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Dell Alienware X51 im Test
Konsolenersatz für das Wohnzimmer

von Jan Johannsen Uhr veröffentlicht

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Der kleinste Vertreter der Gaming-Rechner von Alienware könnte auch im Wohnzimmer eine gute Figur machen. Allerdings bleibt die Frage, was der X51 da ersetzen soll: Die Konsole, den HTPC oder doch das große Gaming-Monster?

Dell will mit dem Alienware X51 nicht mehr nur Hardcore-Gamer ansprechen, sondern vor allem Gelegenheitsspieler, die sich den kompakten Rechner statt einer Konsole als Multimedia-Zentrale ins Wohnzimmer stellen. Ob das Konzept aufgeht, zeigt unser Test.

Flotter Prozessor, starke Grafik

Dell bietet den Alienware X51 in verschiedenen Konfigurationen an. Bei unserem Testgerät handelt es sich um die teuerste der Ausführungen, die im Online-Shop des Hersteller zu finden sind.

Als Prozessor baut Dell den mit 3,4 Gigahertz getakteten Core i7-2600 ein, der vor einem Jahr eines der Flaggschiffe der Sandy-Bridge-Reihe war. Für die Grafikberechnung beim getesteten Alienware X51 ist eine Geforce GTX 555 zuständig, die seit einigen Monaten erhältlich ist.

In dem Rechner mit Windows 7 Home Premium befinden sich ein Blu-ray-Laufwerk, eine mit einem Terabyte - für den Anfang - ausreichend große Festplatte und acht Gigabyte Arbeitsspeicher, die der Rechner aber nur selten voll in Anspruch nimmt.

Der Alienware X51 ist nicht für bastelfreudige Gamer vorgesehen. Das Gehäuse lässt sich zwar nach dem Lösen einer Schraube öffnen, aber für zusätzliche oder größere Komponenten ist kein Platz vorhanden. Aufgrund des engen Raumes gestaltet sich auch der Austausch bestehender Komponenten durch gleich großen Ersatz nicht besonders komfortabel, sondern kann in einen kompletten Demontage und anschließendem Wiederaufbau enden.

Dell Alienware X51 im Test

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Eine Maus und eine Tastatur liegen dem Rechner bei.

Leistung und Lüfter

Im Benchmarktest Cinebench 11.5 erreicht der Core i7-2600 des Alienware X51 6,79 Punkte. Ein sehr guter Wert, der aber nicht reicht, um ganz oben mitzuspielen. Die Geforce GTX 555 kommt mit 53,14 Bildern pro Sekunde sehr nah an die ältere GTX 580 heran und sichert sich einen Platz in der Spitzengruppe.

Im Heaven Benchmark schafft das System unter den höchsten Einstellungen 16,7 Bilder pro Sekunde und erreicht 421 Punkte. Bei den Standard-Einstellungen sind es sogar 47,3 Bilder pro Sekunde und 1.192 Punkte.

Vom Start abgesehen, läuft der Lüfter des Alienware X51 angenehm leise. Er ist nur zu hören, wenn der Nutzer sich in weniger als 20 Zentimetern Entfernung befindet, wird dann aber bereits von Musik in Zimmerlautstärke übertönt. Dies gilt allerdings nur im Ruhezustand. Unter Last dreht der Ventilator durchaus mal auf und ist auch über größere Entfernungen zu hören.

Festplattengeschwindigkeit 320 GB HDD (HD Tune)
MinimumMaximumDurchschnittZugriffszeit
63,8 MB/sek.130,1 MB/sek.101,0 MB/sek.17,0 ms

Die Festplatte mit 7.200 Umdrehungen pro Minute erreicht gute Transferraten und leistet sich auch keine Ausrutscher nach unten. Eine kleine SSD hätte das ganze System aber trotzdem noch beschleunigen können.

Maus und Tastatur im Anhang

Dell legt dem Alienware eine Maus und eine Tastatur bei, die lange nicht perfekt sind, aber schon besser als viele andere günstige Beilagen bei Komplettsystemen. Die leichte Maus verfügt nur über zwei Tasten und ein Mausrad; Nutzer, die weitere Knöpfe benötigen, müssen zu einem anderen Modell greifen.

Die Tastatur verfügt fast über das Cherry-Standard-Layout, allerdings erheben sich ihre Tasten nur wenig über die Einfassung. Sie erfordern vergleichsweise viel Druck vom Nutzer und die Leertaste wirkt sehr locker. Für den Anfang kann man mit beiden Geräten aber den Rechner bedienen.

Anschlüsse für alles

Das Gehäuse des Alienware X51 besteht aus Kunststoff und wirkt ordentlich verarbeitet. Wie schon erwähnt ist es nicht zum Nachrüsten vorgesehen. Der Nutzer kann aber, wie bei dieser Marke üblich, die Farben der zwei Leuchten auf der rechten und linken Seite sowie die der Augen des Alienlogos auf der Vorderseite frei wählen.

Leicht zu erreichen sind die zwei USB- und zwei Audio-Anschlüsse auf der Vorderseite. Auf der Rückseite des X51 warten zusätzlich noch je zwei DVI-, HDMI- und USB-3.0-Anschlüsse sowie vier USB-2.0-Anschlüsse, ein LAN-Anschluss und sechs Audio-Anschlüsse.

Fazit: Zielgruppe unklar

Dell hat mit dem Alienware X51 einen schönen Rechner zusammengestellt, der sich zum Spielen und für Multimediaanwendungen eignet und nicht übertrieben teuer ist. Allerdings lässt sich die Zielgruppe nur schwer bestimmen.

PC-Gamer werden sicherlich lieber zu Rechnern greifen, die sie nachrüsten können. Für Konsolen-Spieler dürfte der X51 aufgrund seines im Vergleich zu ihren Spielgeräten deutlich höheren Preises keine Alternative sein. Wer nur einen Multimedia-Rechner für Filme und Musik im Wohnzimmer benötigt, findet kleinere und günstigere Modelle.

Die getestete Konfiguration des Alienware X51 kostet direkt bei Dell 1.209 Euro. Wer schon mit Core i3-2120, einer Geforce GT 545, vier Gigabyte Arbeitsspeicher und einem DVD-Laufwerk zufrieden ist, der zahlt für einen X51 mit diesen Komponenten nur 799 Euro beim Hersteller.

Für vollwertige, ältere Gaming-Rechner mit ähnlicher Ausstattung wie den Medion Erazer X5706 D oder den Atelco 4maxx! 580 SLI musste man vor einem halben Jahr beziehungsweise anderthalb Jahren noch 1.700 oder 3.000 Euro ausgeben.

Kommentare zu diesem Artikel

Der kleinste Vertreter der Gaming-Rechner von Alienware könnte auch im Wohnzimmer eine gute Figur machen. Allerdings bleibt die Frage, was der X51 da ersetzen soll: Die Konsole, den HTPC oder doch das große Gaming-Monster?

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  • L.Gerlach schrieb Uhr
    AW: Kompakter Gaming- und Multimedia-Rechner: Alienware X51 im Test

    ... Notebook (Alienware m17x) oder den Alienware X51 ... Das ist ein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen - und eine Frage, die Du Dir eigentlich nur selbst beantworten kannst. Willst Du mit dem Rechner nur möglichst mobil beispielsweise auf eine LAN-Party kommen und hast beispielsweise ein Auto? Dann könnte die Kombo PC und Monitor für Dich interessant sein. Willst Du allgemein mobil mit dem Gerät arbeiten und spielen können - ohne lange Vorbereitung und weitestgehend ohne Transport-Probleme - dann könnte das Notebook die bessere Alternative sein. Willst Du hingegen auch mobil damit arbeiten, dann wäre das Alienware-Notebook vielleicht sogar schon wieder zu klobig und schwer. Was ich Dir empfehlen würde: Mach Dir Gedanken über den hauptsächlichen Einsatzzweck und lies Dich dann hier mal rein: www.netzwelt.de/forum/pc-hardware-laptops-notebooks/108235-wichtig-lesen-bevor-postet.html und hier: www.netzwelt.de/forum/pc-hardware-laptops-notebooks/116224-wichtige-fragen-beim-notebookkauf-08-2012-a.html Anschließend schreibst Du einen neuen Beitrag hier: www.netzwelt.de/forum/pc-hardware-laptops-notebooks/ in dem Du die Fragen aus den Threads beantwortest und noch ein paar Zusatzinformationen einstreust. Die Community bei uns im Hardware-Bereich ist stark und Du wirst dort viele hilfreiche Tipps bekommen, wenn Du eine grobe Richtung vorgibst.
  • JustinDiva schrieb Uhr
    AW: Kompakter Gaming- und Multimedia-Rechner: Alienware X51 im Test

    Help! Ich bin mir nicht sicher ob ich ein Notebook (Alienware m17x) oder den Alienware X51 kaufen soll das wäre ein absoluter kauf d.h. kein zurück mehr...
  • Docmortem schrieb Uhr
    AW: Kompakter Gaming- und Multimedia-Rechner: Alienware X51 im Test

    Zielgruppe = z.B. ich! Ich überleg mir derzeit einen X51 anzuschaffen aus folgenden Hauptgründen. Ich benötige die Mobilität den Rechner auch mal zu nem Kumpel oder zur Freundin mit zu nehmen. - Also kein großer Tower Ich möchte trotzdem ein gutes Verhältnis von Performance zu Preis haben. - Also kein Laptop Des Weiteren finde ich die Vielzahl an Anschlüssen und integriertes W-Lan sehr nützlich. Die Maus und die Tastatur könnte sich Alienware jedoch gerne sparen. Erstens sind sie nicht wireless und zweitens nur die 0815 Versionen der Alienware Perepherie.
  • Bernd86 schrieb Uhr
    AW: Kompakter Gaming- und Multimedia-Rechner: Alienware X51 im Test

    Also ich habe in meinen noch zusätzlich eine 128er SSD eingebaut auf der jetzt das OS ist. Die 1TB Plette nehme ich für Daten her. Es ist nicht riesig viel Platz drin, trotzdem lassen sich neue Grafikkarten einbauen wenn sie verfügbar werden. Man muss nur auf die Größe (Länge) achten und auf den Verbrauch. Trotzdem lässte es sich also aufrüsten. Das gleiche gilt für CPU und Speicher.
  • capa schrieb Uhr
    AW: Kompakter Gaming- und Multimedia-Rechner: Alienware X51 im Test

    Hallo Bernd86! Du hast recht! Vielen dank für den Hinweis. Aber zum Nachrüsten lädt der Rechner trotzdem nicht ein. Platz für größere oder zusätzliche Komponenten ist nicht vorhanden. Zudem lassen sich die einzelnen Elemente nicht so komfortabel wie bei einem Tower-Gehäuse wechseln. Grüße Capa
  • Bernd86 schrieb Uhr
    AW: Kompakter Gaming- und Multimedia-Rechner: Alienware X51 im Test

    Das Gehäuse lässt sich nach entfernen von nur einer einzigen Schraube öffnen.

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Dell Alienware X51 im Test
Dell Alienware X51 im Test
Konsole? Multimedia-PC? Gaming-Rechner? - Der Dell Alienware X51 ist von allem etwas, aber keins von allem komplett.
http://www.netzwelt.de/news/91727-dell-alienware-x51-test.html
2012-04-08 09:21:55
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/ubuntu-1110-ersetzt-thunderbird-e-mail-client-evolution-bild-netzwelt7077.jpg
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