Sie sind hier:
 

HP Cloud Services im Test
HP Cloud Services eignen sich auch für Otto Normalverbraucher

von Markus Franz Uhr veröffentlicht

Diesen Artikel weiterempfehlen
SHARES

HP verdient sich seine Brötchen heute primär mit Druckern und Rechnern, Cloud Computing spielt nur eine untergeordnete Rolle. Netzwelt riskiert trotzdem einen Blick auf die Testversion der HP Cloud Services.

Im September 2011 hat HP eine Testversion der sogenannten "Cloud Services" gestartet, die allerdings nur ausgewählten Nutzern zur Verfügung steht. Netzwelt hatte Gelegenheit, am Beta-Programm teilzunehmen und konnte den Speicherdienst sowie die virtuellen Cloud-Server einem ersten kurzen Test unterziehen.

Netzwelt wirft einen Blick auf die neuen Cloud Services von HP.

HP liegt im Cloud Computing so weit hinter den Konkurrenten Microsoft, IBM oder Amazon zurück, dass der kalifornische IT-Konzern schon fast keine Chance mehr hat, den Rückstand aufzuholen. Trotzdem arbeiten die Entwickler an einem eigenen Cloud-Angebot, das sich netzwelt vorab ansehen konnte.

Die Anmeldung

Interessierte Nutzer haben die Möglichkeit, sich auf der offiziellen Webseite hpcloud.com (Den Link finden Sie rechts in der Seitenleiste) für einen eigenen Zugang zu bewerben. Dabei müssen sie nicht nur allerhand persönliche Daten angeben, sondern auch möglichst detailliert ausführen, für welchen Zweck sie die HP Cloud Services gerne einsetzen möchten. Nach einer Prüfung der Anmeldung erhalten Nutzer gegebenenfalls Zugang zur "Private Beta" in Form eines Zugangscodes, den sie auf der eigentlichen Anmeldungsseite eingeben müssen. Dort sind erneut Name und Vorname sowie E-Mail-Adresse einzugeben, was etwas umständlich ist. Außerdem achtet HP offenkundig nicht darauf, sichere Kennwörter zu verwenden - eine entsprechende Prüfung fehlt. Das sollten die Entwickler zeitnah ändern, um ihre Plattform vor Angreifern zu schützen.

Die Anmeldung für die Cloud Services muss von HP genehmigt werden.

Admin-Konsole

Sobald die Anmeldung abgeschlossen ist, werden Anwender sofort auf das sogenannte Dashboard der HP Cloud Services weitergeleitet. Es wirkt schon auf den ersten Blick deutlich aufgeräumter und durchdachter als die Amazon Web Services Console oder lokale Angebote wie die JiffyBox. Im Grunde besteht das HP Cloud Dashboard nur aus drei Reitern: Der erste, genannt Dashboard, gibt eine Übersicht aller gebuchten Dienste. Im zweiten Bereich namens Compute können Nutzer virtuelle Server überwachen und diese zum Beispiel starten, anhalten oder ganz löschen. Der dritte Reiter (für Storage) erlaubt es, den Speicherdienst der HP Cloud Services zu nutzen. Bevor irgendeines der Cloud-Angebote genutzt wird, sollte jeder Nutzer zumindest einmal einen Blick in den Account-Reiter werfen, wo seine gesamten Daten einsehbar sind.

Das Dashboard der HP Cloud Services sieht sehr schön aus.

Dienste starten

Dort gibt es auch einen Punkt "Add Payment Method". Allerdings braucht niemand zu befürchten, dass HP für die Nutzung der Cloud Services etwas berechnet: Im Moment ist die Nutzung von Cloud Compute und Cloud Storage komplett kostenlos, da es sich noch um eine Beta-Version handelt. Um überhaupt einen der beiden Dienste der HP Cloud Services nutzen zu können, muss dieser zunächst aktiviert werden: Das erfolgt in der Praxis ganz schnell und unkompliziert durch einen Klick auf "Activate". Während für Storage derzeit nur eine Availability Zone zur Verfügung steht, kann Cloud Compute schon in zwei Zonen gestartet werden. Availability Zones sind isolierte Bereiche in einem zertifizierten Rechenzentrum von HP, in denen Cloud Services bereitgestellt werden. Später sollen Zones rund um den Globus angeboten werden.

Jede Cloud-Komponente muss zunächst einzeln aktiviert werden.

Virtuelle Server

Derzeit liefert das Dashboard leider noch keinerlei Informationen über die geografische Lage der Availability Zones, hier muss HP ebenfalls noch nachbessern. Dagegen wirkt der Funktionsumfang der Cloud Compute schon so ausgereift, dass HP damit noch heute die Testphase verlassen könnte: Mit einem Formular, in dem lediglich die Größe des Servers und das gewünschte Betriebssystem ausgewählt werden müssen, können neue virtuelle Server in weniger als einer Minute bereitgestellt werden. Neben Debian Squeeze sowie CentOS 5/6 stehen diverse Varianten von Ubuntu als fertiges Image bereit, Windows Server kann leider nicht verwendet werden. Die größtmögliche Server-Instanz, die in HP Cloud Services gestartet werden kann, wartet mit knapp einem Terabyte Speicher, acht virtuellen Prozessoren und stolzen 32 Gigabyte Arbeitsspeicher auf.

HP Cloud Compute bietet maximal acht CPUs und 32 Gigabyte Arbeitsspeicher.

Speicherbereich

HP Cloud Storage liefert im Test ein ebenso gutes Bild ab wie Cloud Compute: Anwender können theoretisch beliebig große Datenmengen in den Rechenzentren von HP ablegen, ohne sich um die sichere Speicherung sorgen zu müssen. HP setzt - ähnlich wie Amazon S3 und verwandte Dienste - auf sogenannte Container, in denen zusammengehörige Daten gemeinsam abgelegt werden. Jeder einzelne Container kann auf Wunsch privat oder öffentlich sein, wobei in letzterem Fall sogar ein sogenanntes CDN für die schnelle Auslieferung gespeicherter Daten angeboten wird. Cloud-Kunden können es mit einem Klick im Dashboard aktivieren.

HP Cloud Storage arbeitet nach einem ähnlichen Konzept wie Amazon S3.

Fazit

Obwohl HP im Bereich Cloud Computing einen großen Rückstand aufzuholen hat, kann der IT-Riese mit den neuen Cloud Services durchaus eigene Akzente setzen. Besonders die einfache Bedienung des Dashboards gefällt im Test, sodass sogar semiprofessionelle Nutzer und Privatpersonen ins Cloud Computing einsteigen können. Was die Cloud Services am Ende aber kosten sollen, hat HP bisher leider noch nicht verraten.

Kommentare zu diesem Artikel

HP verdient sich seine Brötchen heute primär mit Druckern und Rechnern, Cloud Computing spielt nur eine untergeordnete Rolle. Netzwelt riskiert trotzdem einen Blick auf die Testversion der HP Cloud Services.

Deine Meinung ist gefragt. Diskutiere im Forum zu diesem Artikel.

Jetzt diskutieren!

DSL- & LTE-Speedtest

Testen Sie mit unserem Speedtest Ihre tatsächliche DSL- oder LTE-Geschwindigkeit. Test auch mit Smartphone und Tablet möglich.

Jetzt Testen!

Der große Android-Update-Fahrplan

Welche Android-Version ist für mein Smartphone oder Tablet-Computer aktuell? Der große Android-Update-Fahrplan bringt Licht ins Dickicht der Versionen.

Jetzt ansehen!

Ashampoo-Download-Logo
article
33802
HP Cloud Services im Test
HP Cloud Services im Test
Netzwelt zeigt, was sich hinter den HP Cloud Services verbirgt.
http://www.netzwelt.de/news/91401-hp-cloud-services-test.html
2012-03-20 15:18:58
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2012/netzwelt-wirft-blick-neuen-cloud-services-hp-bild-netzwelthp-13082.jpg
News
HP Cloud Services im Test