775 Millionen US-Dollar

Übernahme: Amazon kauft Roboter-Hersteller Kiva Systems

Amazon will den amerikanischen Roboter-Hersteller Kiva Systems kaufen. Eine entsprechende Vereinbarung sei getroffen worden, wie das Online-Warenhaus mitteilte. Die Übernahme soll im zweiten Quartal dieses Jahres abgeschlossen werden.

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Das Online-Warenhaus Amazon will den Lagerhallenautomatisierer Kiva Systems für 775 Millionen US-Dollar kaufen. (Bild: Screenshot Wall Street Journal Blog)
Das Online-Warenhaus Amazon will den Lagerhallenautomatisierer Kiva Systems für 775 Millionen US-Dollar kaufen. (Bild: Screenshot Wall Street Journal Blog)

"Amazon nutzt seit langem Automatisierung in seinen Ausführungscentern und Kivas Technologie ist ein weiterer Schritt, die Produktivität zu erhöhen, indem die Produkte direkt zu den Angestellten zur Auswahl, Verpackung und Verstauung gebracht werden", sagte Dave Clark, Vizepräsident für globale Auftragsausführung bei Amazon.

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Kaufabschluss im zweiten Quartal 2012

Kiva-CEO und Gründer Mick Mountz begrüßte die Übernahme: "Ich freue mich, dass Amazon unser Wachstum unterstützt, sodass wir in den kommenden Jahren noch bessere Lösungen präsentieren können." Der Hauptsitz von Kiva soll in North Reading, Massachusetts, bleiben.

Die Kosten für die Übernahme sollen laut den beiden Unternehmen ungefähr 775 Millionen US-Dollar (584 Millionen Euro) betragen. Der Kauf soll im zweiten Quartal 2012 abgeschlossen werden. Amazon ist der größte Online-Händler weltweit. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Seattle ging 1995 online. Amazon ist Anbieter des E-Book-Readers KindleAuch Lebensmittel können inzwischen bestellt werden.

Roboter sind schneller und günstiger

Kiva Systems stellt Roboter und Software zur Automatisierung von Lagerhallen her. Einem Bericht von CNN zufolge sind die orangenen Roboter von Kiva nicht gerade billig. Ein Startup-Set koste ein bis zwei Millionen US-Dollar. Die Automatisierung einer großen Lagerhalle mit 1.000 Robotern koste 15 bis 20 Millionen US-Dollar. Zur Einrichtung seien sechs Monate Planung nötig und das Personal müsse trainiert werden. Dafür ermögliche das System erhebliche Zeit- und Geldeinsparungen.

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