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Microsoft Online Server Backup
Einfache Sicherung des Windows Server 8

von Markus Franz Uhr veröffentlicht

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Wer das Betriebssystem Windows Server 8 einsetzt, kommt in den Genuss eines neuen Diensts: Microsoft bietet ab sofort die Möglichkeit, sämtliche Sicherungskopien eines Systems in der Datenwolke zu speichern.

Microsoft hat ein neues Angebot gestartet, das besonders professionelle Nutzer freuen dürfte: Anstelle einer aufwendigen Sicherungskopie auf Bandlaufwerken oder externen Festplatten können sie ihren Server in die Cloud kopieren, was die Verwaltung deutlich erleichtert. Netzwelt zeigt, wie das neue Angebot funktioniert.

Microsoft hat einen neuen Dienst für Cloud-Backups des Windows Server 8 gestartet. (Quelle: Microsoft)

Das Betriebssystem Windows 8 bringt nicht nur eine neue Oberfläche auf Desktop-PCs, sondern auch zahlreiche neue Funktionen auf den Server. So können Nutzer erstmals ganz auf eine grafische Oberfläche verzichten und nur mit der Kommandozeile arbeiten, was Windows Server 8 für die Cloud prädestinieren soll.

Online-Backup

Durch die Konzentration auf das Thema Cloud will Microsoft Marktanteile von Linux zurückgewinnen. Um es Administratoren und professionellen Nutzern möglichst einfach zu machen, das Betriebssystem einzusetzen, haben sich die Entwickler in Redmond ein weiteres Angebot ausgedacht: Der Microsoft Online Backup Service soll die Verwaltung von Servern dramatisch vereinfachen, da sich Nutzer nicht mehr selbst um die heikle Datensicherung kümmern müssen. Der neue Cloud-Dienst bietet zehn Gigabyte Platz, um Sicherungen eines Servers online zu speichern.

Gegenüber klassischen Backup-Strategien hat der neue Online-Service einen enormen Vorteil: Aufgrund der Tatsache, dass Daten physisch getrennt von einem Server abgelegt werden, können nicht einmal Feuer und andere Naturgewalten den Sicherungen etwas anhaben. Der Nachteil, dass Daten dabei über das öffentliche Internet zu Microsoft transferiert werden, ist durch günstige Breitband-Anschlüsse und Server mit unbegrenztem Transfer-Volumen weniger gravierend als noch vor einigen Jahren. Außerdem erfolgt die gesamte Kommunikation verschlüsselt, sodass niemand Sicherungen während des Transfers mitlesen können sollte.

Die Installation

Derzeit befindet sich der Microsoft Online Backup Service in der Testphase, für die sich aber alle interessierten Nutzer problemlos anmelden können - Microsoft behält sich allerdings vor, bei übermäßigem Andrang die Anmeldung neuer Nutzer einzuschränken. Wer das Registrierungsformular auf der offiziellen Webseite - den entsprechenden Link finden Sie unterhalb des Artikels - erfolgreich ausgefüllt hat, muss sich vor dem ersten Backup nur noch den Setup-Assistenten für die Client-Software herunterladen. Diese integriert sich als Erweiterung sowohl in die Microsoft Management Console (MMC) als auch in die Windows PowerShell. Letztere ist aber nur für erfahrene IT-Profis gedacht.

Cloud-Sicherungen lassen sich genauso einfach planen wie lokale Backups. (Quelle: Microsoft)

Die meisten Nutzer dürften dagegen die grafische Oberfläche bevorzugen: Nach Eingabe der Zugangsdaten kann ein Cloud-Backup ähnlich einfach eingerichtet werden, wie ein ganz normales lokales Backup: Nach der Auswahl der gewünschten Verzeichnisse, die gesichert werden sollen, müssen Anwender nur noch das gewünschte Intervall einstellen. Auf Wunsch kann das Backup-Programm automatisch Sicherungen löschen, die älter als der definierte Zeitraum sind, um Speicherplatz zu sparen. Ansonsten sorgt die Kompression dafür, dass die freien Gigabyte bestmöglich eingesetzt werden.

Fazit

Für den Betrieb des neuen Online Backup Service nutzt Microsoft die hauseigene Cloud-Plattform Windows Azure. Auf den ersten Blick macht der Dienst eine hervorragende Figur, vor allem weil er kostenlos ist. In der Praxis krankt das Angebot aber am Speicherplatz: Zehn Gigabyte sind für IT-Profis einfach viel zu wenig.

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