Widersprüchliche Berichte

Neues iPad: Verwirrung um Lieferanten des Retina-Displays

Das neue iPad kommt zwar erst in zwei Tagen, 16. März, auf den Markt, trotzdem tauchen immer mehr Details zu dem Tablet auf. Jetzt drehen sich die Berichte um die Frage, wer denn für die Lieferung und Produktion des Retina-Displays zuständig ist.

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Wie das Branchenmagazin Bloomberg berichtet, ist Samsung aktuell der einzige Lieferant für das 9,7 Zoll große Retina-Display, das beim neuen iPad zum Einsatz kommt. Die Beziehung zwischen Apple und Samsung war in den letzten Monaten von einem erbitterten Patentstreit geprägt. Beide Hersteller versuchen, den Verkauf der Smartphones und Tablets des jeweils anderen in verschiedensten Ländern zu unterbinden. Diese rechtlichen Streitigkeiten scheinen sich aber nicht auf die sonstigen gemeinsamen Geschäfte der beiden Unternehmen auszuwirken.

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Samsung und LG?

Bloomberg bezieht sich dabei auf den iSuppli-Analysten Vinita Jakhanwal. Samsung ist außerdem auch für die Produktion des A5X-Prozessors des neuen iPads zuständig und liefert bereits seit jeher Bauteile für das iPhone.

Bislang wurde berichtet, dass LG und Sharp als Display-Lieferanten in Frage kommen würden. Der Analyst erklärte hierzu in einer E-Mail an Bloomberg: "Die Display-Anforderungen für das neue iPad sind eine große Herausforderung, was die sehr hohe Auflösung angeht. Diese hohe Auflösung zu erreichen, ohne dabei die Akkuleistung oder Helligkeit zu beeinträchtigen, und den Qualitätsstandards von Apple zu genügen, erweist sich jetzt vermutlich als zu große Herausforderung für LG Display und Sharp."

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet dagegen inzwischen, dass LG durchaus auch Retina-Displays an Apple liefert und widerspricht somit dem Bericht von Bloomberg. "LG hat so wie Samsung ein Abkommen für die Belieferung mit Bildschirmen für das neue iPad", zitiert Reuters eine anonyme Quelle, die nicht namentlich genannt werden wollte.

Mini-iPad kommt angeblich noch dieses Jahr

Samsung kann sich laut einem hochrangigen Mitarbeiter über Einnahmen in Rekord-Höhe durch Lieferungen an Apple freuen, wie The Korea Times berichtet. Der Samsung-Mitarbeiter, der namentlich nicht genannt werden wollte, erklärte, dass der aktuelle Vertrag eine Summe von 9,7 Milliarden US-Dollar vorsieht, allerdings geht er davon aus, dass dieser Betrag auf 11 Milliarden US-Dollar anwächst.

Den Anstieg der Summe erklärt der Samsung-Mitarbeiter einerseits dadurch, dass Apple Ende dieses Jahres ein iPad mit 7,85 Zoll großem Display auf den Markt bringen soll, für das Samsung Bauteile liefern könnte - Gerüchte zu einem Mini-iPad tauchen in letzter Zeit immer wieder auf. Andererseits sollen die Verkäufe des MacBook Air mit Samsung SSD-Festplatten ansteigen. Beides zusammen soll dazu führen, dass Apple mehr Bauteile bei Samsung bestellen müsste.

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