Im Gespräch mit Bettina Müller

Videointerview: Die GEMA über YouTube, ACTA, Sven Regener und Co.

Es gibt wohl kaum eine andere Organisation in Deutschland, über die so heftig debattiert wird wie die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte - die GEMA. Besonders im Netz ist die Kritik groß. Einmal wird ihr die Unterstützung des Anti-Piraterieabkommens ACTA vorgeworfen, ein anderes Mal wird ihr juristisches Vorgehen gegen YouTube oder RapidShare missbilligt. Doch wie steht eigentlich die GEMA zu all dieser Kritik und wie sieht es aktuell in dem Gerichtsverfahren mit YouTube aus? Netzwelt hat nachgefragt.

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Die GEMA im Gespräch: Was denkt die GEMA eigentlich über Sven Regeners Wutausbruch und was hält sie von einem Warnhinweismodell nach französischem HADOPI-Vorbild. All diese Fragen beantwortet Pressesprecherin Bettina Müller im Video-Interview mit netzwelt. Zum Video: Die GEMA im Gespräch

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Keine Verhandlungen mit YouTube
  2. 2Müller: Wir wollen schneller sein, können aber nicht.
  3. 3Spotify und iTunes Match
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An einem verregneten Schmuddelwetter-Tag traf netzwelt Bettina Müller, die Leiterin für Kommunikation und Public Relations bei der GEMA, im Literaturhaus Hamburg. Zur Sprache kamen Thematiken, die das Netz derzeit beschäftigen wie das Verfahren gegen Googles Videoplattform YouTube, das sich bereits seit 2009 hinzieht und in dem am 20. April eine Entscheidung erwartet wird. Müller hatte diesbezüglich jedoch keine guten Nachrichten zu verkünden. Auch nach dem Urteil des Hamburger Landgerichts wird es keine Einigung zwischen den streitenden Parteien geben.

Keine Verhandlungen mit YouTube

"Aktuell gibt es keine Verhandlungen", sagte die Pressesprecherin gegenüber netzwelt. Nach der richterlichen Entscheidung ist damit zu rechnen, dass die Verliererseite in Revision geht. Was vor allem daran liege, dass das Videoportal nicht an einem Lizenzvertrag mit der Verwertungsgesellschaft interessiert sei und sich selbst nicht als Content-Provider sehe, sondern als Host-Provider und somit als nicht lizensierungspflichtig.

Auch in Zukunft werden Nutzer also sehr wahrscheinlich gesperrte Videos auf YouTube sehen. Dies liege jedoch ebenfalls nicht an der GEMA, sondern an Googles Videoportal selbst. Denn es werden auch Videos von Künstlern mit dem allseits bekannten Hinweis versehen, die gar nicht Bestandteil des Gerichtsverfahrens sind, erklärte Müller.

Die Verwertungsgesellschaft könne jedoch nichts gegen den YouTube-Hinweis tun, denn der Verweis auf die GEMA ist im Konjunktiv formuliert und somit juristisch nicht anfechtbar. Der Image-Schaden ist für Müller in den Foren im Netz genauso wie im Twitter-Kanal der Gesellschaft deutlich spürbar. "Es ist eine schwierige Situation. Auch für uns."

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