Kampf gegen den Countdown

Im Kurztest: Sine Mora

Auf den ersten Blick scheint der Download-Titel "Sine Mora" ein Side-Scroll-Shooter der ganz alten Schule zu sein: Man düst in einem Flugzeug durch die Level und schießt auf alles, was des Weges kommt. Doch der Eindruck täuscht. Die 2D-Ballerei, die in Kooperation zwischen dem ungarischen Entwickler Digital Reality und dem japanischen Avantgarde-Studio Grashopper entstand, erweist sich als echter Höllenritt mit fantastischer Grafik, überraschend tiefgründiger Geschichte, äußerst variablem Schwierigkeitsgrad und einem für das Genre ungewöhnlichen Spielkonzept.

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Sine Mora - Normal vs. Insane Gameplay Comparison Trailer: Der Side-Scrolling-Shooter Sine Mora bietet die Schwierigkeitsgrade Normal und Insane (Verrückt). Diese werden in diesem Video gegenüber gestellt und miteinander verglichen. So ist der Bildschirm auf Insane vollgestopft mit Gegnern, Kugeln und anderen Elementen, die dem Flugzeug des Spielers schaden. Erscheinen wird Sine Mora für die Xbox 360. Zum Video: Sine Mora - Normal vs. Insane Gameplay Comparison Trailer

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Zeit ist in "Sine Mora" - lateinisch für "unverzüglich" - der alles entscheidende Faktor. Vom Himmel geholte Gegner, zerstörte Geschützplattformen und eingesammelte Symbole bringen wertvolle Extrasekunden. Kollisionen und gegnerische Geschosse hingegen lassen das Zeitkonto schnell schwinden. Erreicht der Countdown, der zu Beginn eines Levels startet, die Null, heißt es "Game Over".

Bereits diesem Ansatz ist es zu verdanken, dass den Feindformationen und dem obligatorischen Kugelhagel ein wenig der Schrecken genommen wird. Schließlich führt nicht jeder Querschläger automatisch zum Abschmieren der eigenen Propellermaschine - und damit zu jeder Menge Frust. Hinzu kommen ein paar weitere, clevere Einsatzmöglichkeiten der Zeit: Mal darf bei voller Energieleiste das hektische Geschehen auf dem Bildschirm verlangsamt oder gar zurückgespult werden, mal wird ein Schild aktiviert, der allen Beschuss auf den Angreifer zurückwirft.

Selbst Genreneulinge brauchen nur wenige Anläufe, um den Story-Modus zu bewältigen, in dem sich alles um einen Krieg dreht, der nie enden mag, weil eine Partei immer wieder durch Zeitsprünge ihrer Vernichtung entgeht. Neben reichlich verschrobenen Figuren und theatralisch inszenierten Wendungen finden sich in "Sine Mora" erstaunlich viele Anspielungen, hochtrabend philosophische Themen und gigantische Bossgegner wieder, an denen man sich minutenlang abkämpft.

Versierte Zocker hingegen dürfen sich an den Modi Arcade und Score Attacks versuchen, die lediglich mit den Schwierigkeitsgraden "Hard" und "Insane" aufwarten - und "Sine Mora" zu einem knallharten Reaktionstest mit fiesem Zeitdruck und klarem Fokus auf die Highscore-Jagd werden lassen. Allerdings hat man hier auch die Möglichkeit, sich sein Wunschpaket aus freigeschaltetem Pilot, Flugzeug und Sonderfähigkeiten zusammenzustellen - im Storymodus ist Kombination stets vorgegeben.

Im Kurztest: Sine Mora

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Technisch ist "Sine Mora" schlicht eine Wucht. Die rostigen Science-Fiction-Landschaften und Gegner wurden ungemein detailverliebt vom ungarischen Entwickler Digital gestaltet. Zahlreiche Kameraschwenks bringen Tiefe in die 2D-Action. Und trotz tobenden Effektgewitters geht die Bildwiederholungsrate nie in die Knie. Ein echtes Spektakel zum kleinen Preis.

Datenblatt

Sine Mora
SpielnameSine Mora
HerstellerDigital Reality
VertriebGrasshopper Manufacture
GenreAction
Erhältlich ab21.03.2012
Preisca. 15 Euro
EAN Code1234567890123
SchwierigkeitFür Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis
Alterab 12 Jahren
Multiplayer1-2
Sonstiges 
Bewertung Grafikgut
Bewertung Steuerungsehr gut
Bewertung Soundgut
Bewertung Spielspasssehr gut
Bewertung Gesamtsehr gut
SystemXbox 360

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