Nach herben Verlusten
BlackBerry: RIM will sich wieder auf Geschäftskunden konzentrieren (Update)
BlackBerry-Hersteller Research in Motion (RIM) vermeldet auch unter dem neuen Chef Thorsten Heins schwere Verluste. Nun startet das Unternehmen eine radikale Umstrukturierung: Langjährige Top-Manager werden ersetzt, das Geschäft mit Privatkunden weitestgehend aufgegeben und selbst einen Verkauf will in Waterloo niemand mehr ausschließen. Update: RIM erläutert seinen Strategiewechsel näher und erklärt, dass das Unternehmen auch weiterhin Angebote für Privatkunden bieten werde.
Inhaltsverzeichnis
- 1Apple verkauft dreimal so viele iPhones wie RIM BlackBerrys
- 2PlayBook wird verramscht
- 3Jim Balsillie verlässt RIM nach 20 Jahren
- 4Update 30. März, 15.26 Uhr: RIM will teilweise an Privatkunden festhalten
Das Update vom 30. März, 15.26 Uhr finden Sie am Ende des Artikels.
Ende Januar übernahm Thorsten Heins den Chefposten beim angeschlagenen kanadischen Smartphone-Hersteller Research in Motion. Der ehemalige Siemens-Manager blickte voller Zuversicht nach vorn. Nach einer Durststrecke sollte es aus Waterloo bald wieder positive Meldungen geben. Er könne sich sogar vorstellen, das kommende System BlackBerry 10 an andere Smartphone-Hersteller zu lizensieren.
Knapp zwei Monate später hat Heins seine Meinung geändert. "Ich kann jetzt realistisch einschätzen, wo sich das gesamte Unternehmen befindet. Es ist mir nun klar, dass RIM grundlegende Änderungen braucht", sagte Heins laut der Nachrichtenagentur Reuters in einer Telefonkonferenz mit Analysten anlässlich der Bekanntgabe der Quartalszahlen.


BlackBerry-Hersteller Research in Motion will sich mit einem Führungswechsel aus der Krise befördern. Anstelle der beiden Gründer Mike Lazaridis und Jim Balsillie rückt nun der Deutsche Manager Thorsten Heins an die Konzernspitze.
Die BlackBerry App World ist für Entwickler deutlich profitabler als Googles Android Market, meldet RIM auf der Entwicklermesse DevCon. 13 Prozent aller Entwickler hätten mit ihren BlackBerry-Apps bereits über 100.00 US-Dollar verdient.
Ex-RIM-Chef Jim Balsillie wollte das Netzwerk des Herstellers offenbar auch für andere Geräte öffnen und mit einem Angebot an Social Networking- und Instant Messaging-Diensten Geld verdienen. Er scheiterte aber am Veto seiner Kollegen.
RIM hat Medienberichten zufolge weitere Mitarbeiter entlassen. Durch ein Spar- und Umstrukturierungsprogramm sollen in diesem Geschäftsjahr eine Milliarde US-Dollar eingespart werden.
RIM könnte sich demnächst von seiner Hardware-Sparte trennen. Entsprechende Informationen will The Sunday Times erhalten haben. Als mögliche Käufer sieht die Wochenzeitung Facebook und Amazon. Inzwischen hat RIM eine Stellungnahme herausgegeben.
Der angeschlagene kanadische Handy-Hersteller Research in Motion muss sein kommendes Betriebssystem BlackBerry 10 auf 2013 verschieben. Die Integration neuer Funktionen dauert länger als geplant.
Z10 und Q10 sind die ersten Smartphones mit der neuen BlackBerry-Plattform 10. Beide Modelle könnten unterschiedlicher nicht sein.




