Zusammenarbeit mit renommierten Onkologen

IBM: Super-Computer Watson soll bei Krebs helfen

Der Super-Computer Watson soll bei der Krebsheilung helfen. Eine renommierte New Yorker Klinik und der Computerhersteller IBM wollen Watson zu einem hilfreichen Werkzeug für Onkologen entwickeln. Mithilfe des Fachwissens des Memorial Sloan-Kettering Cancer Centers (MSKCC) soll Watson Diagnosen und Heilungsmethoden für Ärzte weltweit liefern.

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Watson erlangte Berühmtheit, als er bei "Jeopardy" gegen die beiden erfolgreichsten Spieler der Welt gewann. (Bild: Screenshot YouTube)
Watson erlangte Berühmtheit, als er bei "Jeopardy" gegen die beiden erfolgreichsten Spieler der Welt gewann. (Bild: Screenshot YouTube)
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Die Initiative soll die Rechenkraft von Watson und seine Sprachverarbeitungsfähigkeit mit dem Wissen der Klinik kombinieren sowie molekulare und genomische Daten berücksichtigen, wie IBM mitteilte. Zusätzlich sollen Archive über Krankenverläufe aufgenommen werden, um ein System zu schaffen, das beim Treffen von Entscheidungen hilft. Ziel ist es, Onkologen weltweit Informationen zu detaillierten Diagnose- und Behandlungsoptionen zu geben.

Bekannt aus der Jeopardy-Show

Bereits im Februar 2011 wurde berichtet, dass Watson künftig in Krankenhäusern eingesetzt werden solle. Im September vergangenen Jahres wurde zudem ein Vertrag mit der Krankenversicherung WellPoint abgeschlossen.

Der Supercomputer Watson erlangte Berühmtheit, als er in der Fernseh-Show Jeopardy gegen die beiden erfolgreichsten Spieler der Welt gewann. Der Rechner versteht gesprochene Fragen und nutzt statistische Analysen und starke Prozessoren, um innerhalb weniger Sekunden Millionen von Seiten zu durchsuchen. Anschließend liefert er auf Belegen basierende, statistisch geordnete Antworten.

Unterstützung bei der Krebsdiagnose und -behandlung

Die renommierten Onkologen des MSKCC werden IBM bei der Weiterentwicklung von Watson helfen. Eine solche Technologie ist laut IBM sinnvoll. weil die Krebsbehandlung immer komplexer werde. Krebs sei die zweithäufigste Todesursache in den USA - nach Herzerkrankungen. Es gebe Hunderte Arten von Krebs.

"Das passt zu unserer Mission, Krebstherapien besser zu identifizieren und für jeden einzelnen Patienten zu personalisieren, egal wo der Patient behandelt wird", sagte MSKCC-Präsident und CEO Craig Thompson. Einem weiteren Arzt zufolge werden 85 Prozent der Patienten nicht in spezialisierten Kliniken behandelt und es kann Jahre dauern, bis die neuesten Erkenntnisse überall umgesetzt werden.

"Krebs-Medizin ist hochkomplex, wobei ständig klinische und wissenschaftliche Fortschritte berücksichtigt werden müssen", sagt Martin Kohn, leitender medizinischer Wissenschaftler bei IBM. Wegen der menschlichen und ökonomischen Bedeutung sei es genau die richtige Herausforderung für Watson.  

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