zurückzuführen, gibt Kaspersky an und auch Apple bestätigte dies in einer aktuellen Stellungnahme. Eine Untersuchung des Sicherheitssoftware-Entwicklers habe ergeben, dass am 6. April sogar 670.000 Macs betroffen waren, 4.000 davon in Deutschland. Seitdem würde die Zahl jedoch sinken.
Die Sicherheitsexperten von Dr. Web machten bereits Anfang April auf das rapide wachsende Botnetz aufmerksam und kritisierten kürzlich gegenüber dem Forbes Magazine Apples späte Reaktion und die schlechte Zusammenarbeit mit den Sicherheitsexperten, Oracle hatte schließlich bereits im Februar die Java-Lücke behoben.


Mit einem Update hat Apple mehrere Java-Sicherheitslücken behoben, die Mac-Rechner gefährdeten. Hacker hätten so einen Flashback-Trojaner einschleusen können.
Apple hat auf die enorme Ausbreitung des Flashback-Trojaners reagiert. Es werde an einer Schutzsoftware gearbeitet. Zudem sollen Botnet-Server ausgeschaltet werden.
Nun liegt auch ein Werkzeug zur Entfernung der Flashback-Malware auf Leopard-Rechnern vor. Zuvor hatte Apple nur eine Software zur Entfernung des Flashback-Trojaners für Lion und Snow Leopard veröffentlicht.
Erneut ist ein Trojaner im Umlauf, der es auf Mac-Rechner abgesehen hat und eine Java-Sicherheitslücke nutzt. Die Malware verbreitet sich über Word-Dokumente.
Das Betriebssystem von Apple gilt im Gegensatz zu Windows als virenfrei - dennoch häufen sich die Hacker-Angriffe auf die Macs. Brauchen Apple-Nutzer nun also auch ein Antivirenprogramm auf ihrem Rechner? Stimmen Sie ab und diskutieren Sie im Forum mit anderen netzwelt-Lesern.
Apple hinke in Sicherheitsfragen hinterher, findet zumindest Kaspersky-Gründer und CEO Eugene Kaspersky. Er rechnet mit einer neuen Serie von Angriffen auf Mac-Rechner, weshalb Apple seine Herangehensweise an Sicherheitsfragen ändern müsse.
Sicherheitsgefährdeter Löwe: Ein Fehler in Mac OS X Lion sorgt offenbar dafür, dass Kennwörter in Klartext auf der Festplatte mitprotokolliert werden. Unbefugte können sich Zugang verschaffen.




