Sandisk Eye-Fi Test
Abofalle für Hotspot-Nutzung
Sandisk bietet auch an, dass der Nutzer mit seiner Eye-Fi-Karte angeblich Millionen von WLAN-Hotspots kommerzieller Anbieter auf der ganzen Welt nutzen kann. Allerdings erinnert das Angebot an eine Abofalle. In den Einstellungen der Software findet sich nur die Schaltfläche "Upgrade durchführen" und keine Preisangabe. Nach dem Klick lädt sich ein Textfeld im Browser, bei dem schon die zwei Buttons "Abnahme" und "akzeptieren" stutzig machen. Wer anfängt den Text zu lesen, stolpert schnell darüber, dass er einen Vertrag über 12 Monate mit jährlicher Zahlung abschließen soll, der sich automatisch verlängert. Auch hier ist immer noch nicht ersichtlich, was das für Reisende durchaus praktische Angebot kosten soll.
Apps für iOS und Android
Sandisk bietet Eye-Fi-Apps für iOS und Android an. Mit deren Hilfe lassen sich die Fotos auch von der Speicherkarte per WLAN auf Smartphones und Tablets übertragen, um sie dort weiter zu bearbeiten oder einfach nur anzuschauen.
Aus dem Eye-Fi Center lassen sich Fotos automatisiert bei über 25 Sharing-Seiten wie Facebook, Fickr, Picasa, Evernote und sogar direkt auf FTP-Server hochladen. Selbst Apples MobileMe unterstützt die Software noch, hier ist dringend ein Update zur iCloud nötig.
Mit Geotagging bietet die Eye-Fi-Karte einen weiteren kostenpflichtigen Zusatzdienst an. Zahlende Nutzer können ihre Fotos mithilfe der WLAN-Netze mit Angaben zum Standort versehen lassen.
Fazit: Nur bedingt sinnvoll
Technisch funktionierte die SDHC-Speicherkarte mit WLAN einwandfrei. Mit der fehlenden Möglichkeit, sich unterwegs in ein drahtloses Netzwerk einzuwählen, eignet sich die Eye-Fi von Sandisk jedoch nur für einen kleinen Personenkreis. Zudem sind zu viele Zusatzdienste kostenpflichtig, wobei die fehlenden Preisangaben zusätzlich abschreckend wirken.
Sandisk bietet die Eye-Fi SDHC-Karte mit vier und acht Gigabyte großem Speicherplatz an. Bei den günstigsten Online-Händlern kosten sie inklusive Versand 45 beziehungsweise 55 Euro.
Eine sinnvolle Alternative stellen Kompaktkameras dar, die über ein direkt eingebautes WLAN-Modul verfügen. Allerdings bietet derzeit nur Samsung mit der SH100, der ST80 oder der ST5500 entsprechende Modelle an. Bei ihnen lassen sich in der Regel alle Einstellungen direkt in der Kamera vornehmen und auch unterwegs neue Netzwerke hinzufügen.






