Vorwurf des Patentmissbrauchs

Kartellrecht: EU-Kommission eröffnet Verfahren gegen Motorola

Die Europäische Kommission hat zwei kartellrechtliche Verfahren gegen Motorola Mobility eingeleitet. Einerseits soll untersucht werden, ob der US-amerikanische Handyhersteller essenzielle Standard-Patente genutzt habe, um den Wettbewerb zu verzerren. Andererseits wird geprüft, ob die von Motorola angestrebten Verkaufsverbote gegen Apple- und Microsoft-Produkte wie das iPhone, iPad und die Xbox gegen Vereinbarungen verstoßen.

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Die Beschwerden von Apple und Microsoft bezüglich ihres Konkurrenten haben die Europäische Kommission auf den Plan gerufen. Diese wird nun untersuchen, ob Motorola essenzielle Standard-Patente zu fairen Bedingungen anbietet oder ob es seine Marktposition ausnutzt, wie die Kommission mitteilte. Motorola hält unter anderem Patente an 2G und 3G-Technologien, am H.264-Standard zur Videokompression und WLAN.

Im Januar hatte die Kommission bereits Untersuchungen gegen Samsung eingeleitet. Dabei geht es um Patente, die mit dem Mobilfunk der dritten Generation (3G) zusammenhängen. Samsung führte diese bei Rechtsverfahren an, um Verkaufsverbote von Konkurrenzprodukten durchzusetzen. 

Die Kommission hatte zuvor am 13. Februar der Übernahme von Motorola Mobility Inc durch Google zugestimmt.

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