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Größe von PDFs reduzieren
Verkleinern mit Word, OpenOffice und Co.

von Markus Franz Uhr veröffentlicht

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Das PDF hat sich auf breiter Front etabliert, da Dokumente damit auf jedem Rechner absolut gleich aussehen. Im Grunde gibt es an dem Format nichts zu kritisieren, nur die Dateigröße bereitet manchen Nutzern Probleme. Netzwelt erklärt, wie ein zu großes PDF kleiner wird.

Das PDF ermöglicht es, Dokumente plattformübergreifend identisch darzustellen, wodurch das Format sich großer Popularität erfreut. Präsentationen und Dokumente mit vielen Bildern nehmen jedoch schnell eine Größe an, die beispielsweise beim Versenden der Datei per E-Mail problematisch werden kann. Netzwelt zeigt, wie die PDF-Größe erträglich bleibt.

PDFs können sehr schnell sehr groß werden - es sei denn, man beachtet einige Hinweise.

Microsoft spendiert dem nächsten Windows ein Programm, das längst überfällig ist: Mit dem neuen Windows Reader können endlich PDFs angezeigt werden, ohne dass Anwender erst umständlich den Adobe Reader installieren müssen. Das dürfte dem - ohnehin schon sehr beliebten - Format noch einmal Auftrieb geben.

Grafiken

Obwohl PDF damit den Kampf gegen Microsoft XPS gewonnen und sich auf breiter Front durchgesetzt hat, ist das Format natürlich längst nicht perfekt. Insbesondere klagen Nutzer immer wieder darüber, dass PDFs sehr schnell auf mehrere Dutzend Megabyte anwachsen. In den meisten Fällen sind daran Bilder oder andere grafische Elemente schuld: Diese sollten gleich vorab entsprechend bearbeitet werden, sodass sie nicht größer als unbedingt nötig sind.

Für ein gewöhnliches Dokument im DIN-A4-Format genügt es, wenn Bilder eine Breite von 1000 Pixeln haben - wer ein Foto also direkt von der Digitalkamera nach Word kopiert, macht eindeutig etwas falsch. Stattdessen sollte es zuvor geschnitten und entsprechend verkleinert werden. Auch eine reduzierte Qualität, die sich in den JPEG-Optionen einstellen lässt, hilft dabei.

Microsoft Office

Nicht selten wird aber erst beim Export eines Dokuments bemerkt, dass das erstellte PDF sehr groß ist. Hier ist eine Bearbeitung aller Bilder sehr aufwendig und damit nicht mehr praktikabel. Stattdessen bietet es sich in diesem Fall an, einen Blick auf die Optionen des Büropakets selbst zu werfen: So gibt es zum Beispiel in Microsoft Office die Möglichkeit, Dokumente nicht nur in Standard-Qualität, sondern auch der sogenannten "Mindestgröße" zu veröffentlichen.

Dabei werden besonders Bilder und andere grafische Elemente (Zeichnungen, Diagramme etc.) stärker komprimiert, als es für einen späteren Ausdruck im Standardmodus nötig wäre. Im Export-Dialog bieten Word, Excel und Co. einen Knopf für erweiterte Einstellungen, in denen nicht nur die Sicherheit angepasst werden kann, sondern sich auch die Dateigröße genauer regeln lässt.

Microsoft Word bietet beim Export die Möglichkeit erweiterter Einstellungen.

OpenOffice

Noch mehr Optionen als Microsoft Office bieten nur freie Programme wie OpenOffice oder LibreOffice. Auf den ersten Blick sorgt dies bei unerfahrenen Nutzern zwar für Verwirrung, Profis gibt die Software aber dafür maximale Freiheit: Sie können den Grad der Komprimierung im Dokument eingefügter Bilder nach dem JPEG-Verfahren stufenlos regeln, also zum Beispiel auch 83 statt 50 Prozent einstellen. Ferner ist es möglich, nicht an JPEG zu drehen, sondern an der reinen Auflösung: Mit einem Klick können alle Grafiken auf 300 dpi oder einen anderen Wert herunter geregelt werden, was selbst für einen Ausdruck noch reichen sollte.

Wer in OpenOffice oder LibreOffice zusätzlich Lesezeichen, Formulare und anderen oftmals unnötigen Ballast ausschaltet, kann noch etwas mehr Dateigröße einsparen. Eines müssen Nutzer allerdings beachten: Den ausführlichen PDF-Dialog bekommen sie nur zu Gesicht, wenn sie über das Datei-Menü gehen. Wer auf das PDF-Symbol in der Symbolleiste klickt, muss sich mit viel weniger Optionen abfinden.

Mit den meisten Optionen können OpenOffice und LibreOffice aufwarten.

Apple iWork

Am einfachsten von allen Büropaketherstellern macht es sich Apple. Der IT-Konzern aus Cupertino ist sich des Problems offenbar nicht einmal ansatzweise bewusst: In den iWork-Programmen für Mac OS X können Nutzer lediglich auswählen, ob die Bildqualität gut, besser oder "optimal" sein soll - mehr geht nicht, es gibt keine weiteren Einstellungen. Noch schlechter sieht es bei Pages, Keynote und Numbers für iOS aus: Wer sein Dokument auf dem iPad oder iPhone geschrieben hat, muss sich mit der Größe seines PDFs zufriedengeben - es gibt hier keine Option, um etwas an der Größe zu machen. Apple sollte das dringend nachbessern.

Apple lässt seinen Anwendern nur sehr wenig Auswahl.

Korrekturen

Es gibt Fälle, da hilft weder die Anpassung der Bilder vor dem Export noch die Nutzung bestimmter Optionen: Ist ein PDF einmal erstellt und das Original nicht mehr vorhanden, müssen Nutzer direkt an diesem die Dateigröße optimieren. Dazu gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder drucken sie das PDF noch einmal mithilfe eines virtuellen PDF-Druckers in eine zusätzliche Datei aus und achten dabei auf die Komprimierung - oder sie nutzen Adobe Acrobat, um die Größe zu verringern. Mithilfe der (recht teuren) Software können PDFs auch nachträglich noch problemlos bearbeitet werden, um zum Beispiel ein besonders großes Bild durch eine kleinere Version zu ersetzen. Wer Acrobat nicht kaufen will, sollte sich Alternativen wie beispielsweise Nitro PDF Professional ansehen.

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Das PDF hat sich auf breiter Front etabliert, da Dokumente damit auf jedem Rechner absolut gleich aussehen. Im Grunde gibt es an dem Format nichts zu kritisieren, nur die Dateigröße bereitet manchen Nutzern Probleme. Netzwelt erklärt, wie ein zu großes PDF kleiner wird.

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Größe von PDFs reduzieren
Größe von PDFs reduzieren
Netzwelt zeigt, was es zu beachten gilt, damit PDF-Dokumente nicht zu groß werden.
http://www.netzwelt.de/news/91635-groesse-pdfs-reduzieren.html
2012-05-06 10:19:32
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2012/pdfs-sehr-schnell-sehr-gross-sei-denn-beachtet-einige-hinweise-logo-adobe-14288.jpg
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