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Canon Powershot SX40 HS im Test
Canon Powershot SX40 HS

von Jan Johannsen Uhr veröffentlicht

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Wie es sich gehört, verfügt die Canon Powershot SX40 HS über einen großen Brennweitenbereich, umgerechnet ins Kleinbildformat reicht die Brennweite von 24 bis 840 Millimetern. Aber auch mit anderen Merkmalen sammelt die Bridgekamera Punkte.

In einem Punkt ist die Bridgekamera Powershot SX40 HS unschlagbar: Wer ihren Brennweitenbereich bei einer Spiegelreflexkamera abdecken will, benötigt einen großen Koffer voller Objektive und muss sich trotzdem ab 300 Millimetern mit großen Lücken zufriedengeben. Die getestete Kamera überzeugt nicht nur mit ihrem 35-fachen Zoom, muss aber gleichzeitig an einigen Punkten gegenüber DSLRs zurückstecken.

Ausstattung und Oberfläche

Canon verbaut in der Powershot SX40 HS einen rückseitig belichteten CMOS-Bildsensor, der wie bei den meisten Bridge- und Kompaktkameras über eine Fläche von 1/2,3 Zoll verfügt. Er liefert Fotos mit einer Maximalauflösung von 12,1 Megapixeln und nimmt Videos im Full-HD-Format auf.

Das Objektiv der Powershot SX40 HS verfügt über einen 35-fachen Zoom, umgerechnet ins Kleinbildformat reicht die Brennweite von 24 bis 840 Millimetern. Ein optischer Bildstabilisator sorgt bei längeren Belichtungszeiten und größeren Brennweiten für einen ruhigen Bildausschnitt. Ein Ultraschallmotor sorgt dafür, dass sich das Objektiv mit hoher Geschwindigkeit bewegt, allerdings arbeitet er nicht so leise, wie Canon es sich zu wünschen scheint. Der Autofokus stellt Motive zügig scharf.

Die Powershot SX40 HS bietet dem Fotografen neben den auch bei Spiegelreflexkameras üblichen halbautomatischen und manuellen Aufnahmeprogrammen zwei Speicherplätze für eigene Einstellungen. Nutzer, die gar keine Einstellungen vornehmen wollen, können sich neben der Vollautomatik auch über 13 Szenenprogramme und acht Effektfilter freuen.

Canon Powershot SX40 HS im Test

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Die Bridgekamera verfügt über einen großen Brennweitenbereich und einen optischen Bildstabilisator. (Bild: netzwelt)

Der 2,7 Zoll große Bildschirm mit einer Auflösung von 230.000 Punkten bietet ein gut zu erkennendes Bild mit einer sehr geringen Blickwinkelabhängigkeit. Der Monitor lässt sich aufklappen und drehen, so kann der Nutzer auch bei ungewöhnlichen Perspektiven bequem den Bildausschnitt auswählen. Wer lieber klassisch durch einen Sucher schauen will, findet bei der Powershot SX40 HS eine elektronische Version vor, die allerdings sehr klein ausfällt.

Bedienung

Die Bedienung der Canon Powershot SX40 HS erfolgt größtenteils mit der rechten Hand. Die linke benötigt der Fotograf aber trotzdem, um die Kamera zu stabilisieren, den Bildschirm zu bewegen, das Blitzlicht zu öffnen oder um die frei programmierbare Direktwahltaste zu drücken.

Die Kamera bietet dem Nutzer über den Vier-Wege-Steuerring direkten Zugriff auf die Lichtempfindlichkeit, die Belichtungskorrektur, die Fokusart und den Selbstauslöser. In der Mitte befindet sich die "Func.Set"-Taste, die eine Seitenleiste auf dem Bildschirm erscheinen lässt, die alle wichtigen Einstellungen enthält und so die Benutzung extrem schnell macht.

Weitere Tasten starten das wie immer übersichtliche Menü, blenden Informationen auf dem Display ein oder aus, öffnen die Bildwiedergabe und vergrößern und verkleinern die Ansicht. Der Fotograf muss sich auf mehr Bedienelemente als bei einer Kompaktkamera einstellen, die aber die umfangreiche Bedienung schnell beherrschbar machen.

Bildqualität

Die Canon Powershot SX40 HS liefert Fotos mit einer sehr hohen Detailgenauigkeit und natürlich wirkenden Farben. Die Konturen fallen klar und deutlich aus, die Kontraste sind angenehm umgesetzt. Nur in Bereichen, die außerhalb der Tiefenschärfe liegen, lassen sich leichte Unschärfen erkennen.

Bei ISO 800 sind die Auswirkungen des Bildrauschens deutlich zu erkennen. Zwar halten sich die farblichen Verfälschungen noch in engen Grenzen, aber die Konturen verschwimmen schon sehr stark. Aber selbst mit ISO 3.200 lassen sich die Aufnahmen verkleinert auf ein Viertel der Originalgröße noch gut im privaten Rahmen nutzen.

Canon Powershot SX40 HS Testbilder

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Zimmerbeleuchtung aus, Blitzlicht ein: ISO 400, Blende 2.7, 1/15 Sekunde. (Bild: netzwelt)

Videos nimmt die Powershot SX40 HS in Full-HD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Pixeln auf. Die Filme überzeugen mit einem gestochen scharfen Bild mit hoher Auflösung und natürlich wirkenden Farben. Der automatische Weißabgleich reagiert sehr gut auf Veränderungen in der Beleuchtung und der Autofokus sorgt in der Regel für ein scharfes Bild.

Zeilensprünge sind im Video nicht zu erkennen, allerdings liefert das interne Mikrofon der Kamera nur einen sehr leisen Ton und für ein externes Modell fehlt der passende Anschluss.

Zubehör und Verarbeitung

Die Canon Powershot SX40 HS lässt sich an ihrem Batteriegriff sicher greifen. Das Kunststoffgehäuse wirkt insgesamt ordentlich verarbeitet. Die Kamera verfügt über eine HDMI- und eine kombinierte USB- und AV-Schnittstelle. Die Stromversorgung übernimmt ein Lithium-Ionen-Akku und als Speichermedien kommen SD-Karten zum Einsatz.

Fazit: Viel Zoom und gute Bilder

In Zeiten von Systemkameras mit großen Bildsensoren wirken Bridgekameras mit ihren kleinen Chips wie Kameras aus einer vergangenen Zeit. Das dem nicht so ist, beweist die Canon Powershot SX40 HS eindrucksvoll. Sie verfügt nicht nur über einen großen Brennweitenbereich, sondern liefert auch eine gute Bildqualität und bietet eine umfangreiche Bedienung. Natürlich lassen sich auch an diesem Fotoapparat Kritikpunkte finden, aber insgesamt fallen sie nicht stark ins Gewicht.

Die unverbindliche Preisempfehlung von Canon für die Powershot SX40 HS beträgt 469 Euro. Online-Händler verkaufen die Kamera derzeit schon für rund 370 Euro.

Gegenüber dem Vorgängermodell Powershot SX30 IS hat Canon noch einmal eine Schippe zugelegt. Sony hat mit der Cybershot HX100V sogar ein Modell mit GPS-Modul im Angebot.

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Wie es sich gehört, verfügt die Canon Powershot SX40 HS über einen großen Brennweitenbereich, umgerechnet ins Kleinbildformat reicht die Brennweite von 24 bis 840 Millimetern. Aber auch mit anderen Merkmalen sammelt die Bridgekamera Punkte.

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Canon Powershot SX40 HS im Test
Viel Brennweite für eine Kamera: Umgerechnet ins Kleinbildformat reicht die Brennweite der Canon Powershot SX40 HS von 24 bis 840 Millimetern.
http://www.netzwelt.de/news/91448-canon-powershot-sx40-hs-test.html
2012-03-24 09:47:15
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/speedtest-netzwelt-testen-schnell-internetzugang-wirklich-7023.jpg
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