Text beim Eurovision Song Contest abgelehnt

Kurzfilm der Woche: Satirischer Song für Facebook-Fans

Der Eurovision Song Contest ist für seine schrägen Auftritte bekannt. In diesem Jahr wollte die kleine Republik San Marino Zeitgeist beweisen und reichte einen satirischen Song über Facebook ein. Die Musik stammt von keinem Geringeren als Ralph Siegel. Doch die Jury ist von "Facebook Uh, Oh, Oh" wegen der darin enthaltenen Werbung für das Soziale Netzwerk nicht begeistert.

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Valentina Monetta tritt beim Eurovision Song Contest in Baku für den Kleinstaat San Marino an. (Bild: Screenshot YouTube)
Valentina Monetta tritt beim Eurovision Song Contest in Baku für den Kleinstaat San Marino an. (Bild: Screenshot YouTube)

Die Sängerin Valentina Monetta reichte den Song "Facebook Uh, Oh, Oh" ein. Dabei handelt es sich um einen satirischen Song, wie eurovision.tv berichtet. Monetta wollte mit dem Titel im ersten Halbfinale des Eurovision Song Contests am 22. Mai in Baku antreten. Komponiert wurde der Song von Ralph Siegel, Jose Rodriguez und Timothy Touchton.

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Song wegen kommerzieller Botschaft abgelehnt

In ihrem Titel singt Monetta von einer "neuen Sozialen Tür". "Falls Du mehr sein willst als Freunde, (...) klick mich mit einer Maus", singt sie weiter. Dann kommt der einprägsame Refrain: "Facebook Uh, Oh, Oh - Everybody loves you so."

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Die European Broadcasting Union (EBU) hat den Text des Songs bereits abgelehnt, weil dieser gegen die Regeln verstoße, wie eurovision.tv berichtet. Punkt 1.2.2g der Regeln des Eurovision Song Contest 2012 besagt: "Der Text und/oder die Performance der Songs sollten weder die Show, den European Song Contest noch die EBU in Verruf bringen." Keine Texte, Sprache, Gesten einer politischen Partei oder ähnlichen Natur seien zugelassen. Kein Fluchen oder andere unangebrachte Sprache sind erlaubt. Und vor allem seien keine Werbenachrichten jeglicher Art zugelassen. Ein Bruch dieser Regeln könne zur Disqualifizierung führen.

Neuer Song kann bis zum 23. März eingereicht werden

Die Referenzgruppe entschied daher, dass der Song "Facebook, Uh, Oh, Oh" wegen des Titels und der vorherrschenden Präsenz des Sozialen Netzwerks im Song eine Werbebotschaft enthalte und deshalb unzulässig sei. Monetta wurde die Möglichkeit gegeben, einen neuen Text zu schreiben, der keine Referenz an Faceboook enthalte oder einen komplett neuen Song einzureichen. Dafür hat sie bis zum 23. März Zeit.

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