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Musikstreaming-Apps auf Handys und in der Unterhaltungselektronik
Apps und unterstützte Hardware

von Alexander Zollondz Uhr veröffentlicht

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Millionen Songtitel immer und überall - Musikflatrates machen es möglich. Die Anbieter unterscheiden sich vor allem bei den Extras. Netzwelt hat einen Blick auf die Mehrwert-Funktionen geworfen.

Musikstreaming-Dienste bieten mehr als nur Zugang zu Millionen an Songtiteln. Mit Desktop-Software, mobilen Apps und Unterstützung von Heimelektronik sorgen die Dienste für musikalische Rundum-Versorgung. Die Leistungen der Musikstreaming-Dienste im Vergleich.

Die Anzahl an verfügbaren Songtiteln ist riesig: Wer eine Musikflatrate bei einem der in Deutschland verfügbaren Streaming-Plattformen bucht, erhält Zugriff auf zehn bis 16 Millionen Lieder. Ein Archiv, das nur schwer zu vergleichen ist.

Auch beim Preis sind kaum Unterschiede auszumachen: Eine Flatrate für den PC kostet monatlich fünf Euro, inklusive Nutzung mobiler Endgeräte werden zehn Euro für die 30-tägige Nutzung fällig. Nur Napster und Sony Music Unlimited fallen ein wenig aus dem Raster: Bei Napster gibt es für acht Euro (PC) und 13 Euro (mobil) monatlich auch Hörtexte, Sony lockt für vier Euro im Monat mit einem Basiszugang mit eingeschränktem Zugriff auf die Musikbibliothek und für zehn Euro mit dem vollen Zugriff auf alle Services. Als einziger Streaming-Anbieter im Feld ermöglicht Sony das Hochladen eigener Musiktitel auf die Cloud-Server.

Ob per Webbrowser, als Desktop-Player oder mobil - die Musikstreaming-Plattformen stehen auf vielen Geräten zur Verfügung. (Quelle: Rdio)

Desktop-Software und mobile Apps

Unterschiede der Musikstreaming-Anbieter gibt es vor allem bei den Extras, wie die netzwelt-Tabelle zeigt. Während alle Dienste mit Facebook- und Twitter-Schnittstellen ausgerüstet sind, um Lieblingssongs mit Freunden und Bekannten zu teilen, gibt es hinsichtlich der Desktop-Software Unterschiede: So setzen Deezer, Juke, Rara und Sony Music Unlimited auf die Nutzung per Browser, während Rdio und Simfy daneben auch einen Player für Windows und Mac anbieten. Das vor kurzem in Deutschland gestartete Spotify lässt sich am PC nur mit einem Player für Windows und Mac nutzen. Napster bedient man auch bequem per Browser, es fehlt eine Player-Version für den Mac.

Deutlicher spaltet sich das Feld bei den mobilen Apps. Wer ein iPad sein Eigen nennt und auf dem Tablet-Rechner Musik streamen möchte, sollte ein Auge auf Deezer, Napster, Rdio oder Simfy werfen. Spotify, das eigentlich viele Plattformen und Endgeräte bedient, macht hier leider keine gute Figur, weil keine native iPad-App zur Verfügung steht. Das gilt auch für Juke. Rara und Sony Music Unlimited kommen für iOS-Nutzer wegen fehlender App-Unterstützung derzeit nicht in Frage.

Apps sind AirPlay-fähig

Ansonsten haben aber alle anderen Anbieter mehr oder weniger gelungene iPhone-Apps im Angebot. Alle Musikstreaming-Plattformen locken zudem mit einer kostenlosen Android-Minianwendung. Ältere Handys werden vor allem von Deezer und Spotify unterstützt.

Wer seine Musik auf der iOS-Plattform nicht nur am Mac, iPhone und iPad genießen will, fährt bei allen Apps gut im Einsatz mit AirPlay-fähigen Empfängern, also Dockingstationen, AV-Receivern, Apple TV oder Netzwerkadaptern wie Apple AirPort Express. Mit allen mobilen Musikstreaming-Apps lassen sich solche Endgeräte mit Musik beliefern, vom stationären Mac aus muss man sich mit Zusatzsoftware wie Airfoil behelfen.

Spotify mit vielen Zusatzfunktionen

Unabhängig von AirPlay bieten Napster und Spotify die größte Unterstützung im Bereich der Unterhaltungselektronik. Wer schon ein Musikverteilungssystem, einen AV-Receiver oder Media Player mit Unterstützung für diese Apps sein Eigen nennt, sollte einen Blick auf die entsprechenden Flatrate-Anbieter werfen.

Mit weiteren Zusatzfunktionen hat sich Spotify hervorgetan. Über den Desktop-Player blendet man bei Bedarf Songtexte ein und erhält einen Überblick über Konzerte oder Empfehlungen diverser Musikredaktionen. Spotify wird auf diese Weise zu einer echten musikalischen Rundum-Versorgung. Allerdings erhält man die Mehrwert-Funktionen nur in der Desktop-Variante und kann sich nur mit bestehenden Facebook-Konto anmelden. Dafür lässt sich der Dienst auch kostenlos nutzen. Das bietet sonst nur der deutsche Anbieter Simfy. Allerdings muss man auf beiden Plattformen in der Gratis-Variante Werbung in Kauf nehmen und darf nur eine begrenzte Anzahl an Titeln abrufen.

Fazit 

Bis auf die fehlende Universal-App für iOS bietet Spotify am meisten Mehrwert. Vor allem die Zusatzapps auf dem Desktop ergänzen den Musikstreaming-Dienst vorzüglich. Es bleibt zu hoffen, dass die anderen Musikstreaming-Anbieter nachziehen und den Wettbewerb mit ähnlich gelungenen Zusatzfunktionen beleben.

Wer auf Mehrwert-Funktionen wie Liedtexte und Musikempfehlungen verzichten kann, sollte auch auf die anderen Plattformen einen Blick werfen. Ein klarer Gewinner lässt sich schwer ausmachen: Welcher Dienst in der ersten Reihe sitzt, hängt vom hauseigenen Gerätepark und von den Ansprüchen an Bedienung und Komfort ab.

Eine Vorstellung aktueller Musikstreaming-Dienste bietet netzwelt in diesem Artikel.

Musikstreaming-Dienste
DienstDeezerJukeNapsterRara
Webplayer jajajaja
Software Windows/Macintosh neinneinja (Windows)nein
Smartphone-AppsiOS, Android, Blackberry, Windows Phone 7, Nokia, Sony Ericsson, Samsung iPhone, AndroidiOS, AndroidAndroid
Tablet-AppsiOS, Android, LexibookiPad (keine Universal-App), Android iPad, AndroidAndroid
Offline-Modusja (PC/mobil), Tarif Deezer Premium (10€ monatlich)ja (mobil), ab 10€ monatlichja (PC/mobil), ab 12,95€ monatlich auf dem PCja (mobil), ab 10€ monatlich
FernseherPhilipsneinLoewe, Technisat, Philips nein
Media Playerneinneinnein nein
MusiksystemeLogitech Squeezebox, SonosSonosLogitech Squeezebox, Sonos, Philips Streamium, Raumfeld nein
AutoradioParrotneinnein nein
Sonstige Hardware--Yamaha AV-Receiver, Onkyo Home Theater Receiver -
Soziale NetzwerkeFacebook/

Twitter

Facebook/

Twitter

Facebook/

Twitter

Facebook/

Twitter

max. Geräteanzahl2 - 3 3
Parallele Live-Nutzung1 1 1 1
Sonstiges----
Musikstreaming-Dienste
DienstRdioSimfySony Music UnlimitedSpotify
Webplayer ja ja ja nein
Software Windows/Macintosh ja (Windows/Mac) ja (Windows/Mac)nein (nur Windows-Software für Songabgleich) 

ja (Windows/Mac), Linux-Beta

Smartphone-AppsiOS, Android, Blackberry, Windows Phone 7iOS, Android, BlackberryAndroidiPhone, Android, Symbian, Windows Phone 7, Palm, Blackberry
Tablet-AppsiOS, AndroidiOS, Android, BlackberryAndroidiOS (keine Universal-App), Android, Blackberry
Offline-Modusja (PC/mobil), ab 10€ monatlichja (PC/mobil), ab 10 € monatlichnein ja (PC/mobil), ab 10€ monatlich
FernseherneinneinSony Bravia TV Philips Net TV
Media PlayerRoku (nur USA)neinSony Network Media PlayerBoxee Box, WD TV Live, WD TV Live Hub Media Player, Philips Streamium
MusiksystemeSonos, RokuneinneinSonos. Logitech Squeezebox
Autoradioneinneinneinnein
Sonstige Hardware -Onkyo AV-ReceiverPS3, PSP, PS Vita, Sony Walkman, Sony Blu-ray-Disc PlayerOnkyo AV-Receiver
Soziale NetzwerkeFacebook/

Twitter

Facebook/

Twitter

neinFacebook/

Twitter

Geräteanzahl - 3 - 3
Parallele Live-Nutzung 1 1 1 1
Sonstiges---zahlreiche Apps (TuneWiki, Musikmagazine, Songkick uvm.)
Kommentare zu diesem Artikel

Millionen Songtitel immer und überall - Musikflatrates machen es möglich. Die Anbieter unterscheiden sich vor allem bei den Extras. Netzwelt hat einen Blick auf die Mehrwert-Funktionen geworfen.

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  • Firestarter schrieb Uhr
    AW: Streaming: Die Musikflatrate als Rundum-Versorgung

    Hallo, danke für den Hinweis. Der Fehler wurde entsprechend korrigiert.
  • FreewareGuide schrieb Uhr
    AW: Streaming: Die Musikflatrate als Rundum-Versorgung

    Ein kleiner Fehler in der Übersicht bzgl. Napster: "Offline-Modus" gibt es erst im Tarif "Napster Music-Flatrate + Mobile" für 12,95 EUR. Siehe hier: www.napster.de/music-flatrate/. Im Artikel Musikstreaming: Kostenpflichtige Angebote im Überblick habt ihr es korrekt dargestellt: "Wer den Mobiltarif bucht, erhält auch offline Zugriff..."

    Interessant übrigens der Shitstorm, der sich gerade über Napster ergießt, nachdem sie am Dienstag die Software umgestellt haben auf die des neuen US-Eigentümers Rhapsody. Man darf vermuten, dass der Kundenschwund gerade von langjährigen Kunden enorm ist. Count me in. Sie spielen jetzt endgültig in genau der gleichen Liga wie die anderen in diesem Artikel vorgestellten Services, Stream-Fokus ohne Alleinstellungsmerkmal (insb. DRM-WMA), dafür aber teurer und mit absolut fürchterlicher Software.

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Musikstreaming-Apps auf Handys und in der Unterhaltungselektronik
Musikstreaming-Apps auf Handys und in der Unterhaltungselektronik
Immer mehr Musikstreaming-Anbieter sind in Deutschland verfügbar. Netzwelt hat die Mehrwert-Funktionen der Dienste verglichen.
http://www.netzwelt.de/news/91528-musikstreaming-apps-handys-unterhaltungselektronik.html
2012-03-27 16:48:39
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2012/ob-per-webbrowser-desktop-player-mobil-musikstreaming-plattformen-stehen-vielen-geraeten-verfuegung-bild-rdio-13307.jpg
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