"Tiefgreifende Veränderung"

Zugriffsverbot: Apple verweist Anwendungen aus dem App Store

Apple hat damit begonnen, Anwendungen den Zutritt zum App Store zu verweigern, die auf die sogenannte UDID zugreifen. Die UDID ermöglicht es, jedes iOS-Gerät anhand einer eindeutigen Geräte-Identifikationsnummer zu bestimmen. Damit reagiert das Unternehmen offenbar auf die in den letzten Wochen immer lauter werdende Kritik.

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Mitte Februar wurde bekannt, dass die Anwendung Path ungehindert auf alle Kontakte in den Adressbüchern der Nutzer zugreifen kann. Kurz darauf wurde dies auch bei anderen Anwendungen bekannt. Forscher der University of California, Santa Barabara, hatten die Probleme sogar bereits in 2010 entdeckt, waren mit ihrer Meldung bei Apple jedoch auf taube Ohren gestoßen. Wie das Technikblog TechCrunch berichtet, äußerten sich zuletzt auch US-amerikanische Abgeordnete kritisch über den Schutz der Nutzer-Privatsphäre bei Apple.

Reaktion auf Kritik?

Nun scheint es, dass das Unternehmen aus Cupertino die Kritik nicht mehr ignorieren kann. Wie TechCrunch berichtet, meldeten einige Entwicklerstudios, dass Anwendungen, die auf die UDID eines Geräts zugreifen, nicht mehr für den App Store zugelassen werden. Bereits vor sechs Monaten habe Apple angekündigt, diesen Schritt einzuleiten, habe die Umstellung nun jedoch schneller vollzogen als geplant.

Die UDID wird von den meisten Entwicklern genutzt, um beispielsweise ihre Werbeanzeige auf die Nutzer abzustimmen. Die Geräte-Identifikationsnummer ermöglicht es, die Anwender von App zu App zu verfolgen und ihre Reaktion auf die Werbung zu analysieren.

"Tiefgreifende Veränderung"

TechCrunch sprach mit Entwicklern, die durch die Umstellung tiefgreifende Veränderungen im Werbenetzwerk befürchten, welche sich auf die Finanzierung von neuen Anwendungen auswirken könnten. "Die UDID ist essentiell für den Umsatz", äußerte sich beispielsweise Jim Payne, Betreiber der Serviceplattform für mobile Werbung MoPub.

Wie TechCrunch angibt, erhalten einige Entwickler von Apple allerdings trotz Zugriffs auf die UDID Zugang zum App Store. Vorausgesetzt sie erbitten vor Verwendung eine Bestätigung der Nutzer, wie es beispielsweise bei Android-Apps jetzt schon in der Regel der Fall ist. Begeistert zeigten sich die Entwickler gegenüber dem Technikblog von dieser Lösung jedoch nicht, da sie die Ablehnung von Nutzern fürchten.

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