Bewegte Schnappschüsse und Full-HD-Videos

Nikon 1 V1 im Test: Systemkamera mit elektronischem Sucher

Nikon hat sich mit seiner ersten Systemkamera Zeit gelassen. Die Nikon 1 V1 erschien erst über zwei Jahre nach den ersten Modellen von Panasonic, Olympus, Samsung und Sony. Um so höher sind die Erwartungen an das Gerät aus dem Hause des Spiegelreflex-Platzhirschen, der unter anderem ein neues Bajonett und ein neues Sensorformat entwickelt hat.

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Nikon 1 V1: Nikon hat für seine Systemkamera einen CMOS-Bildsensor in einer neuen Größe entwickelt. Zum Video: Nikon 1 V1

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Bildsensor im neuen Format
  2. 2Zwei Auslöser, ein Vier-Wege-Drehrad und zwei Sonderfunktionen
  3. 3HDMI-Ausgang und angenehmes Kunststoff-Gehäuse
  4. 4Fazit: Gut, aber noch nicht perfekt
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Bildsensor im neuen Format

Nikon hat für seine erste Systemkamera 1 V1 einen neuen CMOS-Bildsensor entwickelt. Mit seinen Kantenlängen von 13,2 x 8,8 Millimetern fällt der Chip im CX-Format kleiner aus als die Sensoren in Micro-Four-Thirds-Kameras, bleibt aber noch deutlich größer als die Bildsensoren von Kompaktkameras.

Zum Test trat die Nikon 1 V1 mit einem für ihr neues Bajonett passenden Objektiv mit einer Brennweite von 10 bis 30 Millimetern an. Durch die Brennweitenverlängerung um den Faktor 2,7 entspricht die praktische Brennweite 27 bis 81 Millimeter. 

Die Bilder der V1 verfügen über eine Maximalauflösung von 10,1 Megapixeln und überzeugen im Test mit einer hohen Detailgenauigkeit und natürlich wirkenden Farben. Die Kontraste fallen angenehm und die Konturen deutlich aus. Die Tiefenschärfe beschränkt sich auf einen vergleichsweise kleinen Bereich.

Nikon 1 V1 Testbilder


Da die Kamera standardmäßig ohne Blitzlicht ausgeliefert wird - optional ist es natürlich erhältlich - spielt auch das Bildrauschen bei zunehmender Lichtempfindlichkeit eine wichtige Rolle für die Nikon 1 V1.

Auch an diesem Punkt überzeugt die Systemkamera. Erst bei ISO 800 lässt sich ein leichtes Bildrauschen erkennen, wenn der Fotograf die Aufnahmen in Originalgröße betrachtet. Bei ISO 1.600 eignen sich die Bilder immer noch für den privaten Gebrauch, bei ISO 3.200 tritt allerdings ein starker Farbstich auf.

Die Videos der V1 in Full-HD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Pixeln bieten ebenfalls eine ausreichende Detailgenauigkeit und natürlich wirkende Farben. Allerdings fallen die Konturen nicht so klar aus wie bei den Fotos, der automatische Weißabgleich reagiert nicht erkennbar auf veränderte Lichtverhältnisse und der optische Bildstabilisator scheint beim Filmdreh eine Pause zu machen.

Zudem liefen die Filme bei der Wiedergabe nur sehr ruckelig und mit Störsignalen ab. Dies könnte natürlich auch am Rechner liegen, aber Full-HD-Videos von anderen Kameras laufen auf ihm flüssig.

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