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iMovie 1.3 im Test
Neue Version im Test

von Lisa Bruness Uhr veröffentlicht

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Apple bietet iMovie für das iPad seit einiger Zeit in einer neuen Version an. Netzwelt hat sich die Videobearbeitungsanwendung genauer angesehen.

Apple hat rechtzeitig zur Vorstellung des neuen iPads unter anderem auch eine neue Version der Videobearbeitungsanwendung iMovie herausgebracht. Zu den Neuerungen zählt dabei die Möglichkeit, einfach und schnell Trailer zu erstellen. Wie gewohnt lassen sich aber auch längere Filmprojekte mit der App bearbeiten.

Mit iMovie können Filme oder Trailer erstellt werden. (Quelle: Screenshot iMovie)

Die Version 1.3 von iMovie ist für 3,99 Euro im App Store oder über iTunes erhältlich. Wer die App bereits vor der Aktualisierung besaß, erhält das Update kostenlos. Vor dem Kauf stellt sich natürlich die Frage, was mit der App alles möglich ist und wie sich die Bedienung gestaltet.

Ein neues Projekt

Nach dem Öffnen von iMovie kann der Nutzer zunächst wählen, ob er ein neues Projekt oder einen neuen Trailer anlegen möchte. Falls er sich für ein neues Projekt entscheidet, stehen ihm automatisch direkt Videos und Fotos zur Verfügung, die bereits auf dem iPad hinterlegt sind. Alternativ kann er auch in iMovie selbst die Aufnahme eines Videos oder eines Fotos starten. Falls er mit den Aufnahmen unzufrieden ist, kann er sie verwerfen und einen neuen Versuch unternehmen.

Wie sich im Test herausstellte, sollte sich ein Nutzer zunächst aber entscheiden, ob er die Videoaufnahme auch unabhängig von iMovie zur Verfügung haben möchte. Falls dies gewünscht ist, darf nicht aus der App heraus gefilmt werden, stattdessen muss der Nutzer iMovie noch einmal verlassen und ganz normal die Kamera-App starten und die Videoaufzeichnung vornehmen.

Material hinzufügen und anordnen

Inhalte, die der Nutzer aus iMovie heraus gefilmt hat, werden direkt in der Timeline hinterlegt. Material, das außerhalb von iMovie aufgenommen wurde, muss der Nutzer anklicken - er findet die Videos im Querformat im linken oberen Bereich des Displays -, dann erscheint ein blauer Pfeil, mit dem das Video zur Timeline geschickt werden kann. Bei Fotos reicht dagegen einfach nur das Antippen und schon ist das Bild in der Timeline zu finden. Die Inhalte werden dabei dort eingefügt, wo sich der rote Cursor befindet.

iMovie-Projekt

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Beim Starten eines neuen iMovie-Projekts erfährt der Nutzer, wie er Inhalte einfügen kann. (Bild: Screenshot netzwelt)

Die Reihenfolge der unterschiedlichen Aufnahmen lässt sich im Nachhinein noch anpassen. Dafür muss der Nutzer einfach nur länger auf dem jeweiligen Clip bleiben und kann ihn dann an die gewünschte Stelle ziehen. Falls ein Clip gelöscht werden soll, zieht ihn der Nutzer einfach aus der Timeline heraus und schon verpufft er.

Video schneiden

Videos können in der Timeline nur insofern geschnitten werden, als dass der Anfang beziehungsweise das Ende gekürzt werden kann. Das Herausnehmen eines Teils der Mitte des Videos ist hier nicht möglich. Um ein Video zu kürzen, klickt der Nutzer einfach kurz darauf, bis ein gelber Rahmen erscheint. Die beiden gelben Kreise bewegt er dann einfach an die gewünschte Stelle, bei der das Video anfangen oder aufhören soll. Gezoomt wird mit der typischen Touch-Geste des Zu- beziehungsweise Aufziehens mit zwei Fingern.

Falls doch Inhalte aus der Mitte eines Videos entfernt werden sollen, gibt es einen Trick. Dazu muss der Nutzer das Video im oberen linken Bereich bearbeiten. Dafür müssen - wieder mit dem gelben Rahmen - die gewünschten Bereiche nacheinander ausgewählt und in die Timeline geschickt werden.

Video bearbeiten

Bei iMovie werden zwischen den einzelnen Clips automatisch Überblendungen eingefügt. Die Blenden können bearbeitet werden, indem zwei Mal auf das Symbol getippt wird. Über einen Doppeltipp auf die einzelnen Videoclips erscheint ebenfalls ein kleines Menü mit Einstellungsmöglichkeiten. Nutzer können dort einen Titel festlegen, der dann während des Clips eingeblendet wird. Auch die Position des Textelements lässt sich hier auswählen.

Mit welchem Motiv der Titel eingeblendet wird, lässt sich wiederum über die Projekteinstellungen festlegen. Diese werden über das Zahnrad-Symbol oben rechts aufgerufen. Hier kann der Nutzer zwischen mehreren Themen wählen - von Modern über Neon bis hinzu Nachrichten.

Einen Trailer erstellen

Neu bei iMovie in der Version 1.3 ist, wie bereits erwähnt, die Möglichkeit, Trailer zu erstellen. Im Unterschied zu Projekten besitzt der Nutzer hier deutlich weniger Freiheiten. Zunächst einmal wählt er eines von neun möglichen Themen für den Trailer aus: Bollywood, Erzählung, Expedition, Gruselig, Heldenabenteuer, Märchen, Retro, Romantik oder Superheld. Das Thema bestimmt die benötigten Aufnahmen, die Musik und das Design der Grafiken, die eingeblendet werden. Um einen Eindruck der Themen zu bekommen, kann sich der Nutzer Beispielvideos ansehen.

Hat sich der Nutzer für ein Thema entschieden, gelangt er zur Übersicht. Dort kann er unter anderem den Filmnamen und die Namen der beteiligten "Schauspieler" eingeben. Dann geht es zum Storyboard. Dort erfährt der Nutzer, was für Videoaufnahmen oder Fotos für die unterschiedlichen Szenen benötigt werden. Zum Beispiel eine Gruppenaufnahme, ein Schauspieler in Action oder eine Landschaft. Im Storyboard lässt sich auch der Text anpassen, der auf den Grafiken, die zwischendrin eingeblendet werden, zu lesen ist. Die Länge der Videoausschnitte sowie deren Reihenfolge ist genau festgelegt.

Vergleich mit dem iPad 2

Apples iMovie funktioniert nicht nur mit dem neuen iPad, sondern auch mit dem iPad 2. Bei einem kurzen Vergleichstest sind von der Leistung und der Geschwindigkeit her keine sichtbaren Unterschiede aufgefallen. Auch das iPad 2 hat die Beispiel-Trailer ruckelfrei abgespielt, die Trailer sind auch auf beiden Tablets gleich schnell gestartet.

Der Unterschied macht sich dagegen beim Aufnehmen der Videos oder Fotos bemerkbar. Das neue iPad besitzt auf der Rückseite eine bessere Kamera als das iPad 2. Das ältere Apple-Tablet nimmt Videos in 720p-Auflösung auf, Standbilder waren qualitativ sehr mangelhaft. Das neue iPad filmt dagegen in Full HD (1.080p) und auch Fotos sehen besser aus. Somit lässt sich mit dem neuen iPad besseres Ausgangsmaterial erzeugen. Wie sich die Apple-Anwendungen iPhoto und Garageband auf den beiden iPads schlagen, hat netzwelt ebenfalls überprüft.

iMovie-Trailer

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Nutzer können zwischen neun Themen beziehungsweise Genres für ihren Trailer wählen. (Bild: Screenshot iMovie)

Fazit

Apple bietet mit iMovie eine Videobearbeitungssoftware an, die für den heimischen Gebrauch durchaus ihren Zweck erfüllt. Die Anwendung lässt sich an vielen Stellen intuitiv oder mit ein bisschen Rumprobieren bedienen. Falls der Nutzer mal nicht weiterkommt, gibt es einen Hilfebereich, in dem die wichtigsten Funktionen erklärt werden.

Viele Freiheiten besitzt der Nutzer allerdings nicht. Für Nutzer mit gehobenem Anspruch eignet sich die App dementsprechend weniger.

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Apple bietet iMovie für das iPad seit einiger Zeit in einer neuen Version an. Netzwelt hat sich die Videobearbeitungsanwendung genauer angesehen.

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iMovie 1.3 im Test
iMovie 1.3 im Test
Mit iMovie können Nutzer kleine Videos oder Trailer selbst erstellen. Wie das funktioniert, zeigt der netzwelt-Test.
http://www.netzwelt.de/news/91633-imovie-1-3-test.html
2012-03-30 17:00:42
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2012/imovie-filme-trailer-erstellt--bild-screenshot-imovie-13503.png
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