Spannungen bei Zusammenarbeit
CERN: Verantwortliche nach Neutrino-Experiment zurückgetreten
Ein falsches Messergebnis bei der Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN) hat nun offenbar zwei Rücktritte nach sich gezogen. Der Sprecher und der physikalische Koordinator des OPERA-Projekts sind zurückgetreten, wie das britische Wissenschaftsmagazin New Scientist berichtet.
Was die Forscher des CERN im September vergangenen Jahres veröffentlichten, glich einer Sensation: Ihre Messergebnisse, die sich später als falsch herausstellten, legten nahe, dass Neutrinos sich schneller als Licht bewegen. Das hätte Albert Einsteins Relativitätstheorie auf den Kopf gestellt.
Frühe Veröffentlichung der Ergebnisse umstritten
Die Wissenschaftler trauten ihren Ergebnissen jedoch nicht und riefen Forscherteams weltweit dazu auf, die Resultate des Experiments zu bestätigen oder zu widerlegen. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass Fehler in der Messanlage womöglich zu dem sensationellen Ergebnis führten.
Die frühe Veröffentlichung der Untersuchungsergebnisse war stark umstritten. Nun sind der Sprecher Antonio Ereditato von der Universität Bern und der Projektkoordinater Dario Autiero vom Institut für Nuklearphysik in Lyon zurückgetreten. Beide gaben Spannungen bei der Zusammenarbeit als Gründe an, wie der New Scientist berichtet.
Rücktritt sei keine Bestrafung für Fehler
Autiero sagte, er habe die Ergebnisse veröffentlichen müssen, weil es ab einem gewissen Punkt unmöglich gewesen sei, sie vor der Öffentlichkeit geheimzuhalten. Er habe sich nicht zum Rückritt genötigt gefühlt. Sein Rücktritt solle nicht als Bestrafung für Fehler bei dem Experiment gesehen werden. "Ich denke nicht, dass das die Nachricht sein sollte, sonst arbeitet niemand mehr seriös", sagte er. Autiero wird weiter als Forscher für das OPERA-Projekt arbeiten.


Im Teilchenbeschleuniger LHC prallten in dieser Woche Protonen mit Rekordgeschwindigkeit aufeinander. Mit dem Experiment wollen die Wissenschaftler Erkenntnisse über die Entstehung des Universums gelangen. Sind die hohen Kosten für die Versuche gerechtfertigt? Und: birgen sie Risiken? LHC - notwendige Grundlagenforschung oder Eurograb?
Im weltweitgrößten Teilchenbeschleuniger LHC haben Forscher der Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN) erstmals Koppelungseffekte zwischen Teilchen, die bei einem Zusammenstoß zweier Protonen entstehen beobachtet. Die Ursache hierfür ist noch ungeklärt.
Eine aufregende Entdeckung: Astronomen sind auf einen neuen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems gestoßen. Gliese 581g erfüllt nach Ansicht der Experten Bedingungen für Wasservorkommen. Damit könnte auf dem Himmelskörper auch Leben entstehen.
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Forscher des CERN haben möglicherweise Einsteins Relativitätstheorie in einem Punkt widerlegt. Experimente an dem Institut ergaben, dass die ultraleichten Teilchen Neutrinos schneller sind als Licht. Einsteins Theorie ging davon aus, dass so etwas nicht möglich sei.
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insgesamt 1 Beitragdieser Rucktritt sei nicht ganz zu verstehen. Zunächst wäre es hilfreich zu verstehen unter welche Spannungen bei der Zusammenarbeit gegeben hat, wenn es nicht doch um die umstrittene Ergebnis ging. Wenn er es...