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Anleitung: iTunes einrichten
Einstellungen von Apple iTunes 10.6

von Markus Franz Uhr veröffentlicht

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Apples iTunes gehört zu den umfangreichsten Programmen für die Verwaltung und Wiedergabe von Musik. Leider überfordert die Software manchen Nutzer durch zu viele Optionen - netzwelt zeigt, was wirklich wichtig ist.

Auch wenn iTunes 10.6 auf den ersten Blick vielleicht ganz einfach erscheint, hat Apple Hunderte Funktionen in das Programm gepackt. Das führt leider dazu, dass manch ein Anwender nicht mehr weiss, was hinter den vielen Optionen und Einstellungen steckt. Netzwelt gibt eine Einführung, wie iTunes optimal eingerichtet wird.

iTunes 10.6 bietet dem Nutzer eine Vielzahl an Einstellungen.

Apple packt in iTunes immer mehr Funktionen: Während das kostenlose Programm früher nur für die Wiedergabe von Musik gedacht war, fungiert es mittlerweile als zentrale Schaltstelle für Medien jeglicher Art - vorzugsweise aus dem iTunes Store. Unter dem Wachstum von iTunes leidet die Übersicht aber etwas.

Einstellungen

Das gilt sowohl für die Windows-Version als auch für iTunes auf dem Macintosh - und macht sich besonders in den Einstellungen bemerkbar. Mittlerweile gibt es sieben Reiter, in denen Verbraucher zahllose Schalter und Regler verändern können und das meist ohne zu wissen, was es damit genau auf sich hat. Manche Einstellungen, zum Beispiel zur Anzeige bestimmter Medien, sind weniger wichtig, während sich beispielsweise ein Blick auf die Import-Optionen für CDs lohnt. Netzwelt zeigt, welche Einstellungen wirklich wichtig sind.

Allgemein

Ein griffiger Name für die Mediathek erleichtert die Übersicht.

Sobald Nutzer die Einstellungen der Anwendung öffnen, sehen sie den Reiter "Allgemein". Dort können sie zunächst einmal den Namen ihrer Mediathek ändern, was durchaus sinnvoll ist, wenn diese im Netzwerk zu Hause freigegeben werden soll. Ein griffiger Name erleichtert die Übersicht und hilft, mehrere Mediatheken auseinanderzuhalten. Außerdem können Anwender in diesem Reiter einstellen, welche Medien der Seitenleiste von iTunes überhaupt angezeigt werden sollen. Auf Wunsch lassen sich zum Beispiel TV-Sendungen abschalten, wenn bislang keine geladen wurden. Lediglich die Musik wird immer eingeblendet.

Import

Auf Wunsch kann iTunes beim Lesen von Audio-CDs die Fehlerkorrektur anwenden.

Im unteren Drittel des Reiters "Allgemein" befindet sich ein Auswahlfeld, mit dessen Hilfe festgelegt wird, ob iTunes beim Einlegen einer CD diese automatisch importieren soll und dabei gegebenenfalls Angaben über die Titel und zum Beispiel das Cover automatisch mit dem iTunes Store abgleicht. Nachdem Nutzer dies entsprechend ihrer Wünsche eingerichtet haben, sollten sie unbedingt die Importeinstellungen kontrollieren: In diesem Dialogfenster kann eingestellt werden, dass CDs nicht wie üblich als AAC- sondern als MP3-Datei gerippt werden und beim Lesen die Fehlerkorrektur angewendet wird, was für eine bessere Qualität sorgt.

Wiedergabe

Eine angepasste Lautstärke sorgt dafür, dass alle Lieder gleich laut sind.

Der zweite Reiter "Wiedergabe" ermöglicht es, unter anderem bei der Wiedergabe von Musik zwischen zwei Titeln zu überblenden, sodass der Übergang nicht ganz so hart ist - zwischen einer und zwölf Sekunden sind möglich. Die sogenannte Klangverbesserung sorgt zusätzlich dafür, dass Musik in iTunes ein ganzes Stück besser klingt - und insbesondere der Bass stärker nach vorne dringt. Während diese beiden Optionen Geschmacksache sind, sollte "Lautstärke anpassen" unbedingt aktiviert werden: Damit gleicht iTunes 10.6 das Niveau jedes Lieds, das dann wiedergegeben wird, vollautomatisch an.

High Definition

iTunes wählt auf Wunsch immer die gleiche Sprache für Untertitel und Audiospur aus.

iTunes kann nicht nur Musik, sondern auch Videos wiedergeben. Im Reiter "Wiedergabe" lässt sich für diesen Fall festlegen, welche Audio-Sprache standardmäßig gewählt werden soll: Hiesige Nutzer sollten hier natürlich "Deutsch" auswählen, damit bei mehrsprachigen Videos, zum Beispiel gekauften Filmen aus dem iTunes Store, die richtige Tonspur automatisch voreingestellt ist. Wer einen Film lieber im Original ansieht, kann auf Wunsch noch die Standardsprache für die Untertitel festlegen oder sie damit auch einheitlich ausschalten. Empfehlenswert ist es außerdem, die bevorzugte Videoversion zu definieren: Nutzer können hier eingeben, ob Standard Definition oder High Definition (720p oder 1080p) zum eigenen TV besser passt.

Freigabe

Aus Sicherheitsgründen sollte für die Freigabe immer ein Kennwort vergeben werden.

Den Reiter "Freigabe" sollten Nutzer vor allem im Bezug auf die Sicherheit betrachten: In ihm wird gesteuert, ob die gesamte Mediathek im lokalen Netzwerk freigegeben werden soll oder nur ausgewählte Wiedergabelisten. Letzteres ist zu empfehlen, die universelle Freigabe dagegen nicht: Damit laufen Anwender schnell Gefahr, zum Beispiel auch private Videos für jeden Nutzer im selben Netzwerk zu veröffentlichen. Wer absolut sicher sein will, dass niemand ohne entsprechende Rechte auf seine Mediathek zugreift, kann zusätzlich ein Kennwort vergeben. Natürlich lässt sich die Freigabe im Netzwerk in iTunes auch ganz abschalten.

Store

iTunes kann beim Laden von Videos automatisch HD-Material bevorzugen.

Die Einstellungen im vierten Reiter "Store" legen fest, wie sich iTunes beim Kauf von Musik, Apps, Büchern und anderen Inhalten verhält. Sofern die entsprechende Option ausgewählt ist, werden Inhalte der genannten Kategorien automatisch auf dem PC oder Mac heruntergeladen, auch wenn sie auf einem anderen Gerät gekauft wurden. Dafür sorgt die iCloud - wer auf sein Datenvolumen achten muss, weil er zum Beispiel über einen Surfstick online geht, sollte diese Funktion abschalten. Außerdem kann mit den restlichen Einstellungen verhindert werden, dass iTunes selbstständig nach verfügbaren Medien sucht und sie herunterlädt.

Kindersicherung

Die Kindersicherung sorgt dafür, dass die Kleinen kein obszönes Material sehen.

Sowohl Windows als auch Mac OS X verfügen ab Werk über eine Kindersicherung - und trotzdem hat Apple in iTunes noch einmal eine ähnliche Funktion integriert, die sich hinter dem gleichnamigen Reiter verbirgt. Es ist Eltern damit möglich, den Konsum von Podcasts und Musik aus dem Radio ganz einzuschränken und es zu verbieten, im iTunes Store einzukaufen. Auch der Zugriff auf eine freigegebene Mediathek kann den Kindern auf diesem Weg untersagt werden. Ansonsten sorgen die Altersfreigaben und Inhaltsbeschränkungen dafür, dass die Sprösslinge nicht mit entsprechendem Material ("Explicit Content") in Kontakt kommen. Das klappt freilich nur dann, wenn die jeweiligen Medien auch eine entsprechende Kennzeichnung besitzen.

Geräte

Im Geräte-Reiter werden Backups, Lautsprecher und Fernbedienungen verwaltet.

Der vorletzte Reiter "Geräte" ist recht unspektakulär: Er zeigt dem Nutzer eine Übersicht aller Sicherungen, die in der letzten Zeit von angeschlossenen Geräten erstellt wurden. Das bedeutet im Klartext, dass hier alle iPhones und iPads erscheinen, die mit der eigenen Mediathek synchronisiert wurden und die Backup-Funktion von iCloud nicht nutzen. Wer iTunes zwingen will, nicht nur Änderungen an einem bestimmten Gerät zu sichern, sondern ein komplett neues Backup zu erstellen, kann das hier tun - er muss einfach nur die jeweilige Sicherungskopie löschen. Aus Sicherheitsgründen sollten Nutzer die erste der beiden Optionen im unteren Bereich aktivieren und die andere abschalten, damit Lautsprecher iTunes nicht fernsteuern können.

Erweitert

Unter "Erweitert" können Nutzer einen abweichenden Speicherort für die Mediathek wählen.

Der letzte Reiter "Erweitert" ist nicht nur für Experten, sondern für wirklich jeden Nutzer gedacht: Er kann dort festlegen, wo die iTunes-Mediathek gespeichert wird. Wer diese aus dem Standard-Ordner zum Beispiel auf eine externe Festplatte verschoben hat, kann den neuen Pfad hier angeben. Selbst in diesem Fall sollten Nutzer die automatische Verwaltung der Mediathek aber unbedingt aktiviert lassen: Sie sorgt dafür, dass die in iTunes hinterlegten Medien immer mit den Dateien auf der Festplatte korrespondieren. Wer die Automatik oder das Hinzufügen von Dateien zur Mediathek abschaltet, muss unter Umständen damit rechnen, dass in seinen Wiedergabelisten Dateien auftauchen, die gar nicht mehr auf dem PC oder Mac vorhanden sind.

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Anleitung: iTunes einrichten
Anleitung: iTunes einrichten
Netzwelt zeigt, wie iTunes optimal eingerichtet wird - sowohl im Bezug auf die Wiedergabe als auch die Sicherheit.
http://www.netzwelt.de/news/91383-anleitung-itunes-einrichten.html
2012-05-07 16:54:33
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2012/itunes-106-bietet-nutzer-unuebersichtliche-zahl-einstellungen-bild-netzwelt-14313.jpg
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