Die gut klingende Alternative zum Smartphone

Sony Walkman Z im Test: Der erste Walkman mit Android

Wer sich über die Gründe, sich einen reinen MP3-Player zuzulegen, Gedanken macht, ist hier an der falschen Adresse. Musikliebhaber, die diese Frage aus dem Schlaf mit "Ich will besten Klang" beantworten, sollten jedoch aufhorchen: Mit der Z-Serie schickt Sony das neue Flagschiffmodell der Walkman-Reihe ins Rennen gegen Apples iPod Touch und die Galaxy-Player-Serie von Samsung. Argumente: Tegra-2-Prozessor, riesiger Touchscreen, voller Zugang zum Android Market. Beim näheren Hinsehen entdeckt man jedoch auch ein paar Ungereimtheiten.

?
?

Kaum Zubehör: Leider spendiert Sony seinem ersten Android-Walkman lediglich mittelprächtige Kopfhörer und ein USB-Kabel. (Bild: netzwelt)
Kaum Zubehör: Leider spendiert Sony seinem ersten Android-Walkman lediglich mittelprächtige Kopfhörer und ein USB-Kabel. (Bild: netzwelt)
Anzeige

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Unboxing und Verarbeitung
  2. 2Anschlüsse
  3. 3Keine Kamera, keine Speicherplatzerweiterung
  4. 4Hörtest
  5. 5Abspielbare Formate und Software
  6. 6Spiele und Zugang zum Netz
  7. 7Weitere Funktionen
  8. 8Fazit
Werbung

Obwohl nahezu vollständig aus Kunststoff gefertigt, ist der Walkman Z, in unserem Fall hört das Testgerät auf die Bezeichnung NWZ-Z1050 (16 Gigabyte, Schwarz/Lila), eine massige Erscheinung. 153 Gramm Gewicht bringt er auf die Waage. Zum Vergleich: Apples iPod Touch wiegt mit 101 Gramm deutlich weniger und ist in ein Metallkleid gehüllt. Das anständige Gewicht ist zum Teil aber auch dem deutlich größeren Display geschuldet. Im Walkman sitzt ein 4,3 Zoll großes Display, im Apple iPod nur eine 3,5 Zoll große Anzeige. Samsungs Galaxy Player ist wahlweise mit einer Display-Größe von 3,6, 4,0 oder 5,0 Zoll erhältlich. 

Unboxing und Verarbeitung

Den Lieferumfang des Walkman Z beschränkt Sony auf das absolut Notwendige. So vermisst netzwelt zum Beispiel Dreingaben wie ein Putztuch oder eine Tasche. Schmerzlicher ist aber das Fehlen eines Netzteiles. Lediglich USB-Kabel samt proprietärem Anschluss und In-Ear-Kopfhörer finden sich in dem kompakten Karton. Dürftig, wenn man bedenkt, dass Sony den Walkman Z nicht unter 270 Euro über die Ladentheke schiebt.

Ein klein wenig entschädigt wird, wer den Sony Walkman in die Hand nimmt. Satt und zufrieden liegt er dort, fast schon wie ein ausgewachsenes Smartphone. Einen ganz so edlen Eindruck wie Sonys aktuelles Android-Smartphone-Flaggschiff Xperia S hinterlässt er zwar nicht, aber Welten liegen auch nicht dazwischen. Die Rückseite, im Falle des Testgeräts von netzwelt ganz in Lila gehalten, ist leicht geschwungen, was sich angenehm bemerkbar macht, hält man den Player horizontal in den Händen. Fast kommt ein wenig Playstation-Feeling auf, doch leider handelt es sich beim Walkman Z nicht um ein PS-zertifiziertes Gadget.

Die geschwungenen Kanten des Walkmans dürften nicht lange so schön unversehrt aussehen wie auf den Hochglanzfotos im Netz. Im netzwelt-Test fiel bereits am ersten Tag auf, dass der dort angebrachte Lack schnell abblättert. Dazu reicht es unter Umständen bereits aus, den Player etwas ungeschickt auf einem Tisch abzulegen. 

Links zum Thema



Forum