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WLAN-Alternative: FRITZ!Powerline 520E Set im Test
FRITZ! Powerline 520E Set

von Alexander Zollondz Uhr veröffentlicht

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Internet und Netzwerk per Steckdose: Powerline-Adapter stellen eine Alternative zu WLAN und dem Verlegen von Patchkabeln in der gesamten Wohnung dar. Die neueste Generation der Geräte bringt sogar Brutto-Geschwindigkeiten von bis zu 500 Megabit pro Sekunde ins Heim. Netzwelt hat die neuen Modelle getestet. Den Anfang macht das Adapter-Set FRITZ! Powerline 520E von AVM.

Einfacher geht es kaum, ein Netzwerk einzurichten: Der Anwender steckt die Powerline-Adapter in die Steckdose und schon besteht eine LAN-Verbindung via Stromleitung zwischen den angeschlossenen Geräten. Die neueste Generation der Modelle erlaubt Brutto-Geschwindigkeiten von bis zu 500 Megabit pro Sekunde. Netzwelt überprüfte, was an Durchsatz wirklich zur Verfügung steht und holte deshalb 14 Adapterpaare in die Teststube. Zum Vergleich befanden sich darunter auch Modelle mit maximal 200 Megabit pro Sekunde.

Alle Powerline-Adapter beleuchten wir im Rahmen von Einzeltests. Abschließend vergleichen wir unsere Ergebnisse im Rahmen eines Sammelartikels, der auch Vor- und Nachteile von Powerline zusammenfasst. Die Testserie startet mit dem Adapter-Set FRITZ!Powerline 520E von AVM.

  • AVM legt den Adaptern zwei Ethernet-Kabel zum Anschluss von Netzwerk-Geräten bei. (Bild: netzwelt)
  • Die Adapter verfügen über eine integrierte Steckdose zum Anschluss weiterer Hardware. (Bild: AVM)
  • Die Modelle sind ab Werk mit einem individuellen Kennwort versehen, das auf der Rückseite abgedruckt ist. (Bild: netzwelt)
  • Auf der Unterseite steht ein schneller LAN-Anschluss zum Einbinden ins Netzwerk zur Verfügung. (Bild: netzwelt)
  • Reset-Taste zur Wiederherstellung und Security-Taste zum Einbinden weiterer Adapter an der Unterseite. (Bild: netzwelt)
  • Dioden auf der Vorderseite zeigen den Betriebszustand an. (Bild: netzwelt)
  • Ist Powerline aktiv, leuchtet eine LED-Diode grün. (Bild: netzwelt)
  • Der Berliner Hersteller stellt eine kostenlose Windows-Software zur Verfügung, die einen Überblick über aktive Powerline-Adapter liefert. (Bild: netzwelt)

Sender und Empfänger

AVM hält das Modell wie viele konkurrierende Geräte in schlichtem Weiß, sodass die Adapter in der Steckdose kaum auffallen. Im Gegensatz zu dem ebenfalls erhältlichen Set 500 E von AVM verfügen die Adapter über eine integrierte Steckdose. Das ist praktisch - so schließt man Netzwerk-Geräte direkt an das Powerline-Gerät an. An einer Mehrfachsteckdose sollte der Anwender die Adapter nicht betreiben, weil mit angeschlossene Geräte den Datendurchsatz senken und Störungen verursachen können.

Zum Betrieb der Adapter benötigt man lediglich zwei freie Steckdosen. Eingesteckt, zeigen grün leuchtende Power-, LAN- und Powerline-Dioden die Aktivierung des Powerline-Netzwerkes an. Per Ethernet-Anschluss auf der Unterseite der Adapter lässt sich der heimische Router einbinden, um das Internetsignal an andere LAN-Geräte wie Notebooks, Fernseher oder Streaming-Clients zu verteilen. Bei Bedarf kann man auch Netzwerkgeräte unabhängig vom Router miteinander verbinden. Die Entfernung der Steckdosen darf nach Angaben des Herstellers mehrere Hundert Meter Kabellänge im Stromnetz betragen.

Bereit zur Übertragung von HD-Inhalten

Die FRITZ!Powerline-Adapter 520E bieten auf dem Papier zwar einen Datendurchsatz von bis zu 500 Megabit pro Sekunde, aber die Geschwindigkeit ist rein theoretischer Natur. In der Praxis hängt die Signalstärke von der Qualität der Stromleitung, Verteilerdosen zwischen den Adaptern, Überspannungsfiltern, anderen Powerline-Adaptern im Einsatz und weiteren störenden Gerätschaften wie Bohrmaschinen, Küchenmixern oder Staubsaugern ab.

Wir maßen den Datendurchsatz an drei verschiedenen Steckdosen in drei verschiedenen Räumen und haben dabei drei unterschiedliche Resultate erzielt. Der schlechteste Wert lag bei 61 Megabit pro Sekunde, der höchste bei 91 Megabit pro Sekunde, der Mittelwert bei rund 75 Megabit pro Sekunde. Damit bietet der FRITZ!Powerline 520E mehr als gute Voraussetzungen, um einen VDSL 25- oder 50-Anschluss auszureizen und taugt für die Übertragung von hochauflösenden Multimedia-Inhalten in den eigenen vier Wänden.

Weitere Adapter in Betrieb nehmen

Positiv aufgefallen ist, dass das AVM-Gerät ab Werk mit einer 128-Bit-AES-Verschlüsselung versehen ist. Der Hersteller bietet eine Powerline-Software an, mit der sich das Netzwerk-Kennwort leicht ändern lässt, falls erwünscht. Darüber hinaus zeigt die Anwendung einen Überblick über Powerline-Adapter in Betrieb und bietet auch eine Stromspar-Funktion. Das mindert allerdings den Datendurchsatz am LAN-Anschluss auf theoretische 100 Megabit pro Sekunde.

Weitere Adapter lassen sich leicht ins Netzwerk hinzufügen. Im Test hat das mit einem Powerline-Modell von D-Link ohne Probleme funktioniert. Wer einen weiteren Adapter von AVM hinzufügen will, drückt die Security-Taste auf der Unterseite etwa 12 Sekunden lang. Nach dem Neustart und sobald die Power-LED durchgängig leuchtet, muss man die Security-Taste erneut drücken. Abschließend muss die Taste auf einem bereits integrierten Powerline-Adapter betätigt werden. Alternativ dient auch die AVM-Software zur weiteren Installation von Hersteller-eigenen Adaptern.

Der Stromverbrauch der AVM-Adapter lag erfreulicherweise bei nur rund zwei Watt, sodass der Jahresverbrauch bei einem Kilowatt-Preis pro Stunde von 23 Cent bei rund vier Euro liegt. Im Standby-Zustand sank die Leistungsaufnahme dann deutlich unter einen Watt ab.

Fazit: Gute Durchsatzwerte

Die FRITZ!Powerline 520E von AVM zeigen sich dank Installation per Plug & Play pflegeleicht und auch weitere Adapter lassen sich leicht per Knopfdruck hinzufügen. Die Durchsatzraten sind beachtlich und reizen VDSL-Leitungen und viele Kabelanschlüsse aus. Die Software ist ein nettes Extra, das leider nur für Windows-Rechner erhältlich ist. Das Adapterpaar ist für rund 120 Euro im Handel erhältlich.

Kommentare zu diesem Artikel

Statt ein WLAN aufzubauen oder lange Ethernet-Kabel zu verlegen, bietet sich auch Powerline zur Einrichtung eines Heimnetzwerkes an. Netzwelt hat sich die neueste Generation von Adaptern angeschaut. Der Start der Testserie erfolgt mit dem FRITZ!Powerline 520E von AVM.

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  • s.maul schrieb Uhr
    AW: WLAN-Alternative: Schnelle Powerline-Adapter von AVM im Test

    3fachstarterset post!
  • Kluggesch!ssen schrieb Uhr
    AW: WLAN-Alternative: Schnelle Powerline-Adapter von AVM im Test

    Hallo, ich würde mir diese Störungsendenden Frequenzvermüller nicht ins Haus holen. Schon weil ich selber Funkfrequenzen nutze und ich unter anderem keinen ärger mit Afu's haben möchte, die diese Geräte verteufeln, was ja auch schon mehrere Jahre bekannt ist. Dazu eine der Webseiten, z.B. tariftip.de/rubrik2/3436/3/Die-Probleme-bei-Powerline.html Dir ist schon bewusst das in deinem so tollen Artikel um eine WAN Technologie geht, also um die Versorgung von Haushalten mit Breitband/Internet über das Stromnetz, und nicht um das Nutzen der Hauseigenen Stromleitungen für LAN-Verbindungen? Ist zwar auf der Idee aufgebaut aber anders umgesetzt. Ich sag nur "Check your sources" -.-
  • Gegen Klugschwätzer schrieb Uhr
    AW: WLAN-Alternative: Schnelle Powerline-Adapter von AVM im Test

    Hallo, ich würde mir diese Störungsendenden Frequenzvermüller nicht ins Haus holen. Schon weil ich selber Funkfrequenzen nutze und ich unter anderem keinen ärger mit Afu's haben möchte, die diese Geräte verteufeln, was ja auch schon mehrere Jahre bekannt ist. Dazu eine der Webseiten Bla bla bla! Und wenn ich viel runterlade könnten wegen der Strahlung evtl. auch noch Ufo´s in meinem Garten landen........ Was für ein dämliches Geschwätz!!!!!
  • dac476 schrieb Uhr
    AW: WLAN-Alternative: Schnelle Powerline-Adapter von AVM im Test

    Hallo, ich würde mir diese Störungsendenden Frequenzvermüller nicht ins Haus holen. Schon weil ich selber Funkfrequenzen nutze und ich unter anderem keinen ärger mit Afu's haben möchte, die diese Geräte verteufeln, was ja auch schon mehrere Jahre bekannt ist. Dazu eine der Webseiten, z.B. tariftip.de/rubrik2/3436/3/Die-Probleme-bei-Powerline.html

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WLAN-Alternative: FRITZ!Powerline 520E Set im Test
WLAN-Alternative: FRITZ!Powerline 520E Set im Test
Statt ein WLAN aufzubauen oder lange Ethernet-Kabel zu verlegen, bietet sich auch Powerline zur Einrichtung eines Heimnetzwerkes an. Netzwelt hat sich die neueste Generation von Adaptern angeschaut. Der Start der Testserie erfolgt mit dem FRITZ!Powerline 520E von AVM..
http://www.netzwelt.de/news/91759-wlan-alternative-fritz-powerline-520e-set-test.html
2012-04-12 17:16:15
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WLAN-Alternative: FRITZ!Powerline 520E Set im Test